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Valencia - Region, Provinz, Stadt
und Weingebiet
Der Name Valencia gilt für die autonome,
spanische Region in der Levante, für die Provinz Valencia (neben Alicante und Castellón de la Plana eine
der drei Provinzen dieser autonomen Region) und für die Hauptstadt der Provinz
Valencia und schlussendlich auch für die Weinregion DO Valencia.
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Eingang zur
Markthalle "Mercado Central" in Valencia |
Valencia - autonome Region
Die Autonomie von Valencia (Comunidad
Valenciana) im
Südosten der Mittelmeerküste ist eines der fruchtbarsten und
abwechslungsreichsten Gebiete Spaniens. Das Territorium der 1982 gebildeten
Autonomen Gemeinschaft Valencia ist beinahe identisch mit demjenigen des ehemaligen Königreiches Valencia, das
zur Krone Aragonien gehörte. Sie weist ca. 4,3 Mio Einwohner auf.
Valencia ist
aber nach
der zentralspanischen Autonomie "Castilla-La Mancha" auch die
zweitgrösste Weinbauregion Spaniens. .
Im Bereich der Autonomen Region
Valencia liegen drei D.O. Wein-Gebiete: Die D.O. Valencia (ca. 18'000 ha), die grössere
(aber für den Weinfreund eher belanglose) Rotwein - D.O.
Utiel-Requena (ca. 40'000 ha) und die D.O. Alicante (ca. 14'600 ha). San Mateo in der Provinz Castellón und
Beniarré in Alicante sind zwei weitere grosse Weingebiete in der Region, die
allerdings erst auf dem Weg zur Anerkennung als D.O. - Gebiet sind.
Autonome Regionen sind Gebietskörperschaften,
die im Rahmen der spanischen Verfassung mit bestimmten Kompetenzen in
Gesetzgebung und Vollziehung ausgestattet werden.
Valencia - die Provinz
Zur Provinz mit insgesamt ca 2,4 Mio Einwohnern gehört auch die Exklave Rincón de Ademuz, eine Comarca mit knapp
2'500 Einwohnern, die zwischen den Nachbarprovinzen Teruel und Cuenca liegt.
Die "Comarcas" der Provinz Valencia sind:
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El Camp de
Túria |
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El Camp de
Morvedre |
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La Canal de
Navarrés |
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La Costera
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La Foia de
Bunyol / La Hoya de Buñol |
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L'Horta (-
Nort, - Oest, - Sud) |
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La Plana de Utiel-Requena
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El Racó d'Ademús / El Rincón de Ademuz
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La Ribera Alta |
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La Ribera Baixa
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La Safor
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Els Serrans
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La Vall d'Albaida
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La Vall de Cofrents-Aiora / El Valle de Cofrentes-Ayora
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Valencia - die Stadt
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Hier tagt
das Wassergericht Valencia -El Tribunal de las Aguas |
Valencia ist eine der
belebtesten Städte Spaniens. Sie liegt an der Mündung des Flusses Turia zum
Mittelmeer und ist mit ca. 850.000 Einwohnern nach Madrid und Barcelona die drittgrösste Stadt des Landes.
Valencia verfügt über
hervorragende Badestrände sogar im Herzen der Stadt und ein grossartiges Angebot
an Kultur und Nachtleben.
Zu Füssen der Kathedrale mit
dem Migeléte-Turm liegt die Plaza Reina. Hier findet im Juni immer ein
traditioneller Töpfermarkt statt. Der Mercado Central (Bild oben rechts), der
Zentralmarkt, ist mit einer Fläche von 8'000 m2 einer der grössten Spaniens. Das
Jugendstilgebäude wurde 1928 fertig gestellt. Darauf verteilen sich etwa 1.000
Verkaufsstände mit frischen Lebensmitteln.
Die Stadt der Künste und
Wissenschaften (Cuitat de les Arts i les Ciencies) ist Valencias modernste
Errungenschaft. Das Science - Center wurde in den Jahren 1991 bis 2005 erstellt.
Das Oceanografìc gehört dazu. Es beherbergt rund 50.000 Meerestiere, die 500
verschiedenen Arten angehören. Der "Palau de les Arts Reina Sofía" ist ebenfalls
Bestandteil des Science - Centers. Der Palau beinhaltet eine extravagante Oper und
einen Musikpalast mit vier Sälen auf über 37.000 m2 Gesamtfläche.
mehr...
