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 Die Ortschaft Garda am Gardasee im Veneto

ERNESTO PAULI'S

 

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VENEZIEN - VENETO

WEINREGION IN ITALIEN

 

 

Veneto, Verwaltungsgebiet in Italien, 18'379 km2, ca. 4,6 Mio Einwohner, Hauptstadt Venedig.

 

 

Das Veneto - Venetien

 

Das Veneto, auf deutsch Region Venetien, liegt im Nordosten Italiens direkt an der nördlichen Adriaküste. Venetien wird im Osten von Friaul-Julisch Venetien, im Nordwesten von Südtirol-Trentino, im Westen von der Lombardei und dem Gardasee sowie im Süden von Emilia-Romagna begrenzt. Die Region gliedert sich in die Provinzen Belluno, Padua, Rovigo, Treviso, Venedig, Verona und Vicenza, die alle nach ihren Hauptstädten benannt sind.

Venetien besteht aus zwei gegensätzlichen Landschaftseinheiten: den Karnischen Alpen, Dolomiten und Venezianer Alpen sowie der Venetischen Ebene.

 

Eine politische Karte Italiens finden Sie hier...

 

 

Die Lagunenstadt Venedig

 

Die Hauptstadt Venedig zählt bloss etwa 300.000 Einwohner und liegt in der Lagune zwischen den Mündungen der Flüsse Po und Piave am nördlichen Ende des Adriatischen Meeres. Sie wurde auf 120 Inseln erbaut, die von 177 Kanälen durchzogen werden und die durch rund 400 Brücken miteinander verbunden sind. Der am Festland gelegene Hafen von Venedig ist der fünftgrößte von Italien.

Rialto-Brücke in Venedig

Rialto - Brücke in Venedig

Wichtigstes Verkehrsmittel waren jahrhundertelang die Gondeln und sie sind heute noch bei den Touristen sehr beliebt. Venedig gilt als eine der schönsten Städte der Welt. Der Mittelpunkt und der meistbesuchte Ort der Stadt ist der Markusplatz (Piazza San Marco) mit der Markuskirche (Basilica di San Marco) und die daneben liegende Piazetta mit dem Dogenpalast (Palazzo Ducale).

Die Stadt ist nicht nur dank seiner zahllosen Baudenkmäler und Kunstschätze ein kulturelles Zentrum ersten Ranges. Venedig ist zudem Sitz einer Universität, dreier Hochschulen (Für Architektur, Musik und Fremdsprachen), einer Kunstakademie und der Akademie der Wissenschaften sowie eines ozeanographischen Instituts. Ausserdem beheimatet die Stadt zahlreiche Museen und Galerien, die Markusbibliothek, verschiedene Theater und Opernhäuser. mehr...

 


Aus der Geschichte


Das Gebiet des heutigen Venedig wurde wahrscheinlich erst ab dem 5. Jahrhundert besiedelt, als die Bewohner des venetischen Festlandes vor den Invasionen verschiedener germanischer Stämme auf die Inseln flohen.

Die Inseln unterstanden zunächst dem Byzantinischen Reich. Ab 697 übernahm ein von den Venezianern gewählter Dux (der spätere Doge) die Führung. Ab dem 9. Jahrhundert begann der Aufstieg Venedigs als Handelsmacht. Ab dem 10. Jahrhundert setzte sich Venedig an der gegenüberliegenden Adriaküste, in Dalmatien und Istrien, fest und erwarb außerdem Handelsstützpunkte an den Küsten der Levante. 1204 eroberten und plünderten die Kreuzritter auf Betreiben Venedigs Konstantinopel. Im Inneren verfestigte sich Venedig unter Beibehaltung seiner republikanischen Strukturen zu einer starren Oligarchie der wohlhabenden Aristokraten. Im 14. und 15. Jahrhundert war Venedig in eine Reihe von Kriegen mit Genua, der zweiten großen Handelsmacht in Oberitalien, verwickelt, an deren Ende Genua schließlich die Vorherrschaft Venedigs anerkennen musste und Venedig ein geschlossenes Gebiet im östlichen Oberitalien erobert hatte. Im späten 15. Jahrhundert war Venedig zu einer der führenden Seemächte des christlichen Abendlandes aufgestiegen. 1797 wurde Venedig von französischen Truppen besetzt, der Doge abgesetzt, und der Stadtstaat an Österreich übergeben. 1805 musste Österreich Venedig wieder an das von Napoleon errichtete Königreich Italien abtreten; 1814 kam es als Teil des habsburgischen Königreiches Lombardo-Venetien an Österreich zurück, um 1866 definitiv in das Königreich Italien eingegliedert zu werden.
 

