Ernesto Pauli's

Weinlexikon

 

 

 

Böckser:

Ein Weinfehler, der während der Vinifikation oder im Ausbau entstehen kann und auf die Bildung von Schwefelwasserstoff zurückzuführen ist. Gelegentlich werden auch Gärtöne im Wein als Böckser oder Hefeböckser bezeichnet.

Zumeist tritt der Fehler am Ende der Gärung oder in den ersten Wochen bei Ausbau auf dem Geläger auf. Die mannigfaltigen Ursachen (auch oft in Kombination) können mangelnde Nährstoffversorgung während des Wachstums, Reste von Pflanzschutzmitteln, erhöhter Einsatz von Kaliumpyrosulfit, hohe Gärtemparaturen, hohe pH-Werte, zu starkes Schwefeln, unsachgemäße Trocken-Konservierung und unzureichendes Entschleimen des Mostes sein. Er kann aber auch in der Flasche aufgrund von Reaktion mit Metall (zum Beispiel bei Verwendung von Kronenkorken) entstehen.

Der Wein riecht unangenehm nach faulen Eiern bzw. nach einem angezündeten Streichholz. Im frühen Stadium kann ein leichter Böckser durch Lüften des Weins wieder eliminiert werden. Wenn keine Behandlung erfolgt, verbinden sich schwefelhaltige Substanzen zu Schwefelwasserstoff oder komplexeren Verbindungen, den Mercaptanen und es kommt zum so genannten Schwefelböckser.

 

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