Ernesto Pauli's

Weinlexikon

 

 

 

Blüte:

Geschein; Voraussetzung zur Befruchtung und daraus resultierenden Fruchtansatz. Wichtiger Abschnitt im Jahreszyklus des Rebstocks etwa eineinhalb bis vier Monate nach dem Austrieb.

Auf der nördlichen Halbkugel ist dies Mitte Mai bis Ende Juni (in Mitteleuropa fällt der Beginn nach einer alten Winzerregel auf den 24. Juni = St. Johannistag, plus oder minus acht Tage), auf der südlichen Halbkugel von November bis Mitte Dezember. Als durchschnittliche Vollblüte gilt, wenn rund die Hälfte der Käppchen abgeworfen sind (siehe dazu unter Blütenknospe).

Zuerst werden die stark nach Rosen duftenden Einzelblüten entfaltet. Rund 100 bis 600 Blüten bilden den traubenförmigen Blütenstand - das so genannte Geschein (Infloreszenz = Blütenstand). Auf einem Trieb befinden sich in der Regel zwei bis vier Blütenstände in Form einer so genannten Rispe.

Eine Blütenknospe (Einzelblüte) besteht aus Organen beider Geschlechter, ist also zweigeschlechtlich: Staubgefäße mit den Pollen = Blütenstaub (männlich) und Fruchtknoten mit Narbe (weiblich), dies nennt man deshalb Zwitterblüte (es gibt auch Gewächse, bei denen männliche und weibliche Blüten zwar auf derselben Pflanze, aber voneinander getrennt sind). Nach der Blüte wird die befruchtete Einzelblüte zur Beere und das Geschein zur Traube. Jede Traube besteht aus 100 bis 600 Beeren (vorher Blüten).
 

 

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