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Aale mit ihren langen, schlangenförmigen
Körpern haben eine dicke, schleimige Haut mit nur ganz winzigen Schuppen. Die
Aalweibchen werden bis zu 150 cm lang, Männchen nur etwa 50 cm. Sein
Durchschnittsgewicht
liegt bei 0,5-1,0 kg und es sind Höchstgewichte von 5,0 kg bekannt.
Während ihrer Wachstumszeit halten sich Aale bis zu zehn Jahre in Flüssen und
Seen auf, solange, bis sie geschlechtsreif sind. Dann ziehen die Flussaale in
den Monaten August und September ins Meer Richtung Nordostamerika. Die
Sargassosee ist ihr Ziel, dort liegen in großen Tiefen die Laichplätze der Aale.
Die fast durchsichtigen Larven treiben mit dem Golfstrom wieder zurück nach
Osten. Mit etwa drei Jahren erreichen sie als Glasaale die europäischen Küsten.
Da sie z.B. im spanischen Baskenland eine beliebte Delikatesse sind, wird ein
Teil der Aale dort schon jung gefangen. Die anderen dringen in die
Flussmündungen ein, ernähren sich von Würmern, kleinen Weichtieren und Fröschen
und wachsen aus.
Flussaale sind sehr begehrte Speisefische, ihr Fleisch ist sehr schmackhaft,
aber auch sehr fett. In den Handel kommt bei uns frischer und geräucherter Aal.
Die schlangenartigen Fische schwimmen beim
Fischhändler noch im Becken. Lebend verkauft werden sie in deutschen Läden
jedoch nicht, das ist verboten. Auch wenn in älteren Kochbüchern teilweise zu
lesen ist, dass Aale erst unmittelbar vor der Zubereitung getötet werden sollen.
Ihr Händler erledigt das für Sie, auf Wunsch auch das nicht ganz so einfache
Abziehen der Haut.
Enthäuten
Schneiden Sie die Haut hinter dem Kopf quer
ein. Dann den Kopf mit einem Küchenhandtuch anfassen, mit der anderen Hand die
Haut fassen und mit einem schnellen Ruck nach hinten über den Schwanz abziehen.
Auch die Haut lässt sich besser mit einem Handtuch festhalten. Zum Schluss die
Flossen mit einer Schere gegen den Strich abschneiden.
Entschleimen
Junge Aale, die mit Haut zubereitet
werden können, und Aale, die geräuchert werden, müssen entschleimt werden.
Reiben Sie den gesamten Aal mit grobem Salz, am besten Meersalz, ein und lassen
es ca. 3 Minuten einwirken. Danach das Salz und den daranhaftenden Schleim mit
den Händen gründlich abstreifen. Es sollten keine Schleimreste auf der Haut
zurückbleiben. Sie sehen nach dem Räuchern unappetitlich aus. Abschließend den
Aal unter fließendem Wasser abwaschen. Verzichten Sie auf Salmiaklösung, eine
früher verbreitete Methode zum Entschleimen. Die agressive Lösung kann den
Geschmack beeinflussen, vor allem, wenn der Aal irgendwo verletzt ist.
Zubereitung
Aal lässt sich räuchern, im Sud garen,
schmeckt aber auch sehr gut deftig geschmort mit Wein und kräftigen Gewürzen.
Im Mittelmeerraum wird er gern mit Olivenöl und Knoblauch im Tontopf gebacken.
Da sein Fleisch fett ist, lässt er sich sich auch ohne weiteres grillen.
Bei den meisten Zubereitungsarten sollte die Haut zuvor abgezogen werden.
Hinweis: Wir haben die Beiträge nach bestem Wissen
erstellt. Sollten Sie dennoch in unseren Beschreibungen Fehler finden, danken
wir für jeden Hinweis.
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