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DIE KÜCHE PIEMONTS

Die piemontesische Küche gehört zu den feinsten in Italien. Sie ist auch sehr abwechslungsreich.

 

In den südlich gelege-nen Gebieten der Langhe und des Monferrato gehören die "tajarin" genannten hauchdünnen Nudeln und die als "agnolotti" bezeichneten kleinen Ravioli zum kuli-narischen Repertoire der "Primi Piati".

 

Ebenfalls zu den primi gehören Kartoffel- Gnocchi-Kreationen.

 

Die Palette der piemontesischen Fleischspezialitäten ist gross. Ganz oben auf der Beliebtheitsskala der piemontesischen Küche stehen kräftige Schmorgerichte. Wir denken dabei an in Barolo gegarten "brasato" etwa oder ein "stinco", eine ganze Kalbshaxe. "Bollito misto" steht übrigens nicht nur für einen üppigen Fleischgang, sondern auch als Synonym für eine ausgelassene Schlemmerrunde.

 

Kalb- und Rindfleisch-gerichte, die mit dem zarten, aromatischen Fleisch der einheimischen Rinderrasse "fassone" zubereitet werden, dürfen nicht unerwähnt bleiben.

 

"Arrosto di vitello" ist ein Kalbsbraten, der im Gegensatz zum "brasato" nur mit wenig Flüssigkeit gegart

 

Und zum Dessert darf eine Nusstorte nicht fehlen.

 

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PIEMONT

WEINREGION IN ITALIEN

 

 

Eine ländliche, weinbaulich zugleich hoch ambitionierte Region. Mit über 25.000 km2 Landfläche ist Piemont mit der Hauptstadt Turin  (ital.Torino mit ca. 920'000 Einwohner) die grösste italienische Verwaltungs-Region (total ca. 4,8 Mio Einwohner). Sie umfasst 57.487 ha Rebfläche in den Provinzen Alessandria (AL), Asti (AT), Cuneo (CN), Torino (TO und Vercelli (VC). 

 

Eine politische Karte Italiens finden Sie hier...

 

Karte Piemont

Das Piemont mit seinen Nachbarn

Ein grosser Teil des Piemonts liegt, wie schon der Name besagt (frz. pieds du mont), am Fusse der Berge. Man sieht es deutlich, wenn an klaren Tagen die gewaltige Kulisse der schneebedeckten Alpen und Apenninen am Horizont steht.

 

Die Anfänge des Weinbaus gehen auf das keltische Volk der Tauriner (die der Hauptstadt den Namen gaben) und auf die Ligurer zurück. Die Ligurer haben den Weinbau von den Griechen erlernt.

 

Obwohl die Römer bereits Piemonteser Weine kannten (z. B. aus Gattinara), erwähnt Plinius der Ältere (23-79) keinen einzigen in seiner Aufstellung der besten antiken Weine. Piemont stand viele Jahrhunderte unter französischem Einfluss, was sich auch auf den Weinbau auswirkte. Der westliche Teil der ehemaligen Mark Ivrea wurde im 11. Jahrhundert zur Mark Turin und diese kam durch Heirat unter die Herrschaft Savoyens. Vom Glanz und Herrlichkeit des Hauses Savoyen künden noch heute in Turin viele Paläste, Kirchen, Museen und auch die Cafés. Mitte des 13. Jahrhundert wurde erstmals die Bezeichnung „Piemont“ verwendet.

 

Piemont, die Wiege der Nation Italien

Im Jahr 1815 wurde Piemont dem Königreich Sardinien angegliedert und kam mit diesem gemeinsam im Jahre 1861 zum Vereinigten Königreich Italien. Massgebend beteiligt war daran der grosse Turiner Staatsmann

Graf Benso di Cavour

Camillo Benso di Cavour

Graf Camillo Benso di Cavour (1810-1861), der auch erster Ministerpräsident des neu geschaffenen italienischen Königreichs wurde.  Er war mit Giuseppe Garibaldi (1807-1882) und Giuseppe Mazzini (1805-1872) eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des italienischen Risorgimento, d. h. des nationalen Befreiungskampfes.

Im November 1852 wurde Cavour Premierminister von Piedmont-Sardinien. Im Juli 1858 traf er sich mit Napoleon III., dem Kaiser Frankreichs in Plombières um Italiens Zukunft zu besprechen. Napoleon war Cavours Plänen eines geeinten Italiens nicht abgeneigt und stimmte zu, Sardinien zu beschützen, falls Österreich dieses angreifen würde. Cavour machte sich sofort daran, Österreich in einen Krieg zu verwickeln und im April 1859 griff Österreich an. Doch nach sehr kostspieligen Siegen bei Magenta und Solferino, beschloss Napoleon III. sich zurückzuziehen und unterzeichnete den Waffenstillstand von Villafranca. Dieser Vertrag erlaubte es Österreich, Venetien zu behalten und überschrieb die von Sardinien eroberten Gebiete ihren ehemaligen Herrschern, während Sardinien nur die Lombardei erhielt. Obwohl Cavour wütend auf Napoleon war, veränderte sich die Situation bald zum Guten, als die Bürger von Toskana, Modena, Parma, Bologna und Romagna in Volksabstimmungen im März 1860 für den Anschluss an Sardinien stimmten.

