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Bohnenkraut -
sarriette
Satureja hortensis L.
Auch Pfefferkraut
genannt.
Ein derbes,
appetitanregendes und magenberuhigendes Kraut, das zur Familie der
Lippenblütler gehört. Bohnenkraut wird 30 bis 50 cm hoch, es hat
lanzettenförmige Blättchen und blüht rosa-violett und
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Bohnenkraut |
weiß. Geerntet werden die
Blätter und Stengel.
Die ursprüngliche
Bohnenkraut-Heimat ist Südeuropa: das östliche Mittelmeergebiet und die
Gegend um das Schwarze Meer. Erst im 9. Jahrhundert kam das Bohnenkraut zu
uns.
Benediktinermönche kultivierten und erhielten es in ihren Kräutergärten,
daher auch der lateinische Name hortensis - im Garten gezogen.
Bohnenkraut wird seit
Jahrhunderten als Würze zu kräftigen und deftigen Gerichten gegeben, weil
es einen pfeffrigen, nachhaltigen Geschmack gibt, den Appetit reizt, einen
grollenden Bauch besänftigt - aber auch "die unkeusche Begierde auf die
Bahn bringt" - so die Übersetzung einer alten Kräuterbuch-Schrift von
1563.
Als Droge wird Bohnenkraut heute gegen Darmkrankheiten, Koliken und
Appetitmangel angewendet. Die Hauptanbaugebiete des Bohnenkrauts sind auch
heute noch der Balkan, vor allem Ungarn und Rumänien.
Bohnenkraut
in der Küche
Pfefferkraut, Wurstkraut, Aalkraut sind andere Namen für dieses
klassische Bohnengewürz. Sie sagen schon deutlich, wofür man das Kraut
verwenden kann. Mit Bohnenkraut würzt man auch: alle Hülsenfruchtgerichte,
Pilze - aber keine Champignons -, Aufläufe, Käsegebäck und Kümmelgebäck,
gekochten Fisch, Fischsuppen, Kartoffel- und Fleischsalat, auch
Kartoffelpuffer, Frikadellen, herzhafte Ragouts und Gerichte aus
Innereien, Koteletts, Wurstgerichte, Bratkartoffeln, Blumenkohl,
Sauerkraut, Gurkensalat, überbackenen Toast, eingelegte Gurken, Essiggemüse,
Mayonnaise für würzige Salate und Fondue-Saucen.
Die schmalen, spitz
auslaufenden jungen Blättchen weisen einen aromatischen, leicht
pfeffrig-scharfen Geschmack auf. Sie können frisch oder getrocknet
eingesetzt werden und verlieren dabei ihre Würzkraft nicht. Das
Bohnenkraut immer nur kurze Zeit mitgaren.
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