Ernesto Pauli's

Weinlexikon

 

 

 

Arneis

Die oft auch liebevoll "Barolo Bianco"  genannte  weisse Rebsorte  stammt aus den Roero-Bergen bei Alba in der italienischen Region Piemont. Sie wird hauptsächlich auf sandigen Böden in der Umgebung des Städtchens Canale angebaut und wurde im Roero erstmals im Jahre 1478 unter den Namen Renesium und Ornesio erwähnt. Sie ist neben der Cortese (Gavi) und dem Moscato, die autochthone (= einheimische) Weissweintraube des Piemont. Früher wurden aus ihr vor allem süsse Weine gekeltert oder sie diente als mildernder Verschnittpartner dunkler Nebbiolo-Rotweine. Sie wurde in den 80er Jahren von Vietti und Bruno Giacosa vor dem Aussterben bewahrt. 

 

In den DOC-Zonen Langhe und Roero werden daraus reinsortige Weissweine gekeltert (Roero Arneis und Langhe Arneis). Der Wein ist zartfruchtig, mit feinen Aromen nach frischen Früchten und einem leichten Bittermandelton. Arneis sollte jung getrunken werden.


Arneis wird auch für Passitos verwendet, einem Süsswein der aus rosinierten - das heisst luft- oder sonnengetrockneten Trauben - hergestellt wird.  Schon im antiken Rom gab es übrigens einen Rosinenwein, den Passum. Ihr Name wird auf den Ausdruck "schelmisch" zurückgeführt (Übersetzung des Dialektbegriffs "Arneis").

 

Synonyme sind: BIANCHETTA DI ALBA; BIANCHETTO ALBESE

 

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