Ernesto Pauli's

Weinlexikon

 

 

 


Perlfähigkeit -

 

Bei der sensorischen resp. organoleptischen Prüfung eines Schaumweines wird auch die Perlfähigkeit untersucht (mousse = Schaum). Dabei geht es um die Beschaffenheit der Perlen (fein bis grob) sowie um die Dauer, wie lange das Perlen im Glas anhält. Je feiner die Perlen und je länger das Spiel andauert, desto höher die Beurteilung der Qualität eines Schaumweins. Im wesentlichen hängt die „Qualität“ der Perlen von der Herstellungs-Art des Schaumweines ab. Ein längeres Lagern auf der Hefe führt zu feineren die Perlen. Ein bei billigen Massen-Produkten übliches Verfahren, das Kohlendioxid „einzublasen“, bringt vorwiegend grosse Perlen.

 

Kohlendioxid braucht allerdings eine raue Stelle, um sich zu binden und anschliessend aus dem Glas zu entweichen. In guten Gläsern wird dies durch den Moussierpunkt - eine kleine Vertiefung am Boden im Inneren des Glases - erreicht. Fehlt er, kann z.B. mit einem Diamantstift in den Boden ein kleines Kreuz geritzt werden.
 


 

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