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TOP-TEN WEINREBEN

1.  Sultana / weiss

2.  Airèn / weiss

3.  Grenache noir / rot

4.  Carignan / rot

5.  Trebbiano / weiss

6.  Merlot / rot

7.  Cab. Sauvignon / rot

8.  Rkatsiteli / weiss

9.  Chardonnay / weiss

10.Mission-Pais / rot

(Nach Rebfläche weltweit)

mehr über Rebsorten hier..

 

Die Hierarchie der Rebe. mehr..

 

EIN IDEALES URLAUBSGEBIET

Kein Gipfel in der Schweiz ragt so einsam, dominant und hoch hinaus, wie der Piz Bernina (4.049 m.ü.M. - Bild oben im Titel) im Engadin. 1789 stellte Johann Baptista von Tscharner (1751-1835) die Gebirgs-gruppe episch dar; in 468 Hexametern besang er deren Schönheit in einer in der gesamten alpinistischen Literatur einmaligen Schil-derung. Die Erstbe-steigung des östlich-sten 4.000er der Alpen war am 13.9.1850 durch Johann Wilhelm Fortunat Coaz mit den Brüdern Jan und Lorenz Raguth Tscharner.

 

"Bernina" heissen Nähmaschinen, Schokoladen, Weine, Schnäpse, Rucksäcke, Schuhe, Skibindungen, Möbel, Haustierzube-hör, eine Bahnlinie, Strassen, ein Platz in Zürich und anderes mehr. Bestaunen lässt sich dieser Markenberg auf einer Fahrt mit dem Bernina-Express der Rhätischen Bahn während der höchsten Bahn-Passüberquerung der Alpen oder nach einer gemütlichen Gondelfahrt in die Gletscherwelt der Diavolezza.

 

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Viamala-Schlucht, ein düsterer Schlund zwischen Thusis und Zillis. Man weiss, dass die Via Mala schon von den Römern be-zwungen wurde, auch wenn die bekannte Strasse erst 1473 gebaut wurde. Dem "bösen Weg" haftet seit Jahrhunderten ein unvergleichlicher Mythos an, der auch in John Knittel's gleich-namigem Roman aus dem Jahr 1934 seine Wirkung entfaltet. Der Stoff wurde mit Gert Fröbe und später auch mit Mario Adorf erfolgreich verfilmt.

 

Im Hinterrheintal steht die Wiege des Schweizer Tourismus: Splügen. Der Ort gilt als der schönste des Rheinwaldgebietes. Dort ist noch der alte Reichtum spürbar, den bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts der Warenverkehr zwischen Mittel- und Südeuropa brachte. Etwa 400 bis 500 Saumtiere sollen früher pro Woche den Splügenpass passiert haben. Dank der beiden Saumpfade über den Splügen und San Bernardino wurden Schams und Rheinwald in römischer Zeit zu wichtigen Durchgangs-gebieten. Der Alpen-feldzug von 15 v. Chr. legte den Grundstein für die raetoromanische Kultur.

 

Im Kanton Graubünden entstanden vor und während des 2. Weltkrieges über 100 Festungs-Anlagen. Mit einer Armeereform wurden sie 1995 militärisch wertlos. 60 Jahre lang war die Festung Crestawald streng geheim. Jetzt können Sie das Artilleriewerk bei Splügen besuchen.

 

Steinbock - Das Wappentier

 

Der Steinbock verschwand bereits um 1650 aus Graubünden. Seine geringe Scheu und der Glaube des Menschen an die wundersame Heilwirkung von Steinbockpräparaten wurden ihm zum Verhängnis. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gelang es, dem italienischen König Vittorio Emmanuele ein paar der letzten Exemplare zu entwen-den und in die Schweiz zu schmuggeln. 1920 wurden erstmals auch im schweizerischen Nationalpark im Engadin Tiere aus dieser Zucht ausgesetzt.

Hier ein Direktlink zur Homepage des Nationalparks...

