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Ligurien / Liguria - Genua

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Hauptstadt Genua. Provinzen: Genova (GE), Imperia (IM), La Spedia (SP) und Savona (SV).  Fläche 5.421 km2, Bevölkerung ca 1, 8 Mio.

Eine politische Karte Italiens finden Sie hier...

Genua und Christoph Columbus

"Genova la Superba", die Stolze, Norditaliens verkehrsreichste Hafenstadt mit etwa 680.000 Einwohnern, bildet den Mittelpunkt der schmalen Region Ligurien. Im Zentrum der Altstadt steht die romanisch-gotische Kirche San Donato aus dem 12. und 13. Jahrhundert und in der Nähe des Hafens der Palazzo San Giorgio aus dem 14. Jahrhundert. Der Dom San Lorenzo, der 1118 geweiht wurde, beinhaltet einen reichen Domschatz. Im gewaltigen Palazzo Ducale (Dogenpalast) aus dem 16. Jahrhundert ist heute der Gerichtshof untergebracht.

Genua hat seit 1471 eine Universität und ist - neben Lille - Kulturhauptstadt Europas 2004 (Capitale Europea della Cultura). Aus diesem Anlass gibt es zahlreiche Kunstausstellungen, Kunstschauen zum Schaffen von Peter Paul Rubens, der jahrelang in Genua lebte und arbeitete, zur Geschichte von Kreuzfahrtschiffen wie auch zu den Beziehungen zwischen Design und Architektur. Weitere Informationen und eine Fotogalerie finden Sie auf der Website www.genova2004.it. Nach Plänen des spanischen Architekten Guillermo Vásquez Consuegra wird ein neues Meeres- und Schifffahrtsmuseum mit 12.000 m2 Ausstellungsfläche auf dem Areal des alten Hafens in Gebäulichkeiten aus dem 17. Jahrhundert, in denen seinerzeit Galeeren konstruiert worden waren, eingerichtet. Damit wird Genua im Mittelmeerraum über das zweitgrösste derartige Museum verfügen, grösser ist nur das von Barcelona.

Christoph Columbus begegnet man überall in der Stadt. Er wurde vermutlich 1451 in Genua geboren. Der Geburtstag ist das unsicherste Datum in seinem Lebenslauf. Für die Menschen in Genua war aber immer klar, dass Columbus ein Sohn der Stadt war. Davon zeugen zahlreiche Denkmäler und viele Gemälde in den prächtigen Palazzi. Und die wertvollen Dokumente über die Colombo-Familie im Archivo di Stato. Zu einem Stadtrundgang gehört natürlich auch ein Besuch im Columbus-Haus.

Der Direktor des Teatro di Genoa, Carlo Repetti, erinnert aber daran, dass die genuesischen Kaufleute und Reeder ihr Geld zwar im Ausland machten und deshalb oft zu langen Reisen aufbrechen mussten, dass sie indessen stets auch etwas ängstlich in die Zukunft geblickt und Risiken einzugehen eigentlich gescheut hätten. Aus diesem Grunde verweigerte man auch Christoph Columbus das Geld für seine folgenreiche Entdeckungsfahrt. Man drückte sich und überliess Risiko und Erfolg der spanischen Krone.

Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass Columbus mit seiner Fahrt nach Amerika die Kugelgestalt der Erde bewiesen und damit der Vorstellung, die Erde sei eine Scheibe, ein Ende gemacht habe. Den Beweis hätte er nur durch eine Umrundung der Erde antreten können.
 
Tatsächlich stand die Kugelgestalt der Erde aber längst nicht mehr in Frage, als Columbus am 3. August 1492 in Palos de la Fronterra Segel setzte und mit drei Schiffen - "Santa Maria", "Niña" und "Pinta" - vom spanischen Hafen nach Westen fuhr. Nach einem Zwischen-Aufenthalt auf den Kanarischen Inseln erreicht die kleine Flotte am 12. Oktober die kleine Bahamas-Insel Guanahani.

Auch die Fahrten der Portugiesen entlang der afrikanischen Westküste in den Jahrzehnten vor Columbus zeigten, dass die äquatorialen Gegenden der Nord- und der Südhalbkugel nicht nur bewohnbar, sondern tatsächlich bewohnt waren.

