Räucherfisch
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Ursprung
Für das Heissräuchern werden die frischen Fische von den Schuppen befreit und vor dem Räuchern für etwa ein bis mehrere Stunden in eine milde Salzlake eingelegt. Danach werden sie im Räucherofen bei 70 bis 90 Grad für maximal 4 Stunden geräuchert (Holzkohleofen oder Gasbrenner). Die Räucherzeit hängt von der Fischart und der Fischgröße ab - jeder Fischhändler hat hierfür auch sein eigenes Rezept. Am Ende des Räucherprozesses wird die Luftzufuhr gedrosselt und der Fisch mit feuchten Spänen bedeckt. So erhält der Fisch die goldgelbe Farbe und das besondere Raucharoma. Haltbar ist der Fisch dann etwa 4-5 Tage. Kaltgeräucherter Fisch ist länger haltbar, im Kühlschrank etwa 2 Wochen. Für die Kalträucherung benötigt man einen speziellen Räucherofen mit Rauchabzug. Darin werden die ausgenommenen und gewürzten Fische hängend bei einer Temperatur von 15 bis 20 Grad je nach Fisch 1 bis 6 Tage geräuchert.
Was man dazu braucht, ist eine Räucherlauge auf Salzbasis mit feinen Gewürzen und Kräutern, worin die Fische mehrere Stunden eingelegt werden. Für den Räuchergeschmack sorgt das Räuchermehl aus Buchenholz. Selber heiß räuchern, kann man auch mit einem Wok-Gerät mit Deckel und Gittereinsatz. Wer das selber räuchern erst einmal ausprobieren möchte, kann dies mit diesem Räucher-Sack. Die Garzeit für 1 kg Fisch beträgt im Backofen, Grill oder Lagerfeuer ca. 30 Minuten.
Eine bekannte Delikatesse ist der Stremellachs, der in Tranchen geschnitten heiß geräuchert wird und als saftiger Leckerbissen zu Kartoffeln und Blattsalaten passt. Bücklinge sind die bekanntesten heiß geräucherten Fische; diese Heringsart wird komplett mit Kopf geräuchert. Der Räucheraal gehört neben den Bücklingen mit zu den bekanntesten Räucherfischen. Der Räucheraal wird ausgenommen und mit Kopf geräuchert. Schillerlocken sind die geräucherten, enthäuteten Bauchseiten des Dornhais. Räuchermakrelen werden aus ganzen, ausgenommenen Fischen mit Kopf hergestellt. Am beliebtesten sind die grätenarmen Filets natur, mit Zwiebel- oder Pfefferauflage. Auch die Räucherforellen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Sie werden aus ausgenommenen ganzen Fischen hergestellt. In zunehmendem Maße kommen inzwischen auch geräucherte Filets in den Handel. Eine regionale Spezialität sind wacholdergeräucherte Forellen. Für andere Gewürz- und Kräutermischungen zum Einreiben der Fische haben viele Räuchereien ihre eigenen "geheimen" Rezepte. Aber auch andere Fische sind beliebt als Räucherfische wie z.B. geräucherter Rotbarsch, Schellfisch oder schwarzer Heilbutt.
Die geräucherte Forelle hat den Vorteil, dass sie einerseits aus unserer Region stammt (ein wichtiger ökologischer Grund) und andererseits viel weniger Fett enthält (3 g). Sie hat damit zwar weniger Kalorien als alle anderen Räucherfische, leistet dafür aber auch keinen großen Beitrag zur Aufnahme der Omega-3-Fettsäuren. Daher die Empfehlung, zwischen den fetteren und den fettärmeren Räucherfischen abzuwechseln.
Räucherlachs und auch die anderen Räucherprodukte kommen auch vermehrt in Vakuumverpackungen in den Handel. Eine Kühllagerung ist auch in diesem Fall auf jeden Fall erforderlich und der Fisch sollte bis zum Verbrauchsdatum verzehrt werden. Um möglichen Lebensmittelinfektionen (z. B. Listeriose durch Listerien) vorzubeugen, wird empfohlen, dass Schwangere, Senioren und Menschen mit geschwächten Abwehrkräften, verpackten Räucherfisch weit vor Ablauf des Verbrauchsdatums verzehren sollten (niedrigere Keimzahl).
Wenn man große Mengen Räucherfisch gekauft
oder selber geräuchert hat, kann der frische Räucherfisch ganz, in Scheiben oder
in Filets geschnitten eingefroren werden. Zwischen die Filets oder Scheiben
sollte man allerdings etwas Folie legen, damit sie sich nach dem Auftauen gut
voneinander lösen. Räucheraal ist ca. 2 Monate in der Tiefkühltruhe haltbar,
geräucherte Forellen ca. 2-4 Monate. |