 

WEINWEG IN MALANS

Der Weinweg ist eine leichte Wanderung im Osten des Dorfes Malans. Auf einem windgeschützten Weg durch die Rebberge erfährt man in einigen Etappen viel über Rebjahr, Rebsorten und Weinbau. Der Weg kann auch mit Rollstuhl und Kinderwagen begangen werden. Sitzgelegenheiten laden zum Ruhen, Geniessen und Beobachten ein. Etwa 500 m nach der letzten Bildtafel dorfauswärts befindet sich ein Spielplatz mit
Picknick- und Grill-möglichkeit. Länge des Weinwegs ca. 1 km, 30 Min., geteerte/ebene Strasse.
 

Weitere Informationen bei:


Restaurant Ochsen
Sternengasse, Malans
Tel+41 (0)81 322 11 17

 

SSTH - SCHWEIZER KADERSCHMIEDE FÜR HOTEL UND TOURISTIK

Die SSTH Swiss School of Tourism and Hospitality ist seit 40 Jahren als internationale Kaderschmiede sowie als Garant einer soliden Berufsausbildung für Hotellerie, Gastronomie und Tourismus im In- und Ausland bekannt. Studenten aus über 40 Nationen haben hier den Grundstein für ihre spätere Karriere gelegt.

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Studentin in Weinkunde beim SSTH

Weinkunde bei der SSTH in Chur und Passugg

 
 

 

 

 

 

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 Bernina Bergkette im Kanton Graubünden

ERNESTO PAULI'S

 

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DER KANTON GRAUBÜNDEN

UND SEINE WEINGEBIETE

 

WEINREGIONEN IN DER SCHWEIZ

Kanton Graubünden. Kantonshauptstadt: Chur. Fläche: 7'105 km2. Einwohner: ca. 190'000.

Politische Karte Kt Graubünden

Politische Karte Kanton Graubünden

 

Graubünden: Mutter dreier Meere

Nicht nur die Nordsee, sondern auch das Mittelmeer und das Schwarze Meer "entspringen" in Graubünden. Der Piz Lunghin (2780 Meter) birgt eine Eigenheit, die für Europa einzigartig ist: von hier aus fliesst das Wasser den drei Meeren zu. Die Julia fliesst nach Norden, mündet in den Rhein und somit in die Nordsee. Der Inn findet seinen Weg in nordöstliche Richtung, wo er später mit der Donau und schliesslich dem Schwarzen Meer zufliesst. Nach Südwesten strömt die Maira in den Po und weiter ins Mittelmeer.

 

Die Weinregionen

In den Weinbergen Graubündens gedeihen über 45 Rebsorten, aus denen die Winzer und Winzerinnen Jahr für Jahr verschiedene Weine keltern, die mittlerweile zur Schweizer Spitzenklasse gehören. Das Weinbau-Gebiet in der deutschen Schweiz weist nur eine kleine Rebfläche von knapp über 400 ha auf (ohne Misox). Es liegt unter anderen in der Nachbarschaft zu Österreich/Vorarlberg, der Lombardei/Italien und des Kantons Tessin. Rund 32 ha Rebfläche im politisch zu Graubünden gehörenden Misoxtal (Mesolcina) zählen zum Weinbaugebiet Tessin.

Viel Gefühl im Umgang mit der Natur, hohe Traubenqualität aus klein gehaltenen Ernteerträgen, ergänzt durch eine sinnvolle Kombination von Hightech und traditioneller Kelterung, bringen erstklassige Weine hervor, die nicht nur überzeugend munden, sondern durch ihre Naturbelassenheit und der säurearmen Struktur, äusserst bekömmlich sind. Die Produkte der Bündner Winzer sind begehrt. Es ist nicht einfach einen "Eichholz", "Davaz", "Gantenbein" oder "Studach" zu ergattern. (Bild links: Wingert Grendelmeier Zizers).

Die Dichte an Kelterungsbetrieben in der Bündner Herrschaft ist einzigartig. Auf einer Distanz von wenigen Kilometern stehen über 60 Gebäude, in denen Trauben zu Wein werden.