Einer nicht gesicherten Überlieferung nach trat der irische Mönch Brendan weit vor Columbus im Jahr 545 n.Chr. in einem Fischerboot seine abenteuerliche Seereise an, die im 9. Jahrhundert in der Navigatio Sancti Brendani abbatis aufgezeichnet wurde. Auf der Reise nach Westen könnte er Neufundland oder sogar südlicher gelegene Gebiete der amerikanischen Küste erreicht haben, glauben einige Forscher. Schon um 985 n. Chr. sichtete aber offenbar tatsächlich der Wikinger Bjarne Herjolfsson die Neue Welt. Im Jahr 992 landete Leif Eirikson mit 35 Mann in Neufundland. Aber die Wikinger zogen sich nach erfolglosen Niederlassungsversuchen bald wieder aus Amerika zurück. 

 

Die Wein-Region

Die italienische Region Ligurien / Liguria ist mit nur 4.837 Hektar Rebfläche nach dem Aosta-Tal die zweitkleinste Italiens. Sie schmiegt sich nierenförmig an den Golf von Genua an und klebt gewissermassen an den Steilwänden der in einem Bogen von der Provence zur Toskana geschwungenen Seealpen und Apenninen. Die italienische Riviera wird westlich von Genua "Ponente" und östlich "Levante" genannt. Sie zieht Jahr für Jahr tausende Touristen an.

Die Haupstadt Genua war schon in der Antike ein bedeutender Hafen. Im Mittelalter war sie  der zweitwichtigste Umschlagsplatz für Wein nach Venedig. Schon der griechische Historiker Strabo (63 v. Chr.-28 n. Chr.) erwähnte lobend den ligurischen Wein. Der berühmte Arzt und Naturwissenschaftler Andrea Bacci (1524-1600) aus Sant´Elpidio a Mare schrieb mit überschwänglichen Worten, "dass die Weine Liguriens sogar Steine zum Blühen bringen könnten". Er wurde Leibarzt von Papst Sixtus V. (1524-1590) und empfahl diesem besonders die Weine aus Ligurien, denen er geradezu magische Kräfte zusprach. Sein Hauptwerk: De naturalis vinorum historia, de vinis Italiae et de conviviis antiquorum libri VII: accessit de factitiis ac cerevisiis deque Rheni, Galliae. Hispaniae et totius Europae vinis et omni vinorum usu compendaria tractatis - über die Geschichte des Weins
 

 

Der Ligurische Wein

Heute lebt Ligurien eher von seiner alten Wein-Geschichte. Es produziert nicht einmal mehr 1/2 Prozent des italienischen Weins und nur geringe Mengen entfallen auf DOC-Weine. Als Genua eine mit Frankreich verbündete Seemacht war, kamen die Weine aus der Levante und der Ponente zu grossem Ruhm und Ehren.

Einer der Lieblingsweine Napoleons war der "Rossese di Dolceaqua". Dieser wird schon seit dem 16. Jahrhundert angebaut und soll 1805 die Bewilligung Napoleons erhalten haben, seinen kaiserlichen Namen zu tragen. Da aber bekanntlich der Geschmack des grossen Korsen in keinem Verhältnis zu seinem Selbstbewusstsein stand, wurde auf dieses Privileg meist verzichtet. Auch ohne die etwas unbequeme Werbung wurde der Rossese zum beliebtesten Rotwein  dieser Region. Er passt ausgezeichnet zu regionalen Spezialitäten, wie Wildgeflügel oder Kaninchen mit gedünsteten Oliven. 

Der heutige rote und trockene Dolcetto "Ormeasco" wird ebenfalls sehr geschätzt. Und Kenner meinen, die Pigato-Traube an der Riviere di Ponente erbringe einen besseren und charaktervolleren, trockenen Weisswein, als jener der lokalen Konkurrenz des Piemonts (z.B. Gavi).

An der Riviera di Levante hat der Weinbau eine so glorreiche Vergangenheit, dass den Winzern kürzliche Fehlleistungen verziehen sein mögen. Die Weine aus der goldigen Zeit der Cinqueterre waren vermutlich ähnlich, wie der heutige süsse, etwas spezielle Sciaccetrà. Dieser ist bernsteinfarbig, amabile oder dolce naturale , auch liquoroso erhältlich. Früher gab es hier noch den Vernaccia, nach dem Ort Vernazza genannt. Der Name wird hier nicht mehr gebraucht, er ist nur noch in der Toskana und in Sardinien bekannt. Allerdings mit unterschiedlichen Rebsorten.

