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Verdicchio
Der Ursprung dieser autochthonen, weissen Rebsorte lässt sich bis in die
Zeit der Etrusker zurückverfolgen. Der Westgotenkönig Alarich (370-410) soll
vor der Eroberung Roms im Jahre 410 sein Heer mit diesem Wein gestärkt
haben. Die Griechen bauten die Rebe in der heutigen italienischen Region
Marken an und transportierten den Wein in Amphoren. Deren Form gab wohl den
Ausschlag für die spätere Flaschenform, die den Verdicchio-Wein
bekannt machte.
Die Rebsorte stammt vermutlich von der
Greco-Trebbiano-Familie ab (siehe unter
Trebbiano) und ist in Mittelitalien mit rund einem Dutzend Spielarten
weit verbreitet. Insgesamt sind rund 54.000 ha mit der Verdicchio-Rebe
bestockt. Dieser sortenreine Wein strahlt einen starken Duft von Pfirsischen,
Äpfeln, oft auch von Zitronen und Rosen aus, verstärkt durch einen frischen
mineralischen Geschmack; dies alles ist charakteristisch für die Verdicchio
Traube. Er ist von einem matten Strohgelb mit Jade Tönen.
In der Region Marken werden daraus die zwei DOC-Weine in mehreren Varianten
produziert: Verdicchio dei Castelli di Jesi der durch die grüne
Amphore mit der Schriftrolle am Hals, einem Produkt des führenