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Silcher - Rebsorte
Die weiße Rebsorte ist eine Neuzüchtung zwischen Kerner x Silvaner.
Der deutsche Diplomlandwirt und
Rebenzüchter August Herold (1902-1973) kreierte 1951 die neue
Rebsorte. Der Sortenschutz wurde im Jahre 1990 erteilt.
Herold absolvierte in Hohenheim
ein Agrarstudium. Nach Tätigkeiten an der Staatlichen Weinbau-Verwaltung und
an der Biologischen Reichsanstalt für Land- und Forstwirtschaft in
Naumburg-Saale übernahm er im Jahre 1928 die Leitung der Württembergischen
Anstalt für Rebenzüchtung und Rebenpfropfung in Weinsberg. Er schuf
zahlreiche Zuchtstämme und neue Rebsorten wie zum Beispiel die Neuzüchtungen
Dornfelder, Hegel, Helfensteiner, die nach ihm benannte Heroldrebe, Hölder,
Juwel, Kerner, Ruling, Silcher und Sulmer.
"Getauft" wurde die Rebe nach dem
in Schnait-Württemberg geborenen Komponist Friedrich Silcher (1789–1860),
von dem Lieder, wie ”Ich weiss nicht, was soll es bedeuten”, „Muß i denn,
muß i denn zum Städtele naus " und "Die drei Röselein" stammen. Das
Geburtshaus Silchers dient übrigens heute als Gedenkstätte und Museum,
dessen Mittelpunkt dem Leben und Wirken dieses schwäbischen Musikers
gewidmet ist.
Die Rebfläche ist gering und liegt
vorwiegend im deutschen Anbaugebiet Württemberg. Der gelbgrüne,
feinfruchtige Wein ähnelt dem Silvaner.
Uns bekannte Synonyme sind:
WEINSBERG S 377
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