 

Die Venezianische Küche und "vialone nano"

 

Charakteristisch für die eigentliche venezianische Küche sind die Vielfalt der Gerichte und die verschiedene Herkunft der diversen Zutaten. Vier Grundelemente beherrschen die venetische Ernährung: Polenta, Reis, Bohnen und baccalà.

 

Noch heute produziert man im Gebiet um Verona die interessante Reissorte vialone nano, die von dem Markenzeichen DOP (denominazione di origine protetta) geschützt wird. Wegen seiner organoleptischen Eigenschaften und der bissfesten Konsistenz wird er von namhaften Köchen der Welt empfohlen. Die Reiskörner der Sorte Vialone Nano sind mittelfein, sie nehmen beim Garen bis zu 30 Prozent mehr Flüssigkeit auf als andere Sorten. Das typische Produktionsgebiet liegt ganz um die Gemeinde Isola della Scala und umfasst auch das Gebiet von an die zwanzig anderen Gemeinden. Die berühmtesten Reisgerichte heissen risi e bisi und risi e figadini. Es handelt sich dabei nicht um trockene Speisen, wohl aber um eine Art dickflüssige Suppen, wobei die erste durch die Verwendung von frischen Erbsen typisch für den Frühling ist und die zweite mit Hühnerleber zubereitet wird. Zahlreich sind die risotti: mit Fisch, mit rovinassi (Hühnerreste nach der Teilung von Brust und Schenkeln), mit Bohnen aus Lamon, mit bruscandoli, mit Schnecken. Bemerkenswert ist das levantinische Gericht risi in cavroman, bei dem der Reis in einer Sosse aus Hammelfleisch gekocht und mit Zimt und Gewürznelken verfeinert wird.

 

 

Die Weinregion Veneto (Venetien)

 

Die Wein-Region Veneto ist mit 75.314 Hektar Rebfläche die Nummer drei Italiens. Es handelt sich um eine üppige Weinlandschaft.

Weinberge im Veneto

Weinberge im Veneto

Die Ebenen an der Adriaküste, am Po und die Berge am Rande der Alpen vom Gardasee (Bild im Titel ganz oben) bis Vittorio Veneto bieten der Rebe eine beliebte Heimat. Die Gegend wurde schon von den Etruskern bewirtschaftet. Die Römer schätzten anschliessend den von Plinius dem Älteren (23-79) beschriebenen antiken Wein Raeticum, der angeblich ein Vorläufer der heutigen Recioto-Weine (Amarone und Recioto) gewesen sein soll.

Zur Zeit der "Serenissima" ("die Durchlauchtigste") - so nannte sich stolz die Republik Venedig im 15. Jahrhundert - erlebte der Weinbau hier eine Blütezeit. Die dominierende Rebsorte ist die weisse Garganega, gefolgt von Pinot Bianco und Trebbiano. Andere Weissweinsorten, wie Tocai, Verduzzo und Durella halten sich gut. Bei den roten Sorten sind Corvina Veronese, Corvinone, Rondinella und Molinara führend. Französische Sorten wie die Cabernets, Merlot und Chardonnay gewinnen immer mehr an Boden.

 

Die Reben werden noch häufig auf "Pergola Veronese" erzogen. In den Bergen nach Osten kommen einfachere Lauben und Pfähle als Wuchshilfen vor. Die extreme Vielfältigkeit beweisen über 115.000 Weingüter, deren Rebfläche im Durchschnitt weniger als ein Hektar beträgt und die knapp 90 verschiedene Weintypen erzeugen. Der Trend geht zu kleinen, seriösen Erzeugern mit Weinen aus Einzellagen.

