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In aller Welt seit mehr als 1000 Jahren
geschätzt, hat Blumenkohl viele Namen: Karfiol, Käsekohl, Italienischer Kohl,
Blütenkohl, Traubenkohl, Brüsseler Kohl, von seinen asiatischen Bezeichnungen
ganz abgesehen, denn er ist in der asiatischen und arabischer Küche ebenso zu
Hause wie in der europäischen und amerikanischen. Mit seinem dezenten Kohlaroma
schmeckt er in vielen Zubereitungsarten: gekocht, gedünstet, geschmort,
gebraten, fritiert, überbacken.
Pflanze:
Botanisch gesehen ist Blumenkohl ein interessantes Gebilde. Seine Blume
(Rose, Traube) entsteht aus Stauchung und Umformung der Hauptachse des
Blütenstandes zu einer halbkugeligen geschlossenen Masse. Der Kopf ist der noch
nicht voll entwickelte Blütenstand, vorerst ohne Knospenanlagen. In diesem
optimalen Stadium verharrt die Pflanze nur wenige Tage, dann strecken sich die Blütenästchen, treten als kleine Buckel hervor, der Kopf wird grießig und
lockerer, es werden Blütenknospen angelegt, als Ware wird der Kopf minderwertig.
Anbau:
Kultiviert wird Blumenkohl weltweit auf ca. 320 000
Hektar, Indien ist mit ca. 80 000 Hektar der größte Produzent. In Europa stehen
Frankreich, England und Italien an der Spitze. An der Kanalküste und in
italienischen Küstenbereichen, wo ein kräftiger Wind am Morgen den Tau wegbläst,
der Stockflecken auf den Köpfen verursacht, findet vor allem Winterblumenkohl
ideale Lebensbedingungen.
Ernte:
Da die Köpfe nur kurze Zeit ihre ebene Wölbung besitzen, müssen während
der Haupterntezeit täglich die Bestände kontrolliert und reife Exemplare
herausgenommen werden. Sie sollen nicht nur fest und geschlossen, sondern auch
möglichst weiß sein, obwohl sie ursprünglich eher eine Elfenbeinfarbe haben. Um
reines Weiß zu erhalten, knicken die Erzeuger auf dem Feld die inneren
Hüllenblätter über den Kopf oder binden sie oben zusammen. So wird die Blume
gegen Licht und Verfärbung abgeschirmt. Bei neueren Sorten sind die Herzblätter
von Natur aus nach innen gedreht, so dass der Kopf von selbst gedeckt wird und
sich die aufwendige Handarbeit erübrigt. Übrigens bedeutet Verfärbung keinerlei
Qualitätsverlust.
Verkauf:
Hiesige Ware ist von Ende Mai bis Ende Oktober am Markt. 60 Prozent des
deutschen Konsums werden aus Importen gedeckt, so dass dieses Gemüse praktisch
das ganze Jahr über verfügbar ist. Typisch für Blumenkohl sind erhebliche
witterungsbedingte Schwankungen der Erntemengen (weisse Wochen) und der Preise.
Inhalt:
Wie alle Kohlsorten hat Blumenkohl reichlich Vitamine
und Mineralien, aber sehr wenige Kalorien. Gilt auch als leicht verdaulich, ist
deshalb fester Bestandteil der Diät- und Krankenkost.
Hinweis: Wir haben die Beiträge nach bestem Wissen
erstellt. Sollten Sie dennoch in unseren Beschreibungen Fehler finden, danken
wir für jeden Hinweis.
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