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EMILIA ROMAGNA

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Emilia - Romagna, Fläche 22'123 km2, Einwohner ca. 4,1 Mio

 

Die Emilia-Romagna ist eine der produktivsten Regionen Italiens, mit Bologna als Hauptstadt und auf der ganzen Welt berühmt dank der Motorenproduktion (Ferrari, Maserati, Lamborghini, Ducati,...). In

Schumacher, Rennfahrer bei Ferrari

Ferrari-Pilot Schumacher

Maranello, das etwa 15 km ausserhalb von Modena liegt, kann man in der Ferrari-"Hall of Fame" die Geschichte der Motorenwerke verfolgen und auch einen original Michael Schumacher - Flitzer bewundern.

 

Emilia-Romagna ist aber auch die Region des Parmesans, des Balsamico Essigs, des Parmaschinkens und einiger guter Weine. Im Mai bieten Keltereien und Weinbaubetriebe Proben der Weine an und der Herbst eröffnet die Saison besonderer Gaumenfreuden: Bei vielen lokalen Festen und Veranstaltungen wird die Kastanien- und Trüffelernte gefeiert.

 

 

Parma: Musik, Schinken und Käse

 

Alstadt von Parma

Alststadt von Parma

Am Nordfuss des Apennin liegt die knapp 170.000 Einwohner grosse Provinzhauptstadt und Bischofsstadt Parma (Bild links). Die einstige etruskische Siedlung wurde 183 v.Chr. römische Kolonie. Ihre 1065 gegründete Universität ist eine der ältesten Europas. Parma ist städtebaulich ein Juwel. Es verdankt seinen äusseren Glanz einem der einflussreichsten Geschlechter Oberitaliens, die ihre Macht durch kunstsinniges Mäzenatentum demonstrierte - den Farnese. Diese erbauten beispielsweise den prächtigen Palazzo della Pilotta und ein hölzernes Theater, das Teotro Farnese im Jahr 1618 (Bild rechts). Es wurde aus Tannenholz im Obergeschoss des Palazzo eingebaut und bietet bis zu 4.000 Zuschauern Platz.

 

Parma ist auch eine heimliche Hauptstadt der Musik. Giuseppe Verdi wurde in einem Dorf bei Parma geboren und lebte viele Jahre in der Umgebung der Stadt. Toscanini und Paganini lebten und arbeiteten ebenfalls dort.

 

Teatro Farnese

Dank der Produktion von Lebensmitteln - insbesondere durch den Parmaschinken und Parmesankäse - ist es eine reiche Stadt geworden. Nur einer ist übrigens der echte Parmesan: der Parmigiano-Reggiano. Längst hat er Weltkarriere gemacht. Goldblond muss die Rinde sein, körnig bis brüchig die Struktur; salzig, süss und pikant der Geschmack, buttrig bis nussig das Aroma und flüchtig der Duft, der sich schon kurz nach dem Reiben in der Luft zerstreut. Wenn all diese Kriterien zutreffen, kann es sich nur um echten "Parmigiano" handeln, den Käsestar aus Italien, der als einziger eine Jahrgangsbezeichnung wie ein edler Wein erhält.  Ob gerieben, geraspelt, gehobelt oder gebrochen, der Parmesan ist ein Allroundtalent und aus der "Cucina italiana" nicht mehr wegzudenken. Geraspelt in der Minestrone, gehobelt auf Rucolasalat oder Carpaccio, gerieben über Pasta, und gebrochen als Appetizer oder zum Dessert ein purer Genuss.

 

Parmigiano-Reggiano wird nur in den Monaten von April bis November aus Rohmilch von Kühen hergestellt, die ausschließlich mit Gras und Heu gefüttert werden. Er reift dann ein bis drei Jahre, wobei er immer wieder mit Salzwasser eingerieben wird. Den Tafelkäse - das ist der "nuovo", der Junge - erhält man nach einem Jahr Reifung, den Koch- und Reibekäse nach zwei Jahren, und den wertvollsten, den "stravecchio", den sehr alten Käse, nach drei Jahren Reifezeit.

 

 

Die Weinregion Emilia - Romagna

 

Die italienische Region Emilia-Romagna umfasst 58.237 Hektar Rebfläche. Sie erstreckt sich von der Adria mit ihren bekannten Badeorten Rimini, Catolica und dem Kleinstaat San Marino im Osten mit dem Bereich Romagna bis in den im Binnenland liegenden Bereich Emilia im Westen. Im Norden bildet der Po die Grenze zur Region

Lage der Region Emilia Romagna

Das Gebiet Emilia-Romagna

Lombardei, im Süden bilden die Apenninen die knapp 300 Kilometer lange Grenze zu den Regionen Ligurien und Toskana.

Die mittelitalienische Weinregion steht nicht im besten Ruf. Lange Zeit galt sie als Synonym für Lambrusco, allzu oft eine rotschäumende, klebrige Katastrophe von einem Wein, mit dem 1980 noch jede zweite Italo-Flasche gefüllt war, die in den USA geöffnet wurde. Seit einigen Jahren aber tut sich etwas in der Region, und dank innovativer Persönlichkeiten gewinnt auch der Qualitätsweinbau wieder an Bedeutung.

 

Die Emilia und die Romagna haben gerade soviel Gemeinsamkeit, dass ein Bindestrich sie vereinen kann. Ihre Bewohner sind stolz auf ihre jeweilige Andersartigkeit. Der Name des Bereiches Emilia leitet sich von der Via Aemilia ab, die im Jahre 187 v. Chr. von den Römern angelegt wurde, um die beiden Städte Piacenza und Rimini zu verbinden. Die Romagna erhielt ihren Namen von den Römern nach ihrer langen Herrschaft. Im ersten Jahrhundert vor Christus galt ein romagnolischer Wein, der "Cesenate", als der Gipfel der zeitgenössischen Weinbaukunst.

 

Die Romagna im Herzen Italiens zählt heute neben der Toskana und den Marken zu den weltbesten Anbauzonen für die faszinierende Sangiovese-Traube. Sie entwickelt hier, zumindest bei den Premium-Qualitäten, eine ganz und gar eigenständige Charakteristik: Weniger vordergründigen Schmelz und Lieblichkeit, dafür mehr straffe Tannine und hintergründige, vielschichtige Würze. Aber es scheint, dass die weisse Albana-Traube mit ihrem rasanten Aufstieg zur DOCG Albana-Romagna der Sangiovese etwas die Schau gestohlen hat. Tatsächlich erzählt man sich, dass im Jahre 435 n.Chr. eine wunderschöne Frau mit blonden Haaren, Galla Placidia, Tochter des Kaisers Theodosius, eines Morgens auf einer weissen Stute bei ersten Häusern eines Dorfes anlangte. Geblendet von so viel Schönheit boten ihr die gastfreundlichen Dorfbewohner den süssen und kräftigen Wein des Ortes in einem rohen Tonkrug an: den ALBANA. Sie war so entzückt von der Qualität dieses Nektars, der ihr sanft in die Adern drang und sie glücklich machte, dass sie ausrief :"Nicht aus so dürftiger Form, sondern aus Gold sollte man dich trinken" (ital.: = BERTI IN ORO). Die Legende berichtet, dass von da an das Dörfchen, in dem die Herrscherin ihren Durst gestillt hatte, sich Bertinoro nannte (siehe auch unten bei Pagadebit di Romagna).

 

Die Emilia ist vor allem durch die hauptsächlich perlenden Rot- und Rosé-Weine aus verschiedenen Varietäten der Lambrusco bekannt, die grossteils als süffige und jung zu trinkende Massenprodukte erzeugt werden. Doch vieles hat sich in den vergangenen Jahren geändert. Auf den Markt drängt vermehrt trockener Spitzen-Lambrusco, der eine Marktnische bildet, in der auch anspruchsvolle Weinfreunde preiswertes Trinkvergnügen finden. Im Grunde ist Lambrusco das rote Pendant zum Prosecco. Ein unkomplizierter, heiterer und origineller Perlwein mit frischem, trockenen Geschmack und gekeltert aus einer Traubensorte, die ihm den Namen verleiht. Er passt wunderbar zur geschmacks-intensiven Sommerküche, er begleitet perfekt Antipasti, Pasta- und vor allem Grillgerichte. Er ist der sommerliche Treibstoff für Lebensfreude! Zu empfehlen sind z.B. der Lambrusco di Sorbara, der Salamino aus Carpi und der Grasparossa aus der Provinz Modena.

 

Enoteca Regionale

Die alte Weinstube "Enoteca Regionale Emilia Romagna" in dem mittelalterlichen Dorf Dozza fördert seit 1978 die Weine der Region in Italien und im Ausland: In den Gewölben der Dozza-Festung aus dem 13. Jahrhundert sind etwa 600 emilianisch-romagnolische Weine dauerhaft ausgestellt und können verkostet werden.

Zwei Drittel der Rebflächen liegen im grossen Schwemmland-Gebiet der Po-Ebene, die besten Anbaugebiete befinden sich im hügeligen Gebiet an der Südgrenze am Fusse der Apenninen. Die häufigsten weissen Sorten sind die Trebbiano-Varietäten Romagnolo und Toscano, Malvasia di Candia, Moscato Bianco, Ortrugo und Sauvignon Blanc. Die häufigsten roten sind Sangiovese di Romagna, Barbera, Bonarda und Lambrusco. Chardonnay, Pinot Noir und Sauvignon Blanc werden vermehrt angebaut. Es gibt aber auch noch viele autochthone Sorten. Der erste in Italien als DOCG klassifizierte Weisswein war der Albana di Romagna aus der gleichnamigen Rebsorte.

 

Die DOC-Weine machen nur knapp 15% aus, die einzelnen Zonen sind:

Albana di Romagna (DOCG): DOCG für Weisswein. Die Zone umfasst 2175 ha Rebfläche in 22 Gemeinden in den Ausläufern der Apenninen der Provinzen Bologna (7), Ravenna (5) und Forlì-Cesena (10). Der strohgelbe bis goldgelbe Wein wird zu 100% sortenrein aus verschiedenen Klonen der Rebsorte Albana in den Versionen Secco (trocken - 11,5% vol), Amabile (lieblich – 12% vol) und Dolce (süß – 12% vol), sowie aus getrockneten bzw. rosinierten Trauben auch als Passito (lieblich bis süss – 15,5% vol) gekeltert. Spitzenproduzenten sind Fattoria Paradiso und Fattoria Zerbina. Für Spumantes gibt es eine als DOC klassifizierte Zone. Hier einige der Produzenten: AZIENDA AGRICOLA CONTI LEONE, AZIENDA AGRICOLA MARABINI DOTT. GIUSEPPE, AZIENDA AGRICOLA TRERE', BRASCHI AZIENDA VITIVINICOLA, CA.VI.RO. Soc. Coop. a r.l., CASA VINICOLA POLETTI & FIGLI, CE.VI.CO., CELLI S.p.A. VINI PREGIATI, CENTRALE S.r.l., CESARI "GRANDI VINI DI ROMAGNA" S.r.l., CESARI UMBERTO S.r.l.

Adresse der DOCG: Ente Tutela Vini Romagnoli, 2, corso Garibaldi, 48018 Faenza RA - Tel. (0546) 28455
 


Bosco Eliceo: DOC für Rot- und Weissweine. Die Zone umfasst sechs Gemeinden in der Provinz Ferrara und zwei in der Provinz Ravenna. Die reinsortigen Typen Fortana, Merlot und Sauvignon werden aus zumindest 85% der jeweiligen Sorte gekeltert, der Rest müssen zugelassene Sorten der gleichen Farbe sein. Der Bianco wird aus Trebbiano Romagnolo, Sauvignon und Malvasia Bianca di Candia mit maximal 5% anderen zugelassenen weissen Sorten verschnitten.


Cagnina di Romagna:  DOC für lieblich bis süssen Rotwein. Die Zone umfasst 16 Gemeinden in der Provinz Forlì-Cesena und fünf in der Provinz Ravenna. Der violettfarbene Wein wird aus der Cagnina-Traube = hier Terrano oder auch Refosco genannt (85-100%) und eventuell anderen zugelassenen roten Sorten (bis 15%) gekeltert.


Colli Bolognesi: DOC für eine breite Palette von Rot- und Weissweinen. Die Zone umfasst 13 Gemeinden in der Provinz Bologna und die Gemeinde Savignano sul Panaro in der Provinz Modena. Die reinsortigen Weine müssen zumindest 85% der jeweiligen Sorte enthalten, der Rest müssen zugelassene Sorten der gleichen Farbe sein. Dies sind Barbera, Cabernet Sauvignon, Chardonnay, Merlot, Pignoletto, Pinot Bianco, Riesling Italico und Sauvignon. Der Bianco wird aus Albana (60-80%) und Trebbiano Romagnolo (20-40%) produziert. In Teilbereichen der DOC werden in jeweils wenigen Gemeinden mit den am Flaschen-Etikett angeführten Zusatz-Bezeichnungen Colline di Oliveto, Colline di Riosto, Colline Marconiane, Monte San Pietro, Serravalle und Terre di Montebudello sortenreine Weine aus meist denselben Rebsorten wie oben angeführt produziert. Es gibt auch einen als eigene DOC klassifizierten Classico-Bereich.


Colli Bolognesi Classico Pignatello: DOC für Weisswein. Sie liegt innerhalb der DOC Colli Bolognesi und umfasst die Gemeinden Bazzano, Casalecchio di Reno, Castello di Serravalle, Crespellano, Monte San Pietro, Monteveglio, Sasso Marconi und Zola Predosa in der Provinz Bologna, sowie die Gemeinde Savignano sul Panaro in der Provinz Modena. Der Wein wird aus Pignoletto (85-100%), sowie eventuell in beliebiger Verwendung von Pinot Bianco, Riesling Italico und Trebbiano Romagnolo (bis 15%) verschnitten. Die Zusatzbezeichnungen Asciutto oder Secco sind Weinen vorbehalten, die weniger als vier Gramm per Liter Restzucker aufweisen.


Colli di Faenza: DOC für trockene Rot- und Weissweine. Sie umfasst die Gemeinden Brisighella, Casola Valsenio, Castel Bolognese, Faenza und Riolo Terme in der Provinz Ravenna, sowie die Gemeinden Modigliana und Tredozio in der Provinz Forlì-Cesena. Die reinsortigen Typen Pinot Bianco, Sangiovese (auch als Riserva) und Trebbiano werden zu 100% reinsortig erzeugt. Der Bianco wird aus Chardonnay (40-60%), sowie in beliebiger Mischung von Pignoletto, Pinot Bianco, Sauvignon und Trebbiano Romagnolo (60-40%) verschnitten. Der Rosso (auch als Riserva) wird aus Cabernet Sauvignon (40-60%), sowie in beliebiger Mischung von Ancellotta, Ciliegiolo, Merlot und Sangiovese (60-40%) produziert.


Colli di Imola: DOC für eine breite Palette von Rot- und Weissweinen. Sie umfasst die Gemeinden Borgo Tossignano, Casalfiumanese, Castel San Pietro Terme, Dozza, Imola und Ozzano dell´Emilia in der Provinz Bologna.


Colli di Parma: DOC für Rot- und Weissweine. Sie umfasst die Gemeinden Calestano, Collecchio, Felino, Fidenza, Fornovo di Taro, Langhirano, Lesignano de´Bagni, Medesano, Noceto, Sala Baganza, Salsomaggiore Terme, Terenzo, Traversatolo und Varano de´Melegari im Hügelgebiet der Provinz Parma.


Colli di Rimini: DOC für Rot- und Weissweine. Die Zone umfasst neben Rimini weitere 18 Gemeinden in der Provinz Rimini. Der trockene Bianco wird aus Trebbiano Romagnolo (50-70%), Biancame und/oder Mostosa (30-50%), sowie anderen zugelassenen weissen Sorten (bis 20%) verschnitten. Der trockene Rosso wird aus Sangiovese (60-75%), Cabernet Sauvignon (15-25%), sowie in beliebiger Mischung von Ancellotta, Barbera, Ciliegiolo, Merlot und Montepulciano (bis 25%) produziert.Die reinsortigen Typen Biancame ( eine Trebbiano-Varietät), Cabernet Sauvignon (auch als Riserva) und Rebola (in Secco, Amabile und Dolce oder auch als Passito) müssen 85% der jeweiligen Sorte enthalten, der Rest sind zugelassene Sorten der gleichen Farbe.


Colli di Scandiano e di Canossa: DOC für Rot-, Rosé- und Weissweine. Sie umfasst die Städte Scandiano, Canossa und 12 Gemeinden in der Provinz Reggio Emilia. Der Bianco wird aus Spergola = Sauvignon (85-100%), in beliebiger Mischung Malvasia di Candia, Trebbiano Romagnolo, Pinot Bianco und Pinot Grigio (bis 15%), sowie Malvasia di Candia Aromatica (bis 5%) verschnitten. Weine aus der ältesten Produktionszone nennen sich Bianco Classico. Die Weine werden in Secco, Abboccato, Amabile und Dolce ausgebaut und als Frizzante, Spumante oder als Passito erzeugt. Die reinsortigen Weine werden aus zumindest 85% der Sorte Cabernet Sauvignon, Chardonnay, Lambrusco Grasparossa, Lambrusco Montericco Rosato, Lambrusco Montericco Rosso,  Malbo Gentile, Malvasia (aus Malvasia di Candia Aromatica), Marzemino oder Sauvignon gekeltert. Ein Rest müssen zugelassene Sorten der gleichen Farbe sein. Der Pinot wird ausschliesslich aus Pinot Bianco und/oder Pinot Nero weiss gekeltert.

Colli Piacentini: DOC mit knapp hundert verschiedenen Rot-, Rosé- und Weisswein-Typen. Sie umfasst vier Sub-Zonen in der Provinz Piacenza: Gutturnio (mit Gutturnio Classico) mit neun, Monterosso Val d´Arda mit sechs, Trebbianino Val Trebbia mit fünf und Valnure mit drei Gemeinden. Die Namen der Unterzonen scheinen auf dem Etikett auf. Die Weine werden in Secco, Amabile, Abboccato und Dolce ausgebaut, sowie auch als Frizzante und Spumante erzeugt. Die reinsortigen Weine müssen zumindest 85% der Rebsorte Barbera, Bonarda, Cabernet Sauvignon, Malvasia (auch als Passito), Ortrugo, Pinot Grigio, Pinot Nero und Sauvignon enthalten, die restlichen 15% sind andere zugelassene Sorten der gleichen Farbe. Der rote Gutturnio oder Gutturnio Classico (beide auch als Superiore und Riserva) wird aus Barbera (55-70%) und Bonarda = Croatina (bis 45%) gekeltert. Der rote Novello wird aus Pinot Nero und/oder Bonarda (60-100%), sowie anderen zugelassenen roten Sorten verschnitten. Der weisse Monterosso Val d´Arda wird aus Ortrugo und Trebbiano Romagnolo (20-50%), Malvasia di Candia Atromatica und Moscato Bianco (20-50%), sowie Beverdino, Sauvignon und anderen zugelassenen weissen Sorten (bis 30%) erzeugt. Der weisse Trebbianino Val Trebbia wird aus Ortrugo (30-65%), Trebbiano Romagnolo und Sauvignon (15-30%), Malvasia di Candia Aromatica und Moscato Bianco (10-20%), sowie anderen zugelassenen weissen Sorten (bis 15%) produziert. Der weisse Valnure wird aus Ortrugo und Trebbiano Romagnolo (20-65%), Malvasia di Candia Aromatica (20-50%), sowie anderen weissen Sorten (bis 15%) erzeugt. Der Pinot Spumante  wird aus Pinot Nero (85-100%) und Chardonnay (bis 15%) weiss und als Rosato produziert. Beim weissen Vin Santo di Vigoleno müssen es zumindest 80% der Sorten Marsanne, Beverdino, Ortrugo, Sauvignon und Trebbiano Romagnolo (60-100%) in beliebiger Mischung sein.

Lambrusco di Sorbara: DOC für perlenden Rot- und Roséwein (Frizzante). Sie umfasst die Gemeinden Bastiglia, Bomporto, Ravarino, Campogalliano, Camposanto, Carpi, Castelfranco Emilia, Modena, Nonantola, San Cesario sul Panaro, San Prospero und Soliera in der Provinz Modena. Rosso und Rosato werden aus den Varietäten Lambrusco di Sorbara (60-100%) und Lambrusco Salamino (bis 40%) produziert und jeweils in Secco, Amabile, Abboccato und Dolce ausgebaut. Hier ist insbesondere das Wein- und Handelshaus Cavachioli in San Prospero zu empfehlen, ein grosser, vielbewunderter Erzeuger von mehreren Lambrusco-DOC-Weinen.


Lambrusco Grasparossa di Castelvetro: DOC für perlenden Rot- und Roséwein (Frizzante). Sie umfasst die Gemeinden Castelfranco Emilia, Castelnuovo Rangone, Castelvetro di Modena, Fiorano Modenese, Formigine, Maranello, Marano sul Panaro, Modena, Prignano sulla Secchia, San Cesario sul Panaro, Sassuolo, Savignano sul Panaro, Spilamberto und Vignola in der Provinz Modena. Rosso und Rosato werden aus Lambrusco Grasparossa (85-100%), sowie einer Mischung von Fortana, Malbo Gentile und anderen Lambrusco-Varietäten (bis 15%) gekeltert und jeweils in Secco, Amabile, Abboccato und Dolce ausgebaut.


Lambrusco Salamino di Santa Croce: DOC für perlenden Rot- und Roséwein (Frizzante). Sie umfasst die Gemeinden Campogalliano, Camposanto, Carpi, Cavezzo, Concordia sulla Secchia, Finale Emilia, Medolla, Mirandola, Modena, Novi di Modena, San Felice sul Panaro, San Possidonio und Soliera in der Provinz Modena. Rosso und Rosato werden aus Lambrusco Salamino (90-100%) und einer Mischung von Ancellotta, Uva d´Oro = Fortana und anderen Lambrusco-Varietäten (bis 10%) gekeltert und jeweils in Secco, Amabile, Abboccato und Dolce ausgebaut.


Pagadebit di Romagna: DOC für Weissweine. Die Zone umfasst 24 Gemeinden in der Provinz Forlì und 5 in der Provinz Ravenna. Produkte aus der Gemeinde Bertinoro dürfen den Namen zusätzlich am Etikett tragen. Der Wein wird aus der Sorte Pagadebit = Bombino Bianco (85-100%) und anderen zugelassenen weissen Sorten (bis 15%) gekeltert. Alle Weine werden in Secco und Amabile ausgebaut und können auch als Frizzante Naturale (natürlicher Perlwein) erzeugt werden.


Reno: DOC für Weissweine. Sie umfasst 28 Gemeinden in der Provinz Bologna und fünf Gemeinden in der Provinz Modena. Die reinsortigen Typen Montuni (aus der Sorte Montù) und Pignoletto werden aus zumindest 85% ihrer Sorte gekeltert, der Rest sind zugelassene Sorten der gleichen Farbe. Beide werden auch als Frizzante produziert. Der Bianco wird aus Albana und/oder Trebbiano Romagnolo (40-60%) und weiteren zugelassenen weissen Sorten (bis 60%) verschnitten. Alle Stillweine werden in Secco, Amabile, Abboccato und Dolce ausgebaut.


Reggiano: DOC für Rot-, Rosé- und Weissweinen. Sie umfasst 33 Gemeinden in der Provinz Reggio Emilia. Der Rosso (auch als Novello) wird aus Ancellotta (50-60%) und den Lambrusco-Varietäten Maestri, Montericco, Salamino und Sorbara, sowie Cabernet Sauvignon, Malbo Gentile, Marzemino, Merlot und Sangiovese verschnitten. Salamino Rosso und Salamino Rosato werden aus Lambrusco Salamino (85-100%) und Ancellotta, Lambrusco Marani, Lambrusco di Sorbara und Malbo Gentile erzeugt. Lambrusco Rosso (auch als Novello) und Lambrusco Rosato werden mit den Lambrusco-Varietäten Maestri, Marani, Montericco, Salamino und Sorbara (85-100%), sowie Ancellotta und Malbo Gentile erzeugt. Alle werden in Secco, Amabile, Abboccato und Dolce ausgebaut und auch als Frizzante produziert. Der trockene Bianco Spumante wird beliebig mit den Lambrusco-Varietäten Marani, Maestri, Montericco, Salamino und Sorbara, sowie Malbo Gentile weiss gekeltert. Unter dem Namen Lambrusco Reggiano (war früher eine eigene DOC) werden ebenfalls Frizzantes produziert.


Romagna Albana Spumante: Die Zone ist mit der DOCG Albana di Romagna identisch (siehe oben).

Sangiovese di Romagna: DOC für trockenen Rotwein. Sie umfasst 42 Gemeinden in den drei Provinzen Bologna, Forlì-Cesena, Ravenna und Rimini. Der rubinrote Wein wird aus Sangiovese ( 85-100%) und anderen zugelassenen roten Sorten gekeltert. Er wird auch als Novello, Superiore (15% vol Alkohol-Gehalt) und Riserva (zwei Jahre Alterung) produziert.


Trebbiano di Romagna: DOC für Weissweine. Sie umfasst 54 Gemeinden in den drei Provinzen Bologna, Forlì-Cesena, Ravenna und Rimini. Der Wein wird aus der Trebbiano Romagnolo (85-100%) und anderen zugelassenen weissen Sorten gekeltert. Er wird auch als Frizzante (in Secco) und Spumante (in Secco, Amabile und Dolce) produziert.



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