Ernesto Pauli's

Weinlexikon

 

 

 

Anreicherung:

(auch Alkohol-Erhöhung oder Lesegutaufbesserung, früher Aufbessern oder Chaptalisation)

 

Zuckerzusatz, um den späteren Alkoholgehalt des Weines zu erhöhen.

 

Es gibt Anreicherungs-Höchstgrenzen. Es darf sich dadurch der Alkohol-Gehalt im Wein nur bis zu einem definiertem Wert erhöhen. Bei Qualitätsweinen ist dies gemäß EU-Verordnung bei Weisswein und Rosé maximal 12,8% vol (19 °KMW, 95 °Oe) und bei Rotwein maximal 13,6% vol (20° KMW, 100 °Oe). Die gesetzlichen Vorgaben sind je Weinentwicklungs-Stadium, Wein-Qualitätsklasse und auch je Land unterschiedlich

 

17 bis 19 Gramm Zucker pro Liter Wein erhöht den Alkohol-Gehalt um ca. 1% vol. Bei zu hoher Aufzuckerung kann ein scharfer, brennender Geschmack durch zu hohen Alkohol-Gehalt (Brandigkeit) festgestellt werden. In Australien, Chile und Südafrika ist die Trockenzuckerung verboten, aber auf Grund des Klimas auch nicht notwendig. In Italien ist eine Trockenzuckerung ebenfalls nicht erlaubt, hier muss mit RTK angereichert werden.

Die Anreicherung kann in verschiedenen Entwicklungs-Stadien des Weines oder Zeitpunkten erfolgen: zum Traubenmost, zum teilweise vergorenem Traubenmost oder auch noch zum Jungwein. Sie kann mit verschiedenen, klar definierten Mitteln wie Traubenmost, konzentriertem Traubenmost, RTK (rektifiziertem Traubenmost-Konzentrat), Saccharose (Trockenzucker), durch Konzentration des Mostes einschliesslich Umkehrosmose, sowie durch Konzentrierung mit Kälte (Ausfrierung des Wassers) erfolgen.

 

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