Kurz darauf führte der italienische Patriot Giuseppe Garibaldi seine berühmte Armee aus Tausend rot-gekleideten Abenteurern in das von Habsburg kontrollierte Königreich beider Sizilien (May 1860) und König Viktor Emmanuel II. von Sardinien-Piedmont drang mit seiner Armee in die Provinz Umbrien ein. Cavour einigte sich mit dem Revolutionsführer Garibaldi, der Sizilien und Süditalien kontrollierte. Auch diese Gebiete stimmten für eine Union mit Sardinien-Piedmont und das neue Königreich Italien wurde endlich im März 1861 unter Viktor Emmanuel II. ausgerufen. Cavours territoriale Träume eines geeinten Italiens waren beinahe erfüllt. Als der Premierminister zwei Monate später in Turin starb, fehlten nur noch Venetien und Rom. Venetien schloss sich 1866 und Rom im Jahre 1870 Italien an. Obwohl der Einheitsstaat Italien noch nicht einmal 150 Jahre alt ist, betrachten sich die Italiener selbst nicht als ein junges Volk, sondern als die Nachfahren der alten Römer.
 


Wein und Trüffel im Piemont

Im feuchten Unterholz der Wälder des Piemont wächst das, was die Pilzforscher tuber magnatum nennen, und alle anderen als Trüffel

Trüffel

Tuber Magnatum - Trüffel

kennen. Man kann ihn nur frisch, kurz nach der Ernte zwischen Oktober und Dezember kaufen und er verleiht den Gerichten einen intensiven würzigen Geruch, der nach Stroh und nasser Erde und dem Aroma des Waldes schmeckt. In den Restaurants der Langhe erscheint der Trüffel beim Antipasto, einfach auf gebuttertes Vollkornbrot geschnitten, oder auch in den typischen Vorspeisen wie "Tajarin" oder „Agnolotti”, die nur mit Butter und Parmesan angemacht werden.

Weisser Trüffel vereint mit dem Duft eines jungen Barolo- und Barbaresco-Weins sind der kulinarische Stolz des Piemonts. Sie alle sind Produkte in der Region um Alba, wo die Nebbiolo-Rebe auf den steilen Südhängen und runden Kuppen der Langhe-Bergen wächst. Erstklassige Rebflächen in hügeligem Gebiet und in sonnereichen Hanglagen nennen die Einheimischen "Sori". Vor etwas mehr als 100 Jahren überschattete der "Gattinara" oft die Rotweine von Alba. Heute aber ist die Vormachtstellung des Barolo und Barbaresco im Piemont unumstritten. Barolo gilt Vielen als der beste italienische Wein. Traditionell reift der Barolo über zwei Jahre in grossen Holzfässern. Einige Kellermeister neigen zur moderneren Version mit einer Reifung in den kleineren Barrique-Fässern. Deshalb wird zwischen dem traditionellen und einem modernen Stil unterschieden.  

Die Bindungen zwischen dem Piemont und Frankreich haben Tradition. Die Geschichte des trocken ausgebauten Barolo begann in der Mitte des 19. Jahrhunderts, als der französische Oenologe Louis Oudart für die bislang stets zu süssem Wein verarbeitete Nebbiolo-Traube ungewohnte Bereitungs- und Alterungstechniken anwandte. In der Neuzeit leistete der berühmte Weinmacher Gaja weitere Entwicklungs-Arbeit.  Auch der Asti Spumante entstand erst nach 1870, als Carlo Gancia die Erfahrungen der Flaschengärung aus der französischen Champagne mitbrachte. 

Der Barbaresco ist ein Verwandter des Barolo und wird ebenfalls aus der Nebbiolo-Traube hergestellt. Er ist im Körper milder und weniger konzentriert und muss auch nicht so lange reifen. Einige Spezialabfüllungen - beispielsweise einer besondern Einzellage - gehören zu den gesuchtesten Weinen weltweit.

 

Weinbau und Weinzonen im Piemont

Die Weinzonen im Piemont teilen sich in zwei Hauptgebiete:

1. Die Alpenausläufer und Gletschertäler im Norden mit Carema und Canavese einerseits und den Vercelli- und Novara-Bergen zwischen Biella und dem Lago Maggiore anderseits. Nur 1/10 des Weins vom Piemont wäschst nördlich der Po-Ebene.

2. in das südöstliche Piemont mit den Monferrato Bergen in den Provinzen Asti und Alessandria bis in die Hügel um Turin und Alba mit den Roero- und Langhe-Bergen in der Provinz Cuneo. In den Provinzen Asti und Alessandria wachsen ca. 2/3 des Weins der Region.

Zusammengefasst sind die wichtigsten Weinbau-Gebiete Asti, Carema, Canavese, Caluso, die Vercelli- und Novara-Berge und die qualitativ als beste Lagen geltenden Hügel von Monferrato bei der Stadt Asti und das Hügelland der Langhe bei der Stadt Alba.

