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Tokajer (Wein).
Nicht zu verwechseln mit dem
Tokay d'Alsace = Pinot gris.
Der wohl berühmteste ungarische Wein (die Ungarn
nennen ihn Tokaji) ist der nach der gleichnamigen Stadt benannt. Die Tokajer
Weine werden einerseits nach jahrhundertealten Traditionen, andererseits
nach geltendem Weingesetz hergestellt. Da beide Möglichkeiten den
Kellermeistern bei der Weinherstellung offenstehen, schmeckt der mit
demselben Namen gekennzeichnete Wein aus zwei verschiedenen Weinkellern nie
gleich. Bezüglich einer Weinsorte muss also immer der konkrete Jahrgang
eines einzelnen Kellers getestet und eingeschätzt werden.
Die Weinsorten kommen fast ausschliesslich rein, nach Sorten in den Handel
(Tokajer Furmint, Tokajer Lindenblättriger, Tokajer Muskateller), aber auch
die Cuvées werden immer beliebter. Im Allgemeinen werden diese Weinsorten
der Qualitätsklasse zugeordnet, darunter sind aber auch besondere
Qualitätsweine. Diese sind zum Beispiel die aus "ausgedorrten Beeren"
hergestellten, "erlesenen" oder "spät geernteten" halbsüssen oder süssen
Weine.
Der Szamorodni, der Fordítás, der Máslás und die Aszuweine gehören zu diesen
besonderen Qualitätsweinen.
Das Wort "Tokaj" ist
wahrscheinlich hunnisch-türkischen Ursprungs und bedeutet soviel wie "Wald
am Fluss" (erstmals Ende des 11. Jahrhundert in einer Chronik erwähnt, wo
der Übergang eines kumanischen Heeres über die Theiss bei "Thocoyd"
beschrieben wird). |