 

Spitzen-Winzer

Unser Leiter der Weinseminare Ernesto Pauli, Edi Vuilleumier empfiehlt folgende Winzer:

Fläsch: Hansruedi Adank, Andrea Davaz, Daniel und Martha Gantenbein, Christian Herrmann, Peter und Rosi Hermann, Daniel Marugg, Thomas Marugg, Jan Marugg
Maienfeld: Schloss Salenegg, Hanspeter Lampert, Markus Lampert, Weingut Levanti (Elly Süsstrunk & André Kurmann), Markus Stäger
Jenins: Irene Grünenfelder, Christian Obrecht, Annatina Pelizzatti, Georg Schlegel, Dorothea von Sprecher
Malans: Silvia Bargähr, Thomas Donatsch, Georg Fromm, Familien Liesch, Barbara und Thomas Studach, Peter Wegelin
Felsberg: Thomas Mattmann
Zizers: Marlene Kunz, Manfred Meier
Reichenau: Gian-Battista von Tscharner

NEU: Hier geht es zu den Winzeradressen dieser Region...

 

Beispiel erfolgreicher Winzerarbeit: Die Gantenbein's

Martha und Daniel Gantenbein haben die süssen Fläscher Weissweine als erste propagiert und daraus eine gesuchte Spezialität gemacht. Gantenbein stoppt die Gärung, indem er den fermentierenden Most hinunterkühlt. Und zwar genau in dem Moment, in dem die Süsse des unvergorenen Traubenzuckers mit der verbliebenen Säure ein harmonisches Duett bildet und so die Fruchtaromatik unterstreicht. Eine Gratwanderung, die vom Kellermeister höchste degustative Sensibilität verlangt - nach deren Bewältigung als Belohnung aber bezaubernde, alkoholleichte Weine hervorbringt.

Daniel Gantenbein kam über einen Umweg zum Wein. Er lernte Maschinenmechaniker, seine Frau Martha absolvierte eine Handelsschule. 1982, wenig über zwanzig Jahre jung, entschlossen sich die beiden, auf damals vier Hektaren ziemlich verwahrloster Reben einem Beruf nachzugehen, in dem ihnen keiner mehr befahl, was sie zu tun hatten.

Erst lernten sie bessere Weine zu trinken und in zahlreichen Reisen über das hinauszuschmecken, was der Blauburgunder in ihrer Zone und mit den auf Menge und Resistenz gezüchteten Schweizer Klonen hergab, auch in ihrem Betrieb. Erst im Piemont, dann vor allem im Burgund wuchsen sie in das hinein, was Gantenbein einen «Weinhorizont» nennt. «Um gute Weine zu machen, muss man ein paar Grundsätze beachten, aber um gute Weine besser zu machen, hintersinnt man sich fast; dann ist es nicht mehr mit ein paar Handgriffen getan. Unzählige Details bedingen einander gegenseitig.»

Im Fall der beiden Tüftler aus Fläsch zeigen sich schon mehr als Umrisse eines grossen Weins. Es braucht viel Glück, noch mehr Arbeit und Weitsicht: etwa beim Entscheid, alles auf kleinbeerige Pinot von Burgunder Klonen zu setzen und auf einen Ausbau im Holz. Ist ein Wein so voll und extraktreich, wird er von der neuen Eiche nicht erschlagen, und das gilt auch für den Chardonnay, den Gantenbein neben dem Rheinriesling und ein wenig Pinot blanc ebenfalls anbaut. Nicht wie man's immer gemacht hat, zählt für die Gantenbeins, nicht was die andern tun, «sondern was man selber im Kopf hat».

Hier die Adresse:

Daniel und Martha Gantenbein
Platz 34
7306 Fläsch

Tel. 081 302 47 88
Natel 079 413 03 20
 

 

Die nördlichen Weinbaugebiete Graubündens

Das wichtigste Weinbaugebiet konzentriert sich auf die Bündner Herrschaft mit den Gemeinden Fläsch, Maienfeld, Jenins und Malans (mit dem traditionellen Dessert-Wein "Completer"). Hier läuft der Blauburgunder zur schweizerischen Höchstform auf. Weitere bekannte Rebgemeinden im Bündner Rheintal sind Zizers, Trimmis, Chur (die Kantons-Hauptstadt mit bekanntem Bischofsgut) und Felsberg. Einzelne Rebparzellen finden sich überdies in Igis, Domat/Ems und Bonaduz.

