Das Bronce-Portal

 

Die Bronce-Türe am Südportal des Grossmünsters in Zürich: Das Leben Zwinglis von OTTO MÜNCH

 

 

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Erklärung der Felder

1. Der 14. jährige Huldrych Zwingli. im Dominikaner - Kloster in Bern musizierend.
2.     Zwingli predigt den Schweizer Söldnern beim Kaufhaus    zu Monza vor der Schlacht bei Maringnano, 1515.
3. Zwingli predigt im Grossmünster seit Neujahr 1519
4. Das Kloster Ittingen bei Frauenfeld wird im Juli 1524 gestürmt und angezündet.
5. Der Untervogt von Stammheim , Hans Wirth, wird am 28, September 1524 in Baden wegen seines evangelischen Glaubens enthauptet.
6. Das erste Abendmahl im Grossmünster nach Abschaffung der Messe, Ostern 1525.
7. Während der Badener Disputation, 1526, besorgt Thomas Platter, als Hühnerhändler getarnt, die heimliche Vermittlung der Korrespondenz zwischen dem an der Teilnahme verhinderten Zwingli und Oekolampad, dem Wortführer der Evangelischen am Religionsgespräch.
8.  Zwingli im Familienkreis.  In der Mitte der Reformator; links seine Frau Anna geb.  Reinhart. mit dem zweitjüngsten Kind Huldrych auf dem Arm; rechts Regula und Wilhelm, dann Zwinglis Stiefsohn Gerold Meyer von Knonau; links im Vordergrund eine der beiden Stieftöchter, sich über das in der Wiege liegende Anneli Zwingli beugend.
9. Arbeit an der Bibelübersetzung.  Von links nach rechts-.  Leo Jud (Pfarrer am St. Peter), der Sprachgelehrte Bibiliander und Zwingli.
10. Ulrich von Hutten auf der Ufenau, wo ihm Zwingli eine letzte Zuflucht bereitet hatte.
11. Der "Mushafen", eine erste soziale Fürsorge der Reformation.  Den Armen wird Suppe und Brot gereicht.
12. Zwingli reitet an der Seite des Bürgermeisters Röist, begleitet von 200 Gewappneten, zur Disputation nach Bern.
13. Die Kappeler Milchsuppe, Juni 1529.
14.   Luther und Zwingli disputieren in Marburg über das Abendmahl, Oktober 1529.  Von links nach rechts: Melanchthon, Luther, Landgraf Philipp von Hessen, Zwingli, Oekolampad.
15.   Ein Anhänger Zwinglis, Jakob Kaiser, Pfarrer in Schwerzenbach, wird am 29.  Mai 1529 zu Schwyz verbrannt.
16.  Zwinglis Tod auf dem Schlachtfeld bei Kappel, 1 1. Oktober 1531.
17.   Heinrich Bullinger, der Amtsnachfolger Zwinglis (links) und Leo Jud vor dem Zürcher Rat, sich für die Weiterführung der zwinglischen Reformation zur Wehr setzend.
18. Bullinger empfängt am 12.  Mai 1555 die um die ihres reformierten Glaubens willen aus der Heimat vertriebenen Locarner an der Schiffslände zu Zürich
I. Staatswappen von Zürich.
II. Siegel des Zürcherischen Kirchenrates.
III. Siegel der Stadt Zürich, die drei Stadtheiligen Felix, Regula und Exuperantius.
IV. Siegel der Probstei Grossmünster, Karl der Grosse.
V. Väter der reformierten Kirchen der Schweiz: Johannes Comander in Chur; Berchtold Haller in Bern- Ambrosius Blarer in Konstanz.
VI. Väter der reformierten Kirchen der Schweiz: Huldrych Zwingli in Zürich; Joachim Vadian in St. Gallen; Johannes Oekolampad in Basel.
   

 

  

 

  

 

 

 

Die Geschichte der Bronce-Türe am Grossmünsters Süd-Portal 

Das Grossmünster wurde zur Mutterkirche der deutschschweizerischen, z.T. auch der süddeutschen und elsässischen Reformation.

Kaiser, Könige und Prälaten ehren das "grosse" Münster mit Besuchen. Neben dem Konstanzer Münster war es die wichtigste Kirche des ganzen, weitläufigen Bistums.

Vierhundert Jahre lang hat keine Inschrift, kein Bild, kein Symbol an diesem ehrwürdigen Münster die Besucher und Betrachter an diese Tatsachen, an Zwingli und Bullinger, erinnert. 

Während der grossen Aussenrenovation des Grossmünsters (1931-1941) wurde dann diesem Mangel abgeholfen. Am Neujahr 1939, dem 455. Geburtstag Zwinglis, konnte die eherne Zwinglitüre eingeweiht werden.

Geschaffen wurde dieses Werk durch den in Zürich lebenden Bildhauer Otto Münch (1885-1965).

Heute besitzt Zürich zwei grossartige, ausdrucksstarke Broncepforten, die sich den berühmten Türen Italiens an die Seite stellen dürfen.

In 24 Bilderquadraten - die 4 Eckquadrate zeigen die Stadtheiligen, Karl den Grossen und die Wappen der Stadt und der Zürcher Kirche - ist aus dem reichen Stoff eine straffe Auswahl getroffen worden.

Man liest die Bilderfolge von links unten nach rechts oben. Und je beschaulicher man sie liest, umso stärker wird ihre Ausdruckskraft.