Ernesto Pauli's

Weinlexikon

 

 

 

Tauberschwarz - Rebsorte

Die rote Rebsorte Tauberschwarz (V. Vinifera) ist sehr alt, die Herkunft nicht gesichert. Tauberschwarz, eine alte Landsorte des badischen Frankenlandes, verschwand weitestgehend mit dem Rückgang des Weinbaues im Tauber- und im Vorbach-Tal. Gemäss Information der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Weinsberg stand nur noch in einem Weinberg mit ca. 400 Rebstöcken diese Rotweinsorte.

Sie kam im 16. Jahrhundert nach Franken und war dort weit verbreitet. Hier wurde sie zumeist im gemischten Satz "bunt gemischt" in einem Weinberg zusammen mit Elbling, Österreicher (Silvaner) und Trollinger angepflanzt, um eine möglichst gleichbleibende Qualität zu gewährleisten.

 

Beginn der 1960er-Jahre wurde an der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau in Weinsberg (Württemberg) versucht, die Sorte durch züchterische Auslese wieder zu beleben. Der Antrag auf Eintragung in die Sortenliste wurde 1987 gestellt, worauf im Frühjahr 1994 die Registrierung des Klones We 600 erfolgte. Seit Oktober 1996 ist die Rebsorte im Regierungsbezirk Stuttgart für den Main-Tauber-Kreis und zwei Gemeinden des Kreis Hohenlohe klassifiziert.

 

Die Tauberschwarz erbringt leichte, fruchtige Weine mit lichter Farbe, in reifen, guten Jahren auch granatrot, dann auch würzige Art.

 

Mit dem gleichen Titel "Tauberschwarz" schrieb Gunter Haug einen Kriminalroman. Merkwürdige Gestalten, ein Grabtuch Christi und eine im Taubertal agierende Sekte versetzen darin den Kommissar samt Familie in einen Strudel religiösen Wahns, finsterer Intrigen und krimineller Handlungen.

 

Uns bekannte Synonyme sind: Bl. Frankentraube, Grobrot, Bl. Hartwegstraube, Bl. Hängling, Häusler, Süssrot.


 

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