Zizers liegt vielleicht ein wenig im Schatten des Erfolgs der "Herrschaft". Aber die Qualität der Weine der grössten Weinbaugemeinde ausserhalb der Bündner- Herrschaft, steht in nichts nach.

Rebstock-Pacht: Auf dem Weingut der Familie Grendelmeier (Bild rechts) in Zizers können Sie übrigens einen Weinstock pachten. mehr...

Das Klima ist von viel Sonnenschein sowie vom durch das Rheintal blasenden südlichen Föhnwind geprägt. Dieser Fallwind wird hier bezeichnenderweise "Traubenkocher" genannt, weil er die Zuckerbildung in den Trauben begünstigt. Dank dem Föhnklima wachsen kräftige, lagerfähige Rotweine, die in guten Jahren durchaus mit grossen Burgunder rivalisieren können. Die Rebstöcke reifen in von dicken Mauern umgebenen Weinbergen. Wie im Tessin hat sich in der Herrschaft eine Elite von Winzern herangebildet, die mit ihren Blauburgundern den internationalen Vergleich nicht zu scheuen brauchen. 

Zum überwiegenden Teil (90%) werden "Bündner Rheinweine" produziert. Das sind kräftige, alkoholreiche Rotweine aus Pinot Noir (hier auch Klevner oder Chlävner genannt), die zumeist in Barrique ausgebaut werden. Weitere Sorten sind Müller-Thurgau und Chardonnay. Daneben bauen innovative Winzerinnen und Winzer in kleinsten Mengen auch viele für Graubünden spezielle Sorten an, wie etwa Completer (eine der ältesten Rebsorten der Schweiz), Grauburgunder, Weissburgunder, Gewürztraminer, Merlot oder Cabernet Sauvignon.

 

Die Wein-Spezialitäten "Completer" und "Schiller"

Neben dem klassischen Herrschäftler, also dem Blauburgunder, sind die typischsten Bündner Weinspezialitäten der Schiller und der älteste Wein Graubündens, der weisse Completer (Malansertraube).

Der Completer wurde bereits im Jahre 926 erwähnt und hauptsächlich in Malans als Rarität gepflegt. Über Jahrhunderte haben sie die Malanser kultiviert, weshalb sie oft Malanser-Traube genannt wird. Hoher Oechsle- und Säuregehalt ergeben einen alkoholreichen, langlebigen Wein mit seltsam schönem Bouquet. Sein Name soll daher rühren, dass die Chorherren des Churer Stifts diesen edlen Tropfen jeweils nach dem Abendgebet, dem Completorium, genossen haben. Möglicherweise haben wir die Rebe aber auch den Römern zu verdanken. Die Sorte war Mitte des letzten Jahrhunderts fast ausgestorben.

Der Schiller hat nichts mit dem deutschen Dichter Schiller zu tun, dafür mit dem altdeutschen Wort "schilhen", das sowohl schielen als auch "in mehreren Farben schillern" bedeutet. Es ist die gebräuchliche Bezeichnung für einen Rosé, der aus vor dem Pressen gemischten roten und weissen Trauben (also kein Verschnitt von Mosten oder Weinen) des gleichen Rebberges gekeltert wird. Der Schiller ist ein Kuriosum aus alten Zeiten, als blaue und weisse Trauben im gleichen Rebberg gediehen. Sie werden heutzutage noch gleichzeitig gelesen und als Süssdruck gekeltert. Der Schiller präsentiert sich jugendlich mit einer Fruchtigkeit in Nase und Gaumen. Ein idealer Wein für die heissen Sommertage. Passt zu einer Bündnerplatte, Kaninchen oder Käse. Lagerfähigkeit 3 bis 4 Jahre. Ein besonders schlitzohriger Weingeniesser meinte einmal, der Erfolg des Schillers sei auch darauf zurückzuführen, dass man, wenn einem der Arzt das Weisswein – und das Rotwein-Trinken verboten habe, immer noch auf den Schiller ausweichen könne.