Besonders sehenswert ist die Küstenstrasse von Finale über Albenga nach Imperia und dann aufwärts nach Pieve Di Teco und schlussendlich Dolceacqua mit seiner mittelalterlichen Burg und der graziösen Bogenbrücke (Bild rechts und unten links).

Der Name Dolceacqua wird höchstwahrscheinlich abgeleitet von den Überresten einer Ruine aus römischer Zeit, die einem gewissen Dulcius gehörte und sich später in Dulciàca, Dusàiga (derzeitiger Name im Dialekt) und Dulcisaqua umwandelte.

Der erste Teil führt an Weinbergen mit Pigato und Vermentino-Reben vorbei. In den Bergen finden wir den Ormeasca-Bereich. Mehr über Dolceacqua können Sie hier (auch auf deutsch unter Inf. touristique tedesco) erfahren...

Das oft schroffe und steinige Land ist schwer zu bewirtschaften und die Weingärten mussten mühsam dem Boden abgewonnen werden. Die von der Wasserscheide nach Süden strömenden Gebirgsflüsse haben Schluchten und Täler in das Gestein gegraben, wo sanftere Hänge ebenfalls etwas Weinbau erlauben. Terrassierte Weingärten befinden sich vor allem im Arroscia-Tal im Westen und im Miagra-Tal im Südosten. 

Dank seiner privilegierten Lage an der Südflanke der Seealpen und Apenninen kommt Ligurien als einzige oberitalienische Region voll in den Genuss der trockenen, mediterranen Wärme. Die mehr als 2.500 m.ü.M. hohen Ligurischen Alpen und Apenninen schützen vor kalten Winden.

 

Die Rebsorten und DOC-Zonen

Der an der gesamten Küste vorkommende rötliche, kalkreiche Boden eignet sich sehr gut für die weissen Rebsorten Albarola, Bianchetta Genovese, Bosco, Lumassina (Buzzetto), Pigato und Vermentino. Die häufigsten roten Sorten sind Granaccia (Grenache Noir), Ormeasco (Dolcetto), Polera Nera, Rossese und Sangiovese. Es haben sich weit über 100 autochthone Sorten erhalten, die oft nur wenige Hektar Rebfläche belegen und von denen die meisten auch zugelassen sind.

Die sieben DOC-Zonen sind:

* Cinqueterre mit Cinqueterre Sciacchetrà
* Colli di Luni (auch in der Toskana)
* Colline di Levanto
* Golfo del Tigullio
* Riviera Ligure di Ponente
* Rossese di Dolceacqua
* Val Polcèvera

 

Ligurische Küche: “Torta Pasqualina” und "Pesto genovese"

Die Torta Pasqualina ist eine salzige Pastete aus Blätterteig mit einer Füllung aus Kräutern (Mangold, Spinat, Borretsch) und ein traditionelles Gericht zum Osterfest (daher ihr Name). Vermutlich weil im Frühling die Wiesen und Gemüsegärten eine grosse Menge an Gemüse bieten. Die ligurische Küche ist sehr sparsam und achtet darauf, jede nur essbare Zutat, die der Boden, das Meer und die Arbeit des Menschen hervorbringen, zu nutzen.

Die Füllungen kennzeichnen seit jeher die lokalen Spezialitäten. Sie bestehen aus bescheidenen, doch sehr schmackhaften Zutaten: die Gemüsesorten werden mit Gewürzkräutern, Käse, Eiern, Pinienkernen, Pistazien usw. vermischt.

Unter den Gewürzkräutern herrscht das Basilikum vor. Das ligurische Basilikum hat kleine Blätter, ist so üppig wie duftend und kennt viele Verwendungen. Wir erinnern an das heute überall verbreitete “pesto alla genovese”. Früher verkleinerte man Basilikum, Pinienkerne, Knoblauch und gereiften Käse miteinander in steinernen Mörsern. Zerstossen heisst auf Italienisch pestare und daher dürfte auch der Name "pesto" stammen.

Wir wollen auch die cima erwähnen, die zwar "alla genovese" genannt wird, jedoch in ganz Ligurien und auch in der angrenzenden Nachbarschaft verbreitet ist: eine Tasche die mit Kalbsbrust, Gemüse, Ricotta, Pistazien, Käse, Zunge und vielem anderen mehr gefüllt, zugenäht und im Wasser oder im Ofen gegart wird.

 

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