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Piment - piment (piment
Jamaique)
Pimenta officinalis Lindl
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Piment
- Pflanze |
Unter vielen anderen Namen ist Piment noch bekannt:
Nelkenpfeffer, Gewürzkörner, Neugewürz, Allgewürz, Englisch-Gewürz,
Jamaikapfeffer.
Dieses Allround-Gewürz schmeckt und riecht ein bisschen
nach Pfeffer, nach Gewürznelken, nach Muskat und Zimt. Piment sind die
getrockneten braungrauen Beeren (5-7 Millimeter gross) des immergrünen Piment- oder Nelkenpfefferbaumes aus der Gattung der Myriazeen, der bis zu
10 m hoch wird.
Die Beeren werden kurz vor der Reife geerntet und in
Spezialöfen getrocknet. Sie haben einen winzigen, vierzackigen
Kelchrand, im Innern enthält jede Beere zwei Fächer, die je ein
schwarzbraunes Samenkörnchen tragen. Aus den lanzettlichen, ledrigen Blättern
gewinnt man das ätherische Bayöl, das bei der Herstellung von Bayrum, für
Haarwässer und Körperpflegemittel verwendet wird.
Aus den Beeren gewinnt
man ein Öl, das vielen Likören und Kräuter- schnäpsen zugesetzt wird.
Außerdem findet das Öl Verwendung bei der Herstellung von Seifen, Parfüms
und Kosmetika.
Piment stammt aus Südamerika. Das Gewürz wurde von den Begleitern des
Christoph Columbus nach Europa mitgebracht - genau wie Vanille und
Paprika. Sie fanden Piment in Westindien, später auch in Mexiko, wo die
Azteken die Pimentkörner zum Würzen ihres Nationalgetränks Chocolada
gebrauchten. Erst im 17. Jahrhundert wurde Piment in Europa richtig
bekannt und geschätzt - dann machte es allerdings gleich dem Pfeffer gehörig
Konkurrenz.
Das Wort Piment stammt von dem spanischen Wort pimienta =
Pfeffer. Im Mittelalter benannte man mit Pimenta auch viele andere Gewürze.
Die beste Piment-Qualität kommt heute aus Jamaika.
Piment
in der Küche
Pimentkörner geben der Fleischbeize (Sauerbraten, Wild) und
Fisch-Marinaden (Gabelbissen, eingelegte Heringe und Bratheringe) erst den
abgerundeten Geschmack. Auch zum Einlegen von Gurken, Pfeffergürkchen,
Mixed Pickles, zum Abschmecken von Schweine-, Rind- und Hammelbraten, zu
dunklen Ragouts, allen Kohleintöpfen, zur Ochsenschwanzsuppe und
Fleischbrühen, zu kräftigen Saucen, Fischsuppen und für Kochfischsud
braucht man die Pimentwürze.
Gemahlener Piment gehört in die Weihnachtsbäckerei,
in den Pflaumenkuchen und in das Pflaumenkompott. Ausserdem würzt man mit Pimentpulver: Hackfleischgerichte, Leberkäse und Leberknödel, dicke
Suppen und dunkle Saucen, selbstgemachte Würste und Pastetenfüllungen,
alle Herz-, Zungen- und Nierengerichte.
Piment wird in geringerer
Qualität auch in México angebaut und für die zentralmexicanischen
mole-Saucen und die südmexicanische (Yucatán) recado-Fleisch-Marinade
verwendet. Mit recado zubereitete Speisen kennt man unter der Bezeichnung
pibil.
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