 

Rebsortenspiegel Kanton Graubünden (ohne Misox)

Rote Sorten: Mit über 78 % und einer Rebfläche von mehr als 328 ha führt im Kanton Graubünden der Pinot noir (Blauburgunder) die Hitliste aller Rebsorten - ob weiss oder rot - an.

Weisse Sorten: Der Riesling x Silvaner (Müller-Thurgau) ist der meistangebaute Weisswein. Er belegt etwas über 32 ha Rebfläche und damit 7,84 % der Gesamtrebfläche des Kantons Graubünden. Dicht auf folgen Chardonnay (ca 12 ha / ca. 2,8 %), Grauburgunder (ca. 10 ha / ca, 2,45 %), Weissburgunder (ca. 9 ha / ca, 2,2 %) und Sauvignon blanc (ca. 6,6 ha / ca. 1.58%).

Sowohl bei den roten, wie auch bei den übrigen weissen Sorten liegen alle weitern unter einem Flächenanteil von weniger als 1%.  Der Merlot belegt ca. 2,6 ha (ca. 0,63 %), Diolinoir ca. 2,1 ha (ca. 0,52 %), die bündnerische Spezialität Completer wird immerhin noch auf rund 2 ha angebaut.

Weitere Sorten sind: Acolon, Cabernet Cubin, Cabernet Dorio, Cabernet Dorsa, Cabernet Franc, Cabernet Jura, Cabernet Mitos, Cabernet Sauvignon (ca 0,8 ha), Cabernet x Maréchal Foch, Dakapo, Deckrot, Dornfelder (ca. 1,5 ha), Dunkelfelder, Freisamer, Galotta, Gamaret, Garanoir, Gewürztraminer (ca. 1 ha), Heunisch, Kerner, Léon Millot,  Léon Millot x Maréchal Foch, Malbec, Maréchal Foch, Nebbiolo, Regent, Rheinriesling, Sauvignon Soyhières, Scheurebe, Seyval blanc, St. Laurent, Viognier, Weisser Traminer und Zweigelt. Insgesamt 45 Sorten sind zugelassen.

 

Die grössten Weinregionen Graubündens

Gemeinde

Rebfläche

Bemerkungen

Maienfeld

ca. 109 ha

Davon 90 ha Pinot-Noir, 6,7 ha Rieling x Silvaner, 3,1 ha Chardonnay

Malans

ca. 98 ha

71 ha, Pinot-Noir, 8,3 ha Riesling x Sivaner, 3,6 ha Weissburgunder, 3,3 ha Chardonnay, Completer 1,7 ha

Jenins

ca. 75 ha

Davon 62 ha Pinot-Noir

Fläsch

ca. 66 ha

Davon 49 ha Pinot-Noir

Zizers

ca. 39 ha

ca. 30 ha Pinot-Noir, ca 4,1 ha Riesling x Silvaner, ca 1,3 ha Sauvignon blanc, ca. 1,0 ha Chardonnay

Misox

ca. 32 ha

Weinregion Tessin, 84 % Merlot

Trimmis

ca. 17 ha

Davon 13 ha Pinot-Noir

Chur

ca. 9 ha

90% Pinot-Noir, 402 m2 Completer

Felsberg

ca. 5,2 ha

Mehrheitlich Weissweine

Igis

ca. 0,5 ha

Blauburgunder / Pinot-Noir

Bonaduz

ca. 0,2 ha

Beinahe 80 % Weiswein (Riesling x Silvaner

Domat/Ems

ca. 0,2 ha

Ausschliesslich Pinot-Noir

Total ca. 419 ha ohne Misox. (Jahr 2005).

