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"Curry" gibt es nicht,
sondern unzählige Curry-Pulverarten. Curry wächst nirgendwo und es gibt auch
keine Currypflanze mit diesem Aroma.
Eine der bekanntesten
Gewürzmischungen ist das Curry-Pulver.
Spätestens seit der Currywurst lieben wir das gelbe Pulver aus dem
Supermarkt. Es gibt Curry aber auch in andern Farbnuancen, so zum Beispiel
in braun und rot.
Allerdings ist der Curry, den man
in Europa kennt, so gut wie nicht identisch mit den vielen Curry-Pulvern,
die man in der indischen Küche verwendet. Dort stellen die Hausfrauen seit
uralten Zeiten bis heute für die verschiedensten Gerichte jeweils ganz
individuelle Curry-Pulver her. Sie setzen sich aus 12-36 Gewürzen
zusammen, deren Anteile von
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Curry -
"Sortiment" |
Mischung zu Mischung schwanken.
Europäisches Curry-Pulver oder Curry-Powder besteht meistens aus
Pfeffer, Ingwer, Piment, Paprika, Nelken, Koriander, Cardamom,
Bockshornkleesamen, Muskatblüte, Zimt und Cayenne-Pfeffer. Die
farbbestimmende Zutat ist Curcuma. Die Gelbwurzel, wie Curcuma auch
genannt wird, färbt alle mit Curry gewürzten Speisen intensiv gelb.
Diese Wurzeln waren in ihrer Heimat schon im frühen Altertum als Gewürz
und Färbemittel hoch geschätzt. Auch in Europa verwendete man früher
die Curcuma-Wurzel in Färbereien, um eine gelbliche Farbe zu erzielen.
Im Geschmack sollte das Curry-Pulver harmonisch und ausgewogen sein. Es
schmeckt und riecht feurig-scharf und leicht tropisch-süss. Einzelne Gewürze
dürfen nicht besonders hervorschmecken. Die Engländer machten im 18.
Jahrhundert das Currygewürz in ganz Europa küchenfein. Heute können wir
Curry in der Streudose fertig kaufen, nach indischem Gewürzgebrauch und
nach europäischem Geschmack zusammengestellt.
Curry verbindet man
normalerweise mit verschiedenen Gerichten und nicht mit Getränken, dabei
kann man sogar Weine mit Curry würzen.
Es gibt tatsächlich einen Currybaum und der ist in
Indien heimisch. Man findet ihn heute, wild oder verwildert bis nach
Burma. Einige Mixturen für Currypulver sollen tatsächlich Curryblätter (Feuilles
de Cari) enthalten, aber wahrscheinlich nur aus historischen oder
linguistischen Gründen; ihren Geschmack verlieren die getrockneten Blätter
nämlich nach ein paar Tagen.
Curry-Pulver
in der Küche
Die erste Curry-Küchenregel lautet:
Reis und Curry gehören
immer zusammen - wenn es um salzige Reisgerichte geht. Das sollten Sie mit
Curry würzen: Hammel-, Lamm- und Kalbfleisch, alle hellen Fleischragouts
und Frikassees, Hackfleischgerichte, Leber- und Herzgerichte, Hühnerfleisch, Gänseklein, Geflügelfüllungen, Krabben- und Langustensalat, Kochsud für
Muscheln und Fisch, Fischsuppen, gefüllte Tomaten, Tomatensuppen und -soßen,
Tomatensalat und -saft, Auberginen, Paprikaschoten, Linseneintopf,
Salatmarinaden, Eierspeisen.
Spezielle Currygerichte sind Currysuppen und cremige Currysaucen zu
Reis und Gemüsen. Ein Genuss für Feinschmecker sind currygewürzte
Erbsen und Erbsenpürree, Bananen und Schinkenscheiben mit Curry,
Gurkensalat, Krautsalat und fette Speckscheiben mit Curry. Oft finden sich
auf Speisekarten die Begriffe Gemüse-, Fisch- oder Hühnercurry. Dann ist
jedoch nicht die Gewürzmischung gemeint, sondern das fertige Gericht.
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