Einer der bekanntesten und grössten Produzenten ist der Familienbetrieb Masi, der in Verona mit Amarone und Recioto in den 80er Jahren neue Massstäbe setzte. 

 

Rund ein Viertel der Weine haben DOC-Status und mit knapp 20% der italienischen DOC-Produktion liegt es auch an der Spitze. Valpolicella, Bardolino und Soave sind die wichtigsten Weine für den Export. Alle stammen aus der Gegend um Vernona, wo es insgesamt sechs DOC-Zonen beim Garda-See gibt. Die Stadt Verona gilt auch als das Weinzentrum Italiens, hier findet jährlich die berühmte Weinmesse Vinitaly statt.

 

In den 1970er-Jahren erreichten die venetischen Weine weltweit eine grosse Popularität. In den USA verdrängte der Soave den Chianti (Toskana) vom Platz eins des meistverkauften DOC und in England setzte sich der Valpolicella durch. Der Soave ist auch der bedeutendste und bekannteste Wein der Region. Der Prosecco aus der gleichnamigen, spätreifenden, weissen Rebsorte zählt zu den beliebtesten italienischen Schaumweinen. Er wird entweder als schwach schäumender Frizzante oder als Spumante meist in den Bergen von Treviso produziert.

 

Conegliano Veneto ist die venetische Hauptstadt des Weines. Seit 1877 hat dort das Agrarwissenschaftliche Institut (Istituto di Viticoltura di Conegliano Veneto) seinen Sitz, das Önologen und Kellermeister von internationalem Rang ausbildet.

Glockenturm in Serravalle mit 2 Turmuhren

Rathausturm Serravalle

Es ist das älteste önologische Institut Italiens. Die Weinbau-Forschungsanstalt hat sich sehr zur Hebung der Qualität der örtlichen Weine eingesetzt. Von Conegliano führt die so genannten Strada del vino bianco, die Weissweinstrasse, bis nach Vittorio Veneto.

 

Vittorio Veneto entstand 1866 aus dem Zusammenschluss der Ortschaften Ceneda und Serravalle. In Serravalle sollte man die Kathedrale Santa Maria Nova mit dem Gemälde von Tizian und den Rathausturm mit den zwei Uhren besichtigen. Die untere Uhr stammt aus dem Jahr 1487 und ist mit ihren 24 Stundenzeichen in gotischer Schrift und arabischen Ziffern eine absolute Seltenheit.
 

 

Die DOC-Bereiche sind:

* Arcole
* Bagnoli di Sopra oder Bagnoli
* Bardolino
* Bardolino Superiore und Classico (DOCG)
* Bianco di Custoza
* Breganze
* Colli Berici
* Colli di Conegliano
* Colli Euganei
* Conegliano-Valdobbiadene
* Gambellara
* Garda (auch Lombardei)
* Lessini oder Monti Lessini
* Lison-Pramaggiore (auch Friaul-Julisch-Venetien)
* Lugana (auch Lombardei)
* Merlara
* Montello e Colli Asolani
* Piave oder Vini del Piave
* Recioto di Soave (DOCG)
* San Martino della Battaglia (auch Lombardei)
* Soave Superiore (DOCG)
* Valdadige oder Etschtaler (auch Trentino-Südtirol)
* Valpolicella und Recioto della Valpolicella
* Vicenza

 

 

Soave Superiore ist neue DOCG

 

Nachfolgend die wichtigsten Punkte der neuen DOCG.
Die Rebsortenzusammensetzung bleibt unverändert die des Soave mit mindestens 70% Garganega. Es können bis zu maximal 30% Trebbiano di Soave, Chardonnay und Pinot Bianco zugefügt werden, während der Trebbiano Toscano, zuvor bis zu 15% gestattet, nun ausgeschlossen bleibt. (aus der Homepage "soave consorzio")

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