Es gibt weit über hundert zugelassene Rebsorten (im 19. Jahrhundert waren es nach einer amtlichen Zählung des Marchese Leopoldo Incisa della Rocchetta sogar noch knapp 400). Viele sind autochthon und oft französischen Ursprungs. Die vorherrschende rote Sorte ist die Barbera mit rund 50% der Rebfläche, die für die vielen Alltagsweine die Grundlage ist. Die weiteren nennenswerten roten sind die Bonarda (oder Bonarda Piemontese), Brachetto, Dolcetto, Freisa, Grignolino, Malvasia, Nebbiolo, Pelaveerga, Ruchè und Vespolina. Bei den weissen Sorten dominieren Arneis; Cortese, Erbaluce und natürlich die Moscato Bianco. Zunehmend gewinnen Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon, Chardonay, Pinot Bianco, Pinot Grigio und Pinot Noir an Bedeutung.

Neben der Region Toskana liefert Piemont die meisten Spitzenweine Italiens. Über Dreiviertel der Produktion entfällt auf Rotweine. Allerdings sind die meisten DOC-Weine jedoch weiss. Piemont nimmt in mehrfacher Hinsicht eine führende Rolle in Italien ein. Die Region besitzt mit weit über 50 die weitaus meisten DOC-Zonen Italiens, die rund ein Viertel der Wein-Produktion ausmachen.  Ebenso nimmt Piemont mit acht als DOCG klassifizierten Weinen den eindeutigen Spitzenrang ein. Und ausserdem wird hier in der DOCG Moscato d'Asti und der DOCG Asti der mengenmässig grösste Schaumwein Italiens - der Asti, früher Asti Spumante - produziert. Die Region ist das Wermutland Italiens und der Welt, hier wurde er auch „erfunden“. Manche Spumante-Häuser, wie Martini & Rossi und Cinzano, stellen auch Wermut her. Der trockene Weisswein Gavi aus der Cortese-Traube aus der Provinz Alessandria und der Arneis aus den Roero-Bergen bei Alba brachten dem Piemont neuen Ruhm. Nebbiolo di Carema ist hierzulande wenig bekannt. Zu Unrecht. Dieser reine Nebbiolo (der dort Picoutener heisst oder Pugnet) ist eine elegante, sortentypische, in Jahren harmonisch gewordene und stark gebliebene Trouvaille.

Die Reberziehungssysteme waren und sind heute noch unterschiedlich. Die Ligurer führten im Süden die griechische Art der niedrigen Erziehung ein, doch mit der Zeit setzten sich die von den

Blick ins Piemont

Blick in das Piemont

Etruskern bevorzugten Rebengirlanden durch. Im Norden wurde die Nebbiolo-Traube flach erzogen. Um das bekannte Gattinara entwickelte sich ein System namens "Quadretti maggiorini", das einer umgekehrten Pyramide gleicht. In den Bergregionen Langhe und Monferrato ist ein hochbogiges Guyot-System üblich. Eine für das Auge schöne Ausnahme bilden die hohen auf runden Steinsäulen mit Querbalken (ital. topie) getragenen Pergolen von Carema (Bild).

 

Die DOC-Zonen sind:
 

 

Albugnano

 

Asti - auch Asti Spumante (DOCG)

 

Barbaresco (DOCG)

 

Barbera d´Alba

 

Barbera d´Asti

 

Barbera del Monferrato

 

Barolo (DOCG)

 

Boca

 

Brachetto d´Acqui (DOCG)

 

Bramaterra

 

Carema

 

Canavese

 

Collina Torinese

 

Colline Novaresi

 

Colline Saluzzesi

 

Colli Tortonesi

 

Cortese dell´Alto Monferrato

 

Coste della Sesia

 

Dolcetto d´Acqui

 

Dolcetto d´Alba

 

Dolcetto d´Asti

 

Dolcetto delle Langhe Monregalesi

 

Dolcetto di Diano d´Alba

 

Dolcetto di Dogliani Sup. (DOCG)

 

Dolcetto di Ovada

 

Erbaluce di Caluso

 

Fara

 

Freisa d´Asti

 

Freisa di Chieri

 

Gabiano

 

Gattinara (DOCG)

 

Gavi - auch Cortese di Gavi od. Gavi di Gavi (DOCG)

 

Ghemme (DOCG)

 

Grignolino d´Asti

 

Grignolino del Monferrato Casalese

 

Langhe

 

Loazzolo

 

Lessona

 

Malvasia di Casorzo d´Asti

 

Malvasia di Castelnuovo Don Bosco

 

Monferrato

 

Moscato d´Asti (DOCG)

 

Nebbiolo d´Alba

 

Piemonte

 

Pinerolese

 

Roero (DOCG)

 

Rubino di Cantavenna

 

Ruchè di Castagnole Monferrato

 

Sizzano

 

Valsusa

  Verduno Pelaverga


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