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DO Montsant - seit 2001
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Falset
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Die DO Montsant liegt etwa 30
km von Tarragona entfernt im Landesinnern und entstand erst
im August 2001. Vorher war sie Bestandteil der DO Tarragona. Unter der neuen
Bezeichnung und mit neuen Herstellungsrichtlinien versehen, verzeichnete die
Wein-Region um das Städtchen Falset seither einen beachtlichen Aufschwung. Sie
profitierte aber vor allem vom Erfolg der DOCa Priorat, die sie geographisch
beinahe umschliesst und die mit Sicherheit ihr Vorbild ist. Viele Winzer des
Priorats verfügen auch über Grundstücke in der DO Montsant. Die
Bodenverhältnisse unterscheiden sich leicht von jenen des Priorats. Aber
grundsätzlich darf schon behauptet werden, dass die Weine des DO Montsant die
etwas preisgünstigere Variante jener des Priorats sind. Traditionell hergestellt
werden auch oxidativ in Barriques ausgebaute und gespritete Likörweine (Vi Ranci)
und der Weissweinlikör "Mistela blanca" und der rote Bruder dazu - "Mistela
negra" - mit jeweils
15-20% vol. Alkoholgehalt.
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Karte DO
Montsant
(vergrössern
anklicken) |
Die DO Montsant umfasst rund
2'000 ha Rebfläche die auf 200 bis 700 m.ü.M. liegen und in 16 Gemeinden der Provinz Tarragona, innerhalb des
Priorats und der Region Ribera d'Ebre aufgeteilt sind. Dazu gehören La Bisbal de Falset, Cabacés,
Capçanes, Cornudella de Montsant, La Figuera, Els Guiamets, Marça, Margalef, El
Masroig, Pradell, La Torre de Fontaubella, Ulldemolins und Teile der Gemeinden
Falset, Garcia, El Molar, Móra la Nova und Tivissa (Darmós und La Serra d'Almos).
Eine Landkarte der DO Montsant finden Sie hier...
Rebsorten in der DO Montsant
Folgende Rebsorten sind durch
den Conseil Regulador des DO Montsant zugelassen:
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Weinlese
bei der Agricola Falset-Marça |
Rote Rebsorten:
Cabernet Sauvignon (ca. 103
ha), Samsó (oder Carinyena mit ca. 756 ha die meist angebaute Rebsorte der DO
Montsant), Garnatxa Negra (auch Garnacha Tinta genannt, mit ca. 613 ha die
Nummer 2 der Region), Garnatxa Peluda (ca. 5 ha einer Mutation der Grenach noir
- auch bekannt unter Lladoner Pelut),
Merlot (ca. 53 ha),
Monastrell
(ca 3 ha), Picapoll negre, Syrah (ca. 85 ha) und
Ull de liebre (auch unter Cencibel bekannt, mit ca. 225 ha die Nummer 3 der angebauten Reben der Region).
Die DO Montsant ist eine Rotweinregion. Der Anteil des Weissweins liegt nur bei
ca. 10 %.
Weisse Rebsorten:
Chardonnay,
Garnatxa blanca
(ca. 36 ha), Macabeu (ca. 63 ha), Moscatell, Pansal (ca. 1 ha), Parellada (nur
ca. 0,5 ha) und die heimische Trobat.
Old Vines
Die DO Montsant ist bekannt für
"old vines" (alte Reben), die oft weit über 50 Jahre hervorragendes Traubengut
liefern. Diese Weinstöcke ergeben heute oft nur noch wenige Kilogramm Trauben
jährlich. Aber in höchster Qualität und bilden so eine Art "Schatzkammer" des DO
Montsant.
Das Klima und der Boden
Die umfassenden Berge sorgen
für einen starken Kontinental-Klimaeinfluss. Die Feuchtigkeit erhält die Region
vor allem durch die Winde des nahen Mittelmeers.
Drei wesentliche Bodenarten
kommen vor:
Kompakte Kalkböden mit
kiesiger Struktur finden sich in den äussern Bezirken der DO Monsant. Im Gebiet Cordunella
überwiegt Schiefer. Um die Ortschaft Falset wird das Terrain durch
fruchtbare Granitsande geprägt, die nur eine geringe Wasserspeicherung zulassen.
Der Weinbau in der DO
Montsant
Zu den grössten
Weinbaubetrieben gehören der Celler de Capçanes, die Agricola Falset-Marça,
Cellers Joan d'Anguera in Darmos und der Celler el Masroig. Im Jahr 2002 waren
erst 28 Weinbaubetriebe registriert. 2005 wurden schon 40 Wineries gezählt. Mehr
als 68 % der in Flaschen abgefüllten Weine werden exportiert. Hauptabsatzgebiete
sind Deutschland (ca. 56%), die USA (ca. 18%), gefolgt von Grossbritannien, der
Schweiz, Frankreich und Holland.
