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Vor rund
2000 Jahren lösten Holzfässer die schweren und sehr zerbrechlichen Amphoren ab.
Über die Jahrhunderte wurde Eiche zunehmend das Baumaterial schlechthin für
Lagerfässer. In einigen grossen Weinländern wurden aber bis Mitte des letzten
Jahrhunderts alle Holzfässer gründlich von jeglichem Holzgeschmack durch
Süssbrühen und entsprechende Vorbehandlung „weingrün“ gemacht. Bis das Fass
ausgelaugt war, wurden meist in neuen Fässern zunächst geringwertige Weine
ausgebaut. Für die guten Weine wurde dann ein Neutralausbau vorgenommen, der
möglichst keine Holzaromen aufwies.
Im Sinne dieser Philosophie ist es verständlich, dass der Anteil der
Lagerkapazität mit Holzfässern abgenommen hat. In manchen Weinbergen und
Kellereien sucht man heute vergebens nach Holzfässern.
Viele Kellermeister konnten sich lange kaum vorstellen, Holzgeschmack und Wein
zu vermählen. Nach seiner Meinung zum Thema Barrique befragt, antwortete ein
anerkannter Weinbaufachmann, dass er 50 Jahre seines Lebens darum gekämpft habe,
endlich den Fassgeschmack aus dem Wein zu bekommen und jetzt kommen die Leute
daher und machen ihre Fässer nicht mehr „weingrün“.
Dass unter solchen Umständen sich im Rahmen einer Modernisierung in vielen
Grossbetrieben Tanks aus Edelstahl durchsetzten, ist nachvollziehbar. Der Ersatz
der Holzfässer erfolgte vor allem aus arbeitswirtschaftlichen Gründen. Im
Unterschied zum Holzfass haben Tanks wesentliche Vorteile. Hier einige davon:
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Behältergrösse und Form sind extrem variabel |
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Reaktionsneutrales Material |
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Kaum
Verschleiss und Abnutzung |
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Keine
aufwendige Konservierung notwendig |
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Reinigung und Weinsteinentfernung problemlos |
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Sterilisation einfach und sicher – grössere Hygiene |
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Kein
Schwund und ständiges Beifüllen |
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Kühlbar |
Der Weinausbau im Holzfass bringt eine Reihe von Arbeitsschritten mit sich, die
beim Tankausbau wegfallen.
Betrachtet man heute die Sortimente von Weingütern, haben Barrique-Weine als
Spitzenprodukte sich durchgesetzt und damit auch dem kleinen Eichenholzfass
seinen ursprünglichen Platz zumindest teilweise wieder zurück erobert. Die etwa
225 l haltenden Fässer werden übrigens im Burgund "Piecen" und in
Deutschland "Oxhoft" genannt. Aber mittlerweile hat sich der aus dem
Bordeaux bekannte Begriff "Barrique" durchgesetzt.
Es gibt jedoch eine Reihe von Weinen im mittleren Qualitätssegment, für die
Barriques aus Kostengründen nicht in Frage kommen. Um trotzdem zu den begehrten
Holzaromen zu gelangen, kommen neben „oak-chips“ (Eichenholzspäne) zum Beispiel
auch „inner staves“ (innenliegende Dauben) zum Einsatz. Beide sind bisher nach
europäischem Recht in der Weinbereitung nicht zulässig.
Das
Savioz-Fass
Eine
weitere Alternative ist die Entwicklung des Schweizers Cyrille Savioz mit seinem
"Savioz-Fass" (ursprünglich "Cybox" genannt). Er hat eine neue,
eckige Bauform
entwickelt, bei der die Dauben auf computergesteuerten CNC-Fräsmaschinen
vorgefertigt werden und der Zusammenbau nur in wenigen Minuten erfolgen kann.
Über eine Keramik-Infrafrot-Mikrowelle werden die Dauben zu jeder Zeit
gleichbleibend und reproduzierbar getoastet. Sobald die Dauben fertig
verarbeitet sind, werden diese zusammengesetzt und mit Stahlbändern unter
starker Spannung zusammengehalten.
Als
weiteres Novum stellt der Hersteller in Aussicht, dass man zur Zeit darüber
nachdenke, die Fässer nach einer drei-vierjährigen Belegungsphase zurückzunehmen
und für andere Anwendungen weiterzuverarbeiten. Durch die ungebogene Form eignen
sich die Dauben der Savioz-Fässer durchaus für andere Zwecke, wie z.B.
Furnierholz oder Parkettherstellung.
Mehr über
das Savioz-Fass erfahren Sie auf der
Homepage des Erfinders
hier...
Mehr über Barrique-Fässer erfahren Sie hier...
 
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