Chile und Peru -

Pisco

 

 

Der Name dieses Branntweines bedeutet “Fliegender Vogel” (Piscu = Inkasprache Quechua). Er wird nach besonderen Bedingungen in der gleichnamigen Region um La Serena im Norden von Chile produziert. Im Jahre 1931 erhielt er als erstes alkoholische Getränk eine geschützte Ursprungsbezeichnung. Auf etwa 6.000 Hektar Rebfläche sind die zugelassenen Rebsorten kultiviert. Die Hauptsorte ist Moscatel de Austria (früher war dies Moscatel de Alejandria = Muscat d´Alexandrie) mit Zusätzen von Musque, Pedro Jiménez und Torontel. Nach der Gärung und Destillation erfolgt die Lagerung des hochprozentigen Branntweines in so genannten Rauli-Fässern zwischen vier Monaten und einem Jahr. Danach wird der Alkohol-Gehalt herabgesetzt, es gibt vier Varianten: Selección (30%), Especial (über 35%), Reservado (40%) und Gran Pisco (bis 43%). Der Pisco hat ein Bouquet nach Bittermandeln, Pflaumen und Vanille. Sehr beliebt ist der Cocktail Pisco Sour, der mit Zitronensaft, Zucker und Eiweiß versetzt wird. In Peru (dort gibt es einen gleichnamigen Fluss und auch eine Stadt an der Küste) wird ebenfalls Pisco in ähnlicher Form hergestellt, dort ist er das National-Getränk schlechthin. Ein ähnlicher Branntwein jedoch mit mehr Aroma ist der Singani aus Bolivien.