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Agricola
Falset-Marça |
Besucht man Falset fallen
sofort die Gebäude der Agricola Falset-Marça auf. Der Weinkeller wurde von César
Martinell, einem Studenten Gaudis, entworfen. Er hat u.a. auch in den Ortschaften Gandesa und El Pinell de Brai
der DO Terra Alta ähnlich eindrückliche Bauten hinterlassen.
Gegründet wurde die Agricola
Falset-Marça im Jahr 1999. Sie entstand aus einer Fusion zwischen den
Genossenschaften von Falset (1917) und Marça (1913) und bearbeitet rund 380
Grundstücke in der Region. General Manager ist zur Zeit Josep Maria Perello, der
uns den Betrieb in gutem deutsch erklärte. Linkerhand des Verkaufsladens der
Agricola Falset-Marça haben wir ein kleines Restaurant besucht. Leider ist uns
der Name entfallen. Wir haben in Spanien selten so gut und preiswert gegessen
wie dort.
Bekannte Weine der Agricola
Falset-Marça werden unter der Marke "ÉTIM" angeboten. Dazu gehören der "Étim
blanc" (Garnacha weiss), "Étim rosat" aus alten Rebstöcken der Garnacha und
Syrah - ein Rosé gefüllt von frischen Aromen nach roten Früchten, Himbeer und
Erdbeer, "Étim negre" aus Garnacha, Mazuelo und Syrah, den anspruchsvollen
Rotweinen "Étim l'esparver" und "Castell de Falset" (12 Monate Ausbau in
Barrique - sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis), "Étim old vines Grenache" und
"Étim Syrah".
Die Cooperativa de Capçanes
wurde im Jahr 1933 von 125 Weinbauern gegründet. Sie ist einer der Förderer der
DO Montsant aber auch äusserst aktiv in der DOCa Priorat. Flagschiff der Bodega
ist der sortenreine Garnatxa Cabrida.
Koscherer Wein aus der DO
Monsant
Die
Cellers de Capçanes sind seit vielen
Jahren als Hersteller koscheren Weins bekannt. Bezeichnung: "Flor de Primavera".
Koscher bedeutet "rituell rein" oder authorisiert. Das jüdische Gesetz schreibt
genaue Herstellungs-Bedingungen vor, die vor allem darauf abzielen, dass keine
Ungläubigen bei der Weinbereitung die Hand im Spiel hatten. Auch im Celler de
Capçanes wird der Herstellungsprozess durch einen Rabbi oder einen durch die
jüdische Gemeinde Beauftragten nach der Halacha
(jüd. Religionsgesetz) bewilligt und
überwacht. Die Zuführung von Hefen ist untersagt, die Gärung erfolgt
ausschliesslich durch Naturhefen. Gelatine, Kasein sowie Stierblut sind beim
Vinifizieren unzulässig. Zur Reinigung ist lediglich Betonit zugelassen. Es
dürfen nur Papierfilter verwendet werden. Ausserhalb Israels wird nicht nur in
Spanien koscherer Wein hergestellt. Man findet ihn auch in Australien,
Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, Südafrika, Ungarn und den USA. In
Israel selbst gehen die Vorschriften etwas weiter, als in der übrigen Welt.
Diese betreffen vorwiegend Düngung, Ernte, Brache und ein Rabbi achtet darauf,
dass bei der Weinlese nur Männer mithelfen, die den Sabbat einhalten. Auch alle
Weinbehandlungsmittel müssen aus Israel stammen.
Weinroute durch das DO
Montsant- ideal auch für Fahrradfahrer
Die Strassen in der DO Montsant
sind mehrheitlich in ausgezeichnetem Zustand. Kein Wunder trifft man oft auf
Fahrradfahrer aus aller Welt.
Der Consejo Regulador der DO
Montsant schlägt folgende Route vor, die durch die gesamte Region führt:
Nach Falset gelangen wir über
die Nationalstrasse N-420. Die Stadt liegt ca. 30 km vor Tarragona. Nebst dem
eindrücklichen Celler Cooperatiu (Bild siehe oben), lohnt sich hier die zentrale
"Plaça de la Quartera" zu besuchen. Dort befindet sich auch der Palast der "Earls
of Prades", ein Rennaissance-Gebäude aus dem XVII Jahrhundert. Ausgangs Falset
geniessen wir von der "St. Gregori hermitage" einen imposanten Blick über die
ganze Region Falset.
Weiter führt die Strecke nach
Marça zu der Kirche Sta Maria oder dem Miloquera-Museum (Wein-Museum). Danach
nach
Capçanes und
El Masroig.
Hier befindet sich das "Can Bassó-Museum". Abschliessend empfehlen wir den
Besuch der Ortschaften
El Molar
und La
Figuera von der behauptet wird, dass bei gutem Wetter bis zu sieben
spanische Regionen überblickt werden können
Weitere Informationen über
die DO Montsant erteilt:
Consejo Regulador D.O. Montsant
Plaça Quartera, 6 € E 43730 Falset/Tarragona
Tel: +34 - 977 831 742 € Fax: +34 - 977 830 676
Mail: info@domontsant.com Web:
www.domontsant.com
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