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Herkunft
Sie gelangte schon sehr früh durch die Araber nach Afrika, die sie "banan"
(Finger) tauften. In die für die Weltproduktion wichtige Region Mittel- und
Südamerika wurde die Banane erst im 15. Jahrhundert durch portugiesische
Seefahrer eingeführt. Und aus welchem Grund ist die Banane krumm: Die Früchte
wachsen an den Stauden zuerst nach unten, um sich nach kurzer Zeit nach außen
und anschließend nach oben, dem Licht entgegen zu drehen. Das ergibt die
charakteristische Krümmung.
Anbausituation
Noch bis vor hundert Jahren wurde die Banane ausschließlich für die Ernährung
und Selbstversorgung der Menschen im "Bananengürtel" angebaut. Das ist die
tropische Klimazone rund um die Erde, wo die Banane am besten gedeiht. Und noch
heute gehen 80 % der produzierten Bananen auf lokale Märkte, wobei die sozialen
und ökologischen Bedingungen in den Verbraucherländern nur leider selten
thematisiert werden. Die größte Teil der Bananen, die nach Deutschland
ausgeführt werden, kommen aus den sogenannten "Bananenrepubliken" Mittel-und
Südamerikas. Angebaut werden sie in den Plantagen großer Fruchtkonzerne und die
Anbaubedingungen bleiben nicht ohne Auswirkungen auf die Umwelt und die
Gesundheit der Plantagenarbeiter. Inzwischen steigen immer mehr Händler ins
faire Bananengeschäft ein und kaufen ökologisch produzierte Bananen ein, die von
Kooperativen angebaut werden.
Sorten
In den Tropen gibt es mehrere hundert verschiedene Bananensorten, von süßen
gelben Zwergbananen über große Kulturbananen bis hin zu grünen Bananen, die
ausschließlich zum Kochen verwendet werden.
Die Obstbanane ist mit Abstand die marktbedeutendste unter den süßen
Bananen. Im unreifen Zustand ist die Schale grün und verfärbt sich nach und nach
in das typische Bananengelb. Das eher weiße, weiche Fruchtfleisch ist mild und
süß, mit einem angenehmen Säureanteil.
Die Apfelbanane ist kleinwüchsig, dünnschalig und nur 8-10 cm lang und
erinnern im Geschmack ein bisschen an Äpfel.
Die Babybanane, die auch als "lady’s finger" bezeichnet wird, ist extra
kleingezüchtet. Sie schmeckt besonders intensiv nach Banane.
Die Rote Banane besitzt eine rötlichbraune Schale und ihr Fruchtfleisch
ist leicht gerötet. Wegen ihrer Farbe ist schwer festzustellen, wie reif sie
ist. Mit dem Verzehr sollte gewartet werden, bis einige schwarze Verfärbungen
auf der Schale zu sehen sind. Sie werden in Südostasien, Afrika und in der
Karibik angebaut.
Die Kochbanane wird , wie ihr Name schon sagt, nicht roh verwendet. Sie
ist beinahe doppelt so groß wie die Obstbanane und wird bis zu 300 g schwer. Sie
ist mehlig und stärkehaltig, schmeckt wie eine Kartoffel und kann wie diese
verwendet werden. Wenn sie reift, wird ihr Fleisch dunkler und süßer.
Gesundheit
Bananen sind nahezu unschlagbar, wenn es um Nährstoffe geht. Sie enthalten eine
geballte Ladung Kalium (wichtig für Muskelaufbau und Flüssigkeitshaushalt des
Körpers). Zuwenig Kalium führt häufig zu Herzbeschwerden, Schwächezuständen,
Müdigkeit oder Überreiztheit. Gerade Menschen, die gerne salzhaltig essen,
sollten für eine ausreichende Kaliumzufuhr sorgen, da sonst das
Natrium-Kalium-Gleichgewicht im Körper aus den Fugen gerät. Stress führt dazu,
dass der Körper vermehrt Magnesium ausscheidet, doch mit einer Banane decken
schon ein Sechstel des Tagesbedarfes. Eine Banane enthält 29 % unseres
Tagesbedarfes an Vitamin B 6 und ist reich an Ballaststoffen.
Bananen sorgen für Wohlbefinden. Grund dafür ist das in ihnen enthaltene
Serotonin, noch mehr aber der Zucker, durch den die Eiweißgrundsubstanz, aus der
Serotonin im Gehirn aufgebaut wird, bevorzugt ins Gehirn gelangt. Fakire,
Wunderheiler und Philosophen nutzten diesen Wirkstoff in der Banane aus. Daher
stammt auch die lateinische Bezeichnung der Banane "musa sapientum" (Die Muse
der Weisen).
Lagerung
Je nach Verbraucherwunsch kann man die Obstbananen grün oder gelb oder mit
schwarzen Punkten einkaufen. Grüne Früchte können sie bei Zimmertemperatur
nachreifen lassen. Hängen Sie Bananen in einem kühlen dunklen Raum auf, wenn sie
langsam reifen sollen. Abgelegte Bananen bekommen leicht Druckstellen. Sollen
die Bananen schnell reifen, geben sie diese über Nacht in eine Papiertüte.
Sollen sie noch schneller reifen, stecken sie einen Apfel hinzu.
Um
Bananen vor dem Überreifen zu bewahren, legt man sie in den Kühlschrank. Die
Schale wird zwar dunkel, aber die Frucht behält ihre Festigkeit und ihr Aroma.
Grüne Bananen dagegen verderben im Kühlschrank. Der Reifeprozess wird durch die
niedrige Temperatur abgebrochen, und danach kann die Banane bei erhöhter
Temperatur ihren natürlichen Reifeprozess nicht fortsetzen; sie verrottet. In
einer Obstschale beschleunigen Bananen den Reifeprozess anderer Früchte. Bananen
müssen atmen können, also nicht in Plastik verpacken, sondern verwenden Sie
immer eine Papiertüte.
Wie kann ich Bananen verwenden?
Bananen schmecken vorzüglich in Obstsalaten, pikanten Salaten, püriert mit
Milch, in oder auf Kuchen und natürlich zu exotischen Reis- und
Geflügelgerichten, wo sie gut mit Curry harmonieren. Auch gebacken oder
frittiert und mit Honig überzogen schmeckt gut. Kochbananen lassen sich nur
schwer schälen. Deshalb die Schale längs in Streifen einschneiden und mit dem
Messer abziehen. Ausgereifte Kochbananen lassen sich mühelos schälen.
Kochbananen können Sie, in Scheiben geschnitten, braten oder frittieren. Aus den
Kochbananen werden in den Erzeugerländern auch Mehl, Bier und auch Bananenchips
hergestellt.
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