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Bundesrepublik Deutschland. Hauptstadt: Berlin. 356'970 km2 Fläche. Bevölkerung: ca. 84 Mio Einwohner. Deutschland besteht aus drei größeren geographischen Regionen: der Norddeutschen Tiefebene, einer Mittelgebirgsregion in den zentralen und südlichen Landesteilen und einer Gebirgsregion im Süden. Es hat ein gemäßigtes Klima in der Westwindzone mit einer durchschnittlichen Jahrestemperatur von 9 °C. Im Januar schwankt die mittlere Temperatur je nach Lage zwischen -6 und 1 °C und im Juli zwischen 16 und 20 °C. Im nördlichen Flachland herrscht ein ozeanisches und damit milderes Klima als in den mittleren und südlichen Regionen.
Weinbau in Deutschland Die deutsche Rebsortenvielfalt ist beeindruckend. Die Regflächenstatistik des Statistischen Bundesamtes weist rund 140 Rebsorten aus, davon sind etwa 35 Sorten für die Rotweinbereitung und über 100 für die Weissweinbereitung geeignet. Marktbedeutung besitzen allerdings nur etwa zwei Dutzend Rebsorten, allen voran die Weissweinrebsorten Riesling und Müller-Thurgau (Rivaner). Diese beiden Rebsorten sind in allen 13 deutschen Anbaugebieten präsent und belegen mit der an dritter Stelle stehenden Rotweinrebsorte Spätburgunder bereits die Hälfte der deutschen Anbaufläche. Im Zuge der wachsenden Nachfrage für deutsche Rotweine verlegten viele Winzer ihre Anbaupräferenzen von nachfrageschwachen Weissweinrebsorten auf Rotweinsorten. Rebschulen vermelden jetzt allerdings wieder etwas Zurückhaltung beim Rotwein. Der Markt dürfte sich jetzt stabilisieren.
Aus der Weingeschichte Deutschlands
Bereits um 400 v.Chr. wurde im heutigen Deutschland
importierter Wein getrunken, was eine in einem keltischen Grab gefundene
griechische Weinflasche aus Ton beweist. Die ältesten Weinberge befanden sich an den Ufern von
Rhein, Neckar und Mosel. Durch die Unterwerfung von Gallien durch
Julius Cäsar (100-44 v. Chr.) gelangte der römische Weinbau vom Rhônetal bis an
den Rhein. Kaiser Probus (232-282) trug durch fördernde Maßnahmen für die
weitere Ausdehnung bei. Im 5. Jahrhundert erliess Chlodwig (466-511) das so genannte "Salische Gesetz",
das den Diebstahl eines Rebstocks unter Strafe stellte. Im 6. und 7. Jahrhundert
verbreitete sich der Weinbau nach Süd- und Norddeutschland. König Dagobert I.
(610-639) ist urkundlich als Schenker von Weingärten an Kirchen festgehalten und
der Weinbau
in der Pfalz ist durch eine Urkunde König Siegberts III. aus dem Jahre 653
belegt. Im 8. Jahrhundert werden dort bereits über hundert Weinbau-Orte gezählt.
Die Weinbaugebiete Deutschlands
Die bestockten Rebflächen in den 13 Anbaugebieten mit Stand 2001 sind:
Wichtige
Begriffe:
Die deutschen Weine Die
deutsche Weinszene ist reich an hervorragenden Rotweinen. Die besondere Stärke
liegt aber nach wie vor auf dem Gebiet der Weissweinerzeugung. Der deutsche
Riesling, ob als filigraner Kabinettwein, fruchtbetonte Spätlese oder als
besonders lagerfähiger Botrytiswein, geniesst Weltruf. Der saftige
Müller-Thurgau (Rivaner) sorgt für unkomplizierte und preisgünstige Weissweine.
Die terroirgeprägten Weine des Silvaner können als Bindeglied zu den hellen
Burgunderarten Weissburgunder und Grauburgunder (Ruländer) gesehen werden. Die
ersten sieben der Rebsorten-Hitparade Deutschlands bedecken gemeinsam schon über
70% der Gesamtrebfläche: Riesling mit ca 21%, Müller-Thurgau mit ca 18 %,
Spätburgunder mit ca 9,5 %, Silvaner mit ca 6,2 %, Kerner mit ca 5,8 %,
Dornfelder mit ca 5,3 % und Portugieser mit ca 4,9 %. Hier geht
es zum Weinführer Deutschland,
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