 

Die grössten Weinbaubetriebe im Rheintal

Wie auch in andern Kantonen verfügen vollberufliche Winzer in der Regel zwischen 3 und 10 ha Rebfläche. Im Kanton Graubünden zählen 41 Betriebe dazu. Es gibt zwei die grösser sind, so beispielsweise Cottinelli-Weine in Malans mit 22 ha und Davaz-Weine in Fläsch mit ca. 10 ha. Das Schloss Salenegg in Maienfeld folgt mit 8 ha Rebfläche. Insgesamt 373 verschiedene Bewirtschafter arbeiten Jahr für Jahr in den Rebbergen. Der kleinste Besitzer betreut eine Rebfläche von 141 m2. 264 Winzer - also knapp 71% -  besitzen eine Rebfläche, die kleiner als 1 ha ist. 

 

Der höchstgelegene Rebberg des Kantons Graubünden

Seit 1989 besitzt das Kurhaus Bad Rothenbrunnen einen eigenen Rebberg auf 800m ü.M. Es dürfte der höchstgelegene Rebberg in Graubünden sein, oberhalb des Schlosses Rietberg gelegen, in welchem der bekannte Bündner Freiheitskämpfer Jürg Jenatsch den Ritter Pompejus von Planta ermordete.

 

Zusammenschluss der Weingebiete Bündner Herrschaft und Churer Rheintal

Die beiden Weinbaugebiete haben eine Annäherung beschlossen und den Antrag für eine Zusammenlegung dem Kanton Graubünden unterbreitet. Demnach dürften künftig beispielsweise einem "Bündner Herrschäftler" bis zu 10% eines Weins aus dem benachbarten Churer Rheintal beigefügt werden. Dieser Entscheid scheint gut durchdacht. Die beiden Gebiete sind praktisch identisch und sehr klein. Die Qualität der Weine ist bekannt. Zudem werden die Weine aus der Bündner Herrschaft unter dem Namen der einzelnen Dörfer verkauft und daran soll sich in Zukunft auch nichts ändern.

 

Im Süden vorwiegend Merlot

Während sich die Weinproduktion im Puschlav und Bergell höchstens auf den Hausgebrauch beschränkt, wird im Misox vornehmlich Rotwein angebaut. Der Süden unterscheidet sich in Sprache, Klima, Sortenspiegel und Tradition von den nördlichen Weinbaugebieten. Kein Wunder also, dass das Misox zu der Weinregion Tessin / Südschweiz gezählt wird. Im Kanton Graubünden wird die kontrollierte Ursprungsbezeichnung von Wein (AOC) ab dem Jahr 2008 neu geregelt. Die Bestimmungen für das Misox werden neu an das Tessiner Recht angepasst.

Rebgemeinden sind Cama, Grono, Leggia, Roveredo, San Vittore und Verdabbio. Wie im benachbarten Tessin ist der Merlot mit rund 84 % Rebfläche (ca. 27 ha) die Hauptsorte. Darüber hinaus wird der nur im Tessin und Misox vorkommende Bondola (Nostrano) gekeltert, eine fast ausgestorbene autochthone Rebsorte. Daraus entsteht ein Tessiner "Landwein", der hier aber eine Qualität erreicht, die beachtlich ist: Würzig, fruchtig, saftig: ein typischer Wein aus der Südschweiz. Neuerdings findet man aber auch etwas Blauburgunder, Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc. Als Weissweinsorten gibt es den Chardonnay, Chasselas und Grauburgunder. Es existieren auch weiterhin Rebparzellen, die mit sogenannten Direktträgern (Americano) bestockt sind.

 