Und dann ist Valencia natürlich die Stadt, in der "El Cid",
Spaniens Nationalheld, gegen die Mauren kämpfte. El Cid's richtiger Name war
Rodrigo Díaz de Vivar (1043 bis 1099). Der Stoff und die Figur des Cid
beschäftigt Autoren und Komponisten bis in die jüngste Zeit hinein.
138 v. Chr. wurde die Stadt Valentia
Edetanorum von dem römischen Konsul Decimus Iunius Brutus gegründet. Etwa
hundert Jahre später wird Valentia als eine der ersten hispanischen Städte
eine römische Kolonie. Valencianische Banker haben übrigens der Königin "Isabella
I. von Kastilien" Kapital für die Reise Christoph Kolumbus nach „Hinterindien“
1492 geliehen. Das Projekt wäre beinahe an den hohen Forderungen Kolumbus
gescheitert.
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Las Torres
de Serrano - Verteidigungstürme der alten Stadtmauer aus dem Jahr 1392 |
In Valencia tagt seit über
tausend Jahren jede Woche Donnerstags um 11.40 h das Wassergericht - unter
freiem Himmel und vor Zuschauern. Das Wassergericht "El Tribunal de las Aguas",
welches sich aus Bauern aus der liebevoll "Huerta" (Garten) genannten Umgebung
Valencias zusammensetzt, regelt bis auf den heutigen Tag Entnahme- und
Bewässerungszeiten, schlichtet Streitigkeiten und fällt Urteile.
Die Hafenstadt Valencia
war schon in der Römerzeit ein wichtiger Umschlagsplatz für Wein und das ist bis
heute so geblieben.
Weitere Informationen über die
Stadt Valencia erhalten Sie hier:
Tourist Info
Paz, 48
46003 Valencia
Tel.: (+34) - 0 963 986422
www.turisvalencia.es
Valencia - die Weinregion
"DO Valencia"
Die DO Valencia umfasst etwas
über 18.000 Hektar Rebfläche (1999 = 17.355 ha). Sie ist in die vier
Unterzonen "Alto Turio", "Valentino", "Moscatel de Valencia" und "Clariano" aufgeteilt. Dort sind
oft völlig unterschiedliche geographische und klimatische Bedingungen
anzutreffen. Dementsprechend verschieden sind die Weine.
Alto Turia liegt im Nordosten,
ist sehr gebirgig und ist mit ca. 10% Rebfläche das kleinste Gebiet der DO
Valencia. Die Weinberge liegen hier durchschnittlich auf ca. 625 m.ü.M. und
befinden sich in den Gemeinden Chelva, La Yesa und Tuéjar. Die einzige
zugelassene Rebsorte in diesem Gebiet ist die weisse Merseguera.
Valentino ist mit 29 Gemeinden
und ca. 60% Rebfläche das grösste Teilgebiet der D.O. Valencia. Bekannteste Orte
sind Liria, Buñol, Chiva und Cheste. Zugelassene Rebsorten sind die
weissen Merseguera, Planta Fina, Pedro Ximénez und Malvasia sowie die roten
Garnacha Tinta und Garnach Tinrorea. Die Weinberge liegen zwischen 150 - 500
m.ü.M.
Eingegliederd in die Subzone Valentino ist ein Anbaubereich
"Moscatel de
Valencia". Diese verfügt über eine spezielle Zulassung für den Anbau der Moscatel-Traube, aus der ausschliesslich süsse Dessert- und Likörweine
hergestellt werden.
Clariano, die dritte Subzone
der D.O. Valencia, liegt ganz im Sküden der Provinz and der Grenze zur Provinz
Alicante. Die rund 30% restliche Rebfläche der D.O. verteilt sich auf 32
Gemeinden. Dazu gehören z.B. Onteniente, Albaida, Rugar und Pinet.
REbsorten: Zugelassen sind die weissen Merseguera, Tortosi nd Malvasia und die
roten Monastrell, Forcayat, Garnacha Tinta und Garnacha Tintorera.
Die Rebsorten
Zugelassene Rebsorten für die
DO Valencia sind:
Mehrheitlich sind die Rebflächen der D.O. Valencia mit weissen Sorten
bestockt, insbesondere mit Merseguera (ca.
4'500 ha) und Moscatel Romano (Muscat d´Alexandrie
mit ca. 3'200 ha). Rote Rebsorten bedecken nur ca. 20% der Rebfläche.
Aus letzterer wird der süsse
Mistela
produziert, dem so viel reiner Weinalkohol zugesetzt wird, dass das fertige
Produkt einen Alkoholgehalt von ca. 15% erreicht.
Eine weitere Wein-Spezialität
Valencias ist die "Doble Pasta", ein tiefdunkler, fast schwarzer Rotwein mit
ungewöhnlich hohem Tanningehalt.
