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Anis - anis
Pimpinella anisum L.
Anis ist eine einjährige
Pflanze und wird etwa 60 cm hoch. Sie ist eine Gewürz- und Heilpflanze in
der Familie der Doldenblütler (Apiaceae).
Wie beim Koriander sind die Blätter am Fuss des Stengels rundlich
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Anis |
gelappt, die oberen
jedoch gespalten. Die kleinen Blüten sind gelblich bis weiss, die Blätter
lassen sich zu Salaten verwenden. Das eigentliche Gewürz sind jedoch die 3
bis 5 mm langen grüngelben bis graugrünen getrockneten Samen, die angenehm
würzig-süss schmecken. Geerntet wird Anis von Juli bis Januar. Nach der
Ernte werden die Aniskörner aus den getrockneten Dolden herausgedroschen.
Überlagerter Anissamen wird braun und verliert an Würzkraft.
Anis ist eines der
ältesten Gewürze, die es gibt. Schon die alten Kreter würzten ihre Weine
neben Koriander, Wacholder, Dost auch mit Anis. Die Pflanze stammt
wahrscheinlich aus dem Vorderen Orient, hat sich aber schon im Altertum
rund um das ganze Mittelmeer verbreitet. Hauptanbaugebiete sind heute
Spanien und die Türkei. Seine Würzkraft verdankt der Anis dem ätherischen
Öl Anethol, das auch im Sternanis und im Fenchel vorkommt. Auch in der
Medizin ist Anisöl unentbehrlich: Man bereitet daraus Mittel gegen
Erkältungskrankheiten oder Magenbeschwerden.
Anis
in der Küche
Den besten Ruf geniesst der aromatische Anis in der Weihnachtsbäckerei.
Lebkuchen, Pfeffernüsse, Printen und Honigkuchen kommen ohne ihn nicht
aus. Anis wird zum Würzen von Süssspeisen und Cremes gebraucht, in
Mittel- und Osteuropa auch zum Backen von Brot und Kuchen (Anisplätzchen).
Auch Krapfen- und Eierpfannkuchenteig, Fettgebackenes, süsse Milchsuppen,
Griesbrei, süsse Reisspeisen, Obstgerichte und eingekochte Marmeladen
sollte man mit Anis abschmecken. Anis eignet sich auch zum Einlegen von
Gurken.
Gemahlener Anis
muss bald verbraucht
werden, er verliert schnell seine Würze. Wir empfehlen deshalb ganze Samen
zu kaufen und nur bei Bedarf zu mahlen.
Seine Hauptbedeutung hat Anis
wohl für die Alkoholindustrie: hier verwendet man das aus den Samen
gewonnene Anisöl zur Herstellung von Anisgetränken (Pastisgetränke, wie z.B. der französische Pernod, der griechische Ouzo,
Raki etc.). Anis wird hier jedoch zunehmend vom Sternanis (Illicum verum)
abgelöst.
Nicht nur
als Apéritif, sondern auch zum Aromatisieren von Fisch, Meeresfrüchten und
Gemüse lässt sich Pastis wunderbar verwenden.
In fernöstlichen Küchen
(Indien, Iran, Indonesien) wird oft kein Unterschied zwischen Anis und
Fenchel gemacht. In vielen Rezepten sind die beiden Gewürze austauschbar.
Sternanis wird auf den Philippinen bloss als „Anis“ bezeichnet.
Vorsicht bei der
Lagerung: Anis ist empfindlich gegenüber Waren mit einem unangenehmen,
starken Geruch (z.B. Chemikalien oder Käse).
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