|
Das größte Weingut in Chile wurde vom adeligen Don
Melchor Concha y Toro (1833-1892) im Jahre 1883 gegründet. Der älteste von drei
Brüdern hatte im Jahre 1857 als Rechtsanwalt graduiert und 1864 eine politische
Laufbahn begonnen. Der Beginn erfolgte mit den aus dem Bordeaux importierten
Sorten Cabernet-Sauvignon, Sauvignon Blanc, Sémillon und Merlot. Im Jahre 1923
ging das Familien-Unternehmen als erstes chilenisches Weingut an die Börse in
Santiago (und 1994 auch an jene von New York). Erstmals wurden Weine im Jahre
1933 nach Europa exportiert. Die Zentrale liegt bei Pirque in der Nähe von
Santiago. Der ausgedehnte Besitz umfasst 2.000 Hektar Rebflächen und Kellereien
über ganz Chile verstreut wie zum Beispiel in Casablanca (vom Weinmacher Pablo
Morandé aufgebaut), Maipo, Maule und Rapel. Die Verantwortlichen sind Ignacio
Recabarren für Weißweine und Enrique Tirado für Rotweine. Das Spitzenprodukt ist
der nach dem Gründer benannte Rotwein im Bordeaux-Stil Don Melchor. Weiters gibt
es eine Vielzahl von Serien unter den Marken-Namen Amelia (Chardonnay),
Casillera del Diablo (Keller des Teufels - Cabernet Sauvignon, Merlot,
Chardonnay, Sauvignon Blanc), Cono Sur (aus der Kellerei Tocornal), Frontera (Cabernet
Sauvignon/Merlot, Chardonnay, Merlot, Sauvignon Blanc, Shiraz, Cabernet
Sauvignon/Carmenère), Late Harvest (Sauvignon Blanc), Marques de Casa Concha (Cabernet
Sauvignon, Merlot, Chardonnay), Sun Rise (Cabernet Sauvignon, Merlot, Pinot
Noir, Chardonnay), Terrunyo (Cabernet Sauvignon, Carmenère, Chardonnay,
Sauvignon Blanc), Trio (Chardonnay, Merlot, Cabernet Sauvignon) und Xplorador (Cabernet
Sauvignon, Chardonnay, Merlot, Malbec). Im Schwestern-Weingut Santa Emiliana mit
1.400 Hektar Rebfläche werden die Marken Andes Peak, Palmeras Estate und Walnut
Crest produziert. In einem Joint Venture mit Château Mouton-Rothschild wird der
Rotwein Almaviva im Bordeaux-Stil vermarktet. Alleine nach Großbritannien werden
jährlich 3,5 Millionen Flaschen exportiert.
 
|