Die Charakteristik der Weine
Weiss - Farbe: Brillantes Blass- bis Goldgelb. Nase: Traubige Rebsortentönen,
beim Moscatel die typische Moschusnote. Gaumen: Leicht, trocken, mit
ausgewogener Säure.
Rosé - Farbe: Rosen- bis Himbeerfarben. Nase: Ausgeprägt, an rote Waldbeeren
erinnernd. Gaumen: Frisch, angenehm zu trinken.
Rot - Farbe: Kirsch- bis
Sauerkirschrot mit violettem Saum. Nase: Ausgeprägt, Noten reifer roter Früchte.
Gaumen: Körperreich, warm, mildwürzig.
Es gibt eine
Sonderregelung, wonach die Weine mit welchen aus der westlich anschliessenden DO Utiel-Requena (und umgekehrt) verschnitten werden dürfen.
Klima und Bodenverhältnisse
In der Küstenregion herrscht
feucht-heisses Mittelmeerklima vor. In den Bergregionen ist es trockener und
weniger heiss. Die Durchschnitts-temperatur schwankt zwischen 12,5 (Alto Turia)
und 15 oC (Valentino und Clariano). Bei 400 - 550 mm Niederschlag
scheint die Sonne rund 2'700 Stunden im Jahr.
Brauner, kalkhaltiger Boden,
der arm an organischer Materie ist und eine dünne Auflage auf dem felsigen
Untergrund bildet. In der Sub-Region Valentino findet man lockere, tiefere
Böden.
Aus der Geschichte der DO
Valencia
Archäologische Funde belegen,
dass es schon in prähistorischer Zeit Weinreben in der Region gegeben haben
muss. Griechische Kaufleute haben bereits um das Jahr 300 v.Chr. Weine aus der
Gegend von Denia, Javea und dem heutigen Alicante nach Griechenland verschifft.
Vor der Reblaus-Plage um das Jahr 1900 wurde die Anbaufläche in der Region auf
über 150'000 ha aufgebläht. Als Konsequenz der Katastrophe wurden darauf in der
Küstengegend (Huerta) Apfelsinen, Oliven und Mandeln angepflanzt. Der Weinbau
zog sich ein Stück ins höher gelegene, weniger fruchtbare Inland zurück.
Weitere Auskünfte erhalten Sie hier:
Consejo Regulador de vinos de
la D.O.Valencia
C/ Quart, 22. 46001 Valencia (Valencia).
Tel.: 96 391 00 96 . Fax: 96 391 00 29.
E-mail: info@vinovalencia.org
Web: www.vinovalencia.org
Valencia und seine Küche -
die Paella ist hier zu Hause
Vor den Toren Valencias liegt
eines der grössten Reisanbaugebiete Europas. Das hat sich natürlich auf die
lokale Küche ausgewirkt. Reisgerichte gibt es in der Region Valencia in
zahllosen Variationen.
Obwohl die Paella heute als
"Nationalgericht" der Region Valencia und darüber hinaus (fälschlicherweise)
ganz Spaniens gilt, ist sie erst vor ca. 200 Jahren entstanden. Ihre Heimat
liegt aber definitiv in Valencia.
Zuerst war Paella wohl nur ein
Pfannengericht aus Reis, Gemüse, Kabeljau und Schnecken. Es galt als
"Arme-Leute-Essen". Später erst gab man Fleisch dazu. Die Paella mixta
(Meeresfrüchte-Fleisch-Paella) ist eine neuere Version der Paella Valenciana,
die von den Einheimischen gern als Paella de turistas (Touristen-Paella)
belächelt wird.
Vorsicht bei der Zubereitung
einer Paella: Die Flüssigkeit zum Kochen des Reis darf nur langsam nach und nach
zugegeben werden, so dass der Reiss Biss behält und kernig bleibt. Meist
verwendet man dazu kein Wasser sondern einen Sud von Meeresfrüchten oder eine
andere Brühe. Das Wort Paella stammt übrigens aus dem Katalanischen und bedeutet
einfach "Pfanne".
Es gibt natürlich nicht nur
Reisspezialitäten. Die nördlichen Küsten-striche um die Städte Veniaros,
Guardamar und Benicarlo sind berühmt für ihre hervorragenden Langusten und
Schellfische. Bekannt sind auch die Borreta, ein Gemüse-Eintopf mit Stock- oder
Tintenfisch und der Aal in Koblauch-Pfeffersauce "All i Pebre".
Wir vermieten Paella-Pfannen
und -Brenner, mehr...
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