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Birne. Kernobst, Scheinfrucht von Pyrus communis L. (Rosaceen).
Die Birne zählt wie der Apfel zum Kernobst, in ihrem Kerngehäuse befinden sich
bis zu 10 Kerne. Birnen gehören
wie Aprikosen, Mandeln und Äpfel zur Familie der Rosengewächse. Sie wächst besonders
gerne in mildwarmem Klima (ausser Tropen). Sie ist wärmeliebend, empfindlich gegen Bluetenfröste und starke Sonnenhitze, in
kühlen Jahren durch vermehrte Bildung von Steinzellen nicht durchweg zart
schmeckend.
Die Herkunft
Die Birne stammt ursprünglich aus Europa und Asien.
Die ersten Kultursorten sollen vor ca. 3000 Jahren auf der griechischen
Peleponnes gewachsen sein. Begeisterte Züchter waren die Römer, sie
unterschieden schon 40 verschiedene Sorten nach ihren speziellen Eigenschaften.
In Mitteleuropa war der Obstbau vor allem Sache der Klöster. Allerdings waren
die Birnen dieser Zeit wohl noch recht hart, denn in den Rezepten wurde
empfohlen, die Birnen zu kochen. Rohe Birnen galten als bedenklich, ja sogar
giftig. Es hieß: "nach einer rohen Birne Wein oder den Priester". Diese Meinung
änderte sich bald wieder und zu richtig kulinarischen Ehren kam die süße Frucht
zur Zeit des französischen Sonnenkönigs Ludwig XIV. Noch heute kann man uralte
Birnenbäume in den königlichen Gärten von Versailles (potager du roi) bestaunen.
Der berühmteste Birnenbaum stand wohl in der
Unterwelt. Dem griechischen Mythos zufolge wurde Tantalos, ein Sohn Zeus, wegen
seiner bösen Taten gegen die Götter und die Menschen in die Unterwelt geschickt.
Dort büßte er seine Untaten vor einem Birnbaum. Wenn er Hunger hatte und die
über ihm hängenden Birnen essen wollte, schnellten die Zweige zurück, sobald er
danach griff.
Bei den Chinesen stand der Birnbaum für Trennung und
Trauer. Etwas positiver wurde er bei den Christen betrachtet. Aufgrund der
wunderbaren weißen Blüten galt er als Sinnbild der Gottesmutter.
Der Spätsommer beschert uns die süssesten Birnen, frisch geerntet.
Inhaltsstoffe: Die Vitamine A, B1, B2 und C sowie die Mineralstoffe Kalium,
Kalzium und Magnesium sind reichlich enthalten. Diese Kombination wirkt
blutdrucksenkend und fettabbauend. Die Mehrzahl der Inhaltsstoffe versteckt sich
übrigens dicht unter der Schale. 100 g Birnen enthalten 60 Kalorien.
Saison:
Von Anfang Juli bis Ende Februar gibt es Birnen aus dem Mittelmeerraum.
Einheimische Ware ist von August bis Anfang Oktober auf dem markt.
Aufbewahrung:
Frische Birnen sind sehr saftig und lassen sich darum schlecht lagern.
Birnenkompott dagegen ist mehrere Monate haltbar.
Einkaufstip:
Birnen dürfen weder zu weich noch zu hart sein, sollten keine Druckstellen oder
braune Flecken haben. Sandkorngrosse Steinzellen sind ein Zeichen von Unreife.
Verwendung:
Birnen sind gedünstet bekömmlicher als roh. Da Birnen kaum Säure enthalten,
vertragen sie sich gut mit intensiven Gewürzen wie Zimt, Nelken, Ingwer, Chili
oder Pfeffer.
Sorten:
Die verschiedenen Birnensorten
sind nach ihren Züchtern wie z.B. Williams Christbirne benannt worden. Und je
nach Eigenschaften wurden sie in bestimmte Sortengruppen unterteilt. Noch heute
spricht man von Butterbirnen bei Birnen mit besonders weichem
saftig-schmelzendem Fruchtfleisch oder langen Flaschenbirnen oder
Muskatellerbirnen mit starkem Muskatgeschmack.
Die bekanntesten Sorten sind:
Allgemein frühe Sorten: Clapps Liebling, Gute Luise, Dr. Jules Guyot (Bild oben
rechts), Williams Christ, Abate Fetel)
Spätere Sorten (ab September): Gellerts Butterbirne, Alexander Luca, Packhams
Triumph, Conference: typische Birnenform, erfrischend, feiner Geschmack, fein
säuerlich, Hauch von Melone.
Mehr über
Birnen - süss und saftig erfahren Sie hier....
Hinweis: Wir haben die Beiträge nach bestem Wissen
erstellt. Sollten Sie dennoch in unseren Beschreibungen Fehler finden, danken
wir für jeden Hinweis.
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