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Petit Verdot. Zumeist als vierte Komponente in roten Bordeaux verwendet, wenn auch in sehr
kleinen Proportionen, wie zum Beispiel Château Latour und Château Margaux. In
Chile wird sie unter dem Namen Verdot kultiviert. Im Charakter etwas säuerlich,
in kleinen Jahren grün und scharf. Sie erlebt auch eine Renaissance in
Kalifornien und Australien.
Im McLaren Vale, 30 Kilometer südöstlich von
Adelaide, in Südaustralien begann Geoff Johnston
mit Petit Verdot zu experimentieren. Über den erforderlichen Platz musste er
sich keine Gedanken machen, schließlich hatte sein Großvater Alexander
Campbell Johnston zu den Pionieren der Weinregion südlich von Adelaide
gehört und 1892 als Sohn schottischer Einwanderer dort 97 Hektar Land
gekauft und sein Weingut gegründet. Er taufte es Pirramimma nach
einem Wort der Aborigine-Sprache, das ›Mond und Sterne‹ bedeutet. Geoff
Johnston setzte seine Experimente mit der alten Bordeaux-Sorte über elf
Jahre fort. Dann endlich war er von den Resultaten so uneingeschränkt
überzeugt, dass er mit dem Jahrgang 1994 an die Öffentlichkeit trat.
Australiens erster Petit Verdot wurde sofort ein voller Erfolg. Seither
versuchen sich viele Betriebe an dieser Sorte, aber die Johnstons bewahren
ihren Vorsprung und bewirtschaften heute die ausgedehntesten
Petit-Verdot-Pflanzungen Australiens.
Synonyme: VERDOT ROUGE; CARMELIN; HERAN;
LAMBRUSQUET NOIR; BOUTON; PETIT VERDAU; PETIT VERDOT NOIR; VERDOT |