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Süsskartoffel oder Batate, patates douces
(Ipomoea batatas)
Herkunft - Geschichte
Die Süsskartoffel ist ein Wurzelgemüse, gehört aber zu der botanischen
Familie der Windengewächse (Convolvulaceae).
Süsskartoffeln stammen vermutlich aus Mittel- und Südamerika und hier vorwiegend
aus Peru. Heute werden sie in fast allen wärmeren Ländern der Tropen, Subtropen
und gemässigten Zonen angebaut. Der
weltweit grösste Bataten-Produzent ist China mit 100 Mio. t jährlich - etwa ein
Drittel der Weltproduktion.
Pflanzenbeschreibung
Batate sind ausdauernde Pflanzen. Der
oberirdische Teil der Pflanze wächst am Boden buschig dahin kriechend. Der
unterirdische Teil der Pflanze bildet spindelförmige, fleischige Wurzelstöcke,
die sich kartoffelartig verdicken. Süsskartoffeln besitzen aber keine botanische
Verwandtschaft zu den Kartoffeln auch nicht zu der knollenbildenden Topinambur.
Die Knollen der Süsskartoffel sind in
verschiedenen Formen auf dem Markt erhältlich: Länglich, rundlich, walzen- oder
spindelförmig. Die Knolle enden meist spitz zulaufend. Bis zu 30
Zentimeter lang können die Knollen werden und bringen im Mittel ein Gewicht von
etwa 1 Kilogramm, manchmal auch bis zu 3 Kilogramm auf die Waage. Die Schale variieren von purpurrot über bräunlich oder gelblich bis weisslich. Das
Fruchtfleisch ist leicht mehlig und variiert ebenfalls in der Farbe
zwischen rot, bräunlich, gelblich und weisslich-hell.
Inhaltsstoffe
Die Batate enthält viel Zucker, der ihr den
süssen Geschmack verleiht. Daneben speichert sie vor allem Stärke. Zucker und
Stärkegehalt schwanken je nach klimatischen Verhältnissen und Anbaustandort
erheblich. So ist der Zuckergehalt von Bataten aus tropischen Anbauländern höher als ihr Stärkeanteil.
Einkauf und Lagerung
Die Süsskartoffel wird ganzjährig angebaut.
Die in Deutschland auf dem Markt angebotenen Bataten werden hauptsächlich von
Frühsommer bis Herbstanfang aus Brasilien und seit einiger Zeit auch aus Israel importiert.
Wegen ihrem hohen Wassergehalt ist die Batate nur begrenzt lagerfähig. Man
lagert sie wie Kartoffeln, in kühlen, trockenen und dunklen Kellerräumen. Die
Temperatur sollte nicht unter 5°C betragen. Beim Einkauf sollten Sie darauf
achten, dass die Süsskartoffeln gleichmässig geformt sind. Feuchte, weiche
Stellen oder Keimansätze verraten welke Knollen. Kleine bis mittelgrosse Knollen
sind in der Regel zart, dicke eher faserig.
Verwendung
Die Batate ist für die Bevölkerung in den
ursprünglichen Anbauländern ein vielfältiges Grundnahrungsmittel. Sie nimmt dort
den Stellenwert unserer Kartoffel ein. Sie hat auch in etwa die
Kocheigenschaften einer Kartoffel. Als Kohlenhydratspender hat sie in einigen
scharf, würzigen Gemüsecurrys einen festen Platz. Gekocht oder geröstet werden
sie mit würzigen Saucen serviert oder zu einer Art Brot gebacken. Die jungen,
aus den Knollen wachsenden Sprossen sowie die Blätter werden als Gemüse
gegessen. In einigen Gebieten werden die Blätter und Sprossen auch schlicht als
Viehfutter verwendet. Üblicherweise werden Bataten geschält, mit einer Gabel
ringsherum eingestochen, mit Öl eingerieben, in Folie gewickelt und im Ofen
gegart.
Eine echte Delikatesse ist ein, aus den
"Ofen-Bataten" und Rahm (Sahne)
zubereitetes Püree. Die Süsskartoffeln werden kurz abgeschüttet, ausgedämpft und
anschliessend passiert. Mit Butter und heisser Milch glatt gerührt und mit Salz
und Muskat abgeschmeckt.
Frites de patates douces sind eine Spezialität aus
Frankreich.
Bataten sind auch Grundlage zur Herstellung von Mehl
und Stärkemitteln, sie enthalten 24-26% Stärke. Weitere Verwendung finden die
Süsskartoffeln als Stärkesirup und alkoholische Produkte, wie Spiritus,
Branntwein.
100 g frische Batate enthalten ca. 110 kcal
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