Ernesto Pauli's

Weinlexikon

 

 

 

Blaufränkisch (Lemberger):

Dunkelbeerig, herb-würzig, mittlerer Tanningehalt. Der rassige, feinsäuerliche und tanninbetonte Wein hat eine dunkle, rubinrote Farbe mit violettem Schimmer; das fruchtige Bouquet entwickelt beim Reifen Kirschnoten.

Die autochthone Rebsorte ergibt in jungen Jahren einen ungestümen, tieffruchtigen Rotwein, der durch die Lagerung immer samtiger und geschmeidiger wird und zusätzliche Facetten gewinnt; er eignet sich zudem gut für den Ausbau in Barriques.

Der Name des Blaufränkischen stammt vermutlich aus der Zeit Karls des Großen, in der alle wertvollen Sorten als Fränkisch klassifiziert wurden. Heute wird diese Rebe in Oesterreich im gesamten Burgenland und in Niederösterreich vor allem im Weinbaugebiet Carnuntum kultiviert; sehr prägnante Blaufränkische gedeihen etwa im als Blaufränkischland apostrophierten Mittelburgenland und im Südburgenland.

Im 10. Jahrhundert gelangte die Rebe nach Österreich und erst viel später nach Deutschland. Lange Zeit wurde angenommen, dass sie mit der Beaujolais-Sorte Gamay identisch ist. Darauf deutet auch der in Bulgarien übliche Name Gamé hin. Durch Genforschung wurde festgestellt, dass die Sorte eine Kreuzung zwischen der alten Rebsorte Heunisch mit einem unbekannten Partner ist (auf Grund großer Ähnlichkeiten könnte es Blauer Grober oder Blauer Zierfandler sein).

Weitere Namen sind Franconia (Italien), Frankovka (Slowakei und Jugoslawien), Lemberger (Nordamerika), Limberger oder auch Lemberger (Deutschland), Modra Frankinja (Slowenien), Moravka (Kroatien), Nagyburgundi oder Kékfrankos (Ungarn) sowie Schwarzer Muskateller (Deutschland).

 

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