Kulinarisches Graubünden

Graubünden ist immer schon Durchgangsland gewesen. Das hat auch die Küche der Region geprägt. So findet man hier alle Formen der internationalen Küche. Die traditionellen Bündner Gerichte werden am ehesten in entlegenen Bergtälern serviert. Als Vorspeise empfiehlt sich die Gerstensuppe, die "Schoppa da giotta", die am besten zur "Beinwurst" dem beliebtesten Hauptgericht passt. Die im Ausland bekannteste Spezialität ist das "Bündner Fleisch", gepresstes an der Luft getrocknetes Rindfleisch auch "Bindenfleisch" genannt. Weitaus kalorienreicher sind die Mehl- und Kartoffelspeisen: "Pizokel" (Riesenspätzle aus Hartweizengriess und Weizenmehl), "Tatsch", "Capuns" (in Mangoldblätter eingewickelte Spätzle mit Speck- und Fleischstückchen), oder die "Maluns", die Königin der Kartoffelspeisen, bestehend aus geriebenen Kartoffeln, die mit Mehl vermischt in Butter oder Margarine gegart werden. Den Nachtisch bildet "Birnbrot", "Fruchtstollen", "Pitta" (Hefekuchen), "Biesttorte" und die Engadiner Nusstorte.

Auf der Homepage www.buendnerkaese.ch haben wir eine lustige Anektode über Käse gefunden, die wir gerne hier abdrucken:

In einem kleinen Bündner Dorf war der Schneider einst auf Brautschau. Und als es Zeit zum Nachtessen war, flüsterte die Mutter ihrem Bub heimlich ins Ohr, er solle, wenn sie nach dem Käse rufe, den Laib auf der Laube durchs Ofenloch halten. Sie sage dann: „Nein nicht den, nimm einen anderen!“ So wollte die Mutter dem Schneider beweisen, dass ihre Tochter nicht aus armem Hause kommt. Der Bub tat, wie ihm geheissen, aber als er den gleichen Käse zum fünften mal durchs Ofenloch gehalten hatte, da sagte der Bub: „Wenn ihr jetzt dann nicht bald sagt: das ist der rechte, dann sage ich, dass wir nur einen haben.“

 

Nusslikör - Ein Rezept Aus einem alten Bündner Kochbuch.

Zutaten

  • 15 – 20 gr grüne Nüsse, Ende Juni gepflückt
  • 3 ltr Branntwein
  • 15 gr gerösteter und gemahlener Kaffee
  • 1 ½ gr geschnittene Vanille
  • 750 gr gestossener Zucker

    Zubereitung

    Man schneidet die Nüsse in Stücke und lässt sie einen Monat im Branntwein, fügt die 4 obgenannten Zutaten bei, lässt sie noch 14 Tage stehen und filtriert dann das Ganze.

     

Aus der Geschichte

Graubünden ist der grösste und gebirgigste Kanton der Schweiz. 460 Gipfel der rund 1000 Berge Graubündens ragen über 3000 Meter hinaus. Durch die spärliche Besiedlung und die schwer zu erreichende Lage hat der Kanton seine kulturelle Eigenheit bewahren können. Etwa die Hälfte der Bevölkerung ist deutschsprachig, die restlichen Einwohner sprechen italienisch oder rätoromanische Dialekte.

Die Gegend, die ursprünglich von den Rätern besiedelt war, wurde von den Römern im Jahr 15 v. Chr. unterworfen. Im späten 14. Jahrhundert n. Chr. vereinten sich Bauern der Region, um gegen die Habsburger zu rebellieren. Sie schlossen sich im Bündnis des Grauen Bundes, der Ligue Gris, zusammen, das nach dem selbstgesponnenen groben grauen Kleiderstoff der Rebellen benannt wurde. Der Name des Kantons leitet sich von dieser Vereinigung ab. Allianzen mit zwei anderen Bünden und der Schweizerischen Eidgenossenschaft führten im frühen 16. Jahrhundert zur Erlangung der Unabhängigkeit. Graubünden trat der Schweizerischen Eidgenossenschaft schliesslich im Jahr 1803 bei.

Die landschaftliche Schönheit ist Ursache einer florierenden Tourismusbranche und mit ihr verknüpfter Industriezweige, die die wichtigsten Arbeitgeber in der Region darstellen. Graubünden verfügt über zahlreiche Wintersportzentren und Kurorte, von denen insbesondere St. Moritz (Bild rechts), Davos, Pontresina und Arosa bekannt sind.

 


Weitere Informationen über Weinbau im Kanton Graubünden erhalten Sie über die Homepage des Bündner Weinbauvereins. mehr...

 

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