|
Beifuss - Armoise,
Ceinture de Saint-Jean
Artemisia vulgaris L.
Beifuss, ein Verwandter des Wermuts, hat einen frisch-würzigen, leicht
bitteren Geschmack. Die Pflanze gehört zur Familie der Korbblütler. Die
Staude wird bis zu 2 m hoch, geerntet werden die Rispen mit den noch
geschlossenen Knospen. Die Blätter werden abgezupft, weil sie zu bitter
schmecken. Beifuss wird heute hauptsächlich aus Holland und den
Balkanländern bezogen. In Deutschland lohnt sich der Anbau
 |
|
Beifuss |
nicht, weil die
Kultivierungskosten und die Lohnkosten unwirtschaftlich hoch sind.
Uralt ist dieses
Würzkraut, dem früher in ganz Europa magische Kräfte zugeschrieben wurden.
Nicht umsonst heißt der Beifuss unter anderem auch Sonnwendgürtel,
Johannisgürtel und Jungfernkraut. Für Wöchnerinnen wurde ein Stärkungstee
daraus gebraut, es gab Zaubertränke und Konzentrate aus Beifuss gegen alle
möglichen Krankheiten, wie Hysterie, Nervenleiden und Lendenkrankheiten.
Zur kultischen Sonnenwendfeier umgürteten sich die Germanen mit
Beifußbüscheln.
Und wer im Mittelalter am
Johannisabend die Beifußwurzeln ausgrub und einen Sud daraus bereitete,
hatte ein Allheilmittel oder ein Zaubertraktat für geheime gute und böse
Taten. Woher der Name Beifuss stammt, ist ungeklärt. Wahrscheinlich kommt
der Name daher, dass die Wanderer sich Beifuss an den Fuß banden oder in
die Schuhe legten, als Schutz gegen müde Füße - auch Plinius war dieser
Meinung. Die Brüder Grimm bringen das Wort mit dem althochdeutschen bivoz
oder peipoz in Zusammenhang, was soviel wie Schlagen bedeutet. Entweder
wurde es den Speisen "beigeschlagen" oder weil das Kraut vorher geschlagen
= zerkleinert wurde, ehe man es in die Speisen gab.
Beifuss in der Küche
Ein anderer Beifuss-Name heisst: Gänsekraut. Das sagt schon, dass Beifuss
ein ideales Würzkraut für alle fetten Gerichte ist. Mitgekocht macht es
schwere Speisen bekömmlicher - was allen empfindlichen Mägen gut tut.
Deshalb gehört Beifuss zum Aal, zu Schmalz, zu Hammelfleisch,
Schweinefleisch, Wildschweinbraten, zu fetten Soßen und Mayonnaisen,
Gänsebraten und allen anderen Gänsegerichten. Als typische Würze gilt
Beifuss für Eintopfgerichte, die auf Schweinefleisch gekocht werden.
Probieren Sie auch Beifuss zu Weißkohl, Wirsing, zu Möhren, Rüben, zu
kräftigen, gemischten Salaten aus Kartoffeln, Nudeln und Fleisch und zu
Eiergerichten mit Speck oder Schinken. Beifuß-Öl gehört mit zu den
Ingredienzen von Wermutwein und Absinth, von Senf und Essig. Auch für
Seifen und Parfümartikel wird es verwendet. Beifusstee gilt als
krampfstillend und harntreibend.
Hinweis: Wir haben die Beiträge nach bestem Wissen
erstellt. Sollten Sie dennoch in unseren Beschreibungen Fehler finden, danken
wir für jeden Hinweis.
|
|
|
MELDEN SIE
SICH AN UND GENIESSEN SIE NOCH MEHR!
www.ernestopauli.ch offeriert
registrierten Besuchern wertvolle Zusatzinformationen:
-
Jeden Monat erscheint eine neue
Down-Load-Broschüre über ein aktuelles Thema aus dem Themenkreis
Wein, Kochen, Geniessen. VIP-Mitglieder können diese Berichte kostenlos
herunterladen.
-
Kochen macht Spass. Kochen ist Leidenschaft. Aber Kochen ist ebenso
Wissen und Können. Im GASTRO-Bereich finden Sie demnächst als VIP-Mitglied ein in
der Praxis erprobtes Grundlagenwissen für Hobby- und Profiköche.
-
Unsere Weinspezialisten degustieren und beurteilen monatlich Weine aus
aller Welt für Sie. Diese unabhängigen Weinbeschreibungen bei
www.ernestopauli.ch
helfen Ihnen kompetent bei der Auswahl an Weinen.
Als
Abonnent sind Sie VIP-Mitglied und bezahlen dafür nur einen Jahresbeitrag
von EUR 15.-- / SFR 22.50. Wenn Sie darüber hinaus geschäftlich von
www.ernestopauli.ch
profitieren möchten, bieten wir Ihnen viele weitere spannende und
intelligente Möglichkeiten an.
Wir wünschen Ihnen viel Freude und Erfolg beim Wein, Kochen und Geniessen
und hoffen, dass Ernesto Pauli Ihnen dabei eine grosse Hilfe ist.
Ihr,
Ernesto Pauli-Team
Möchten Sie sich anmelden?
Eine E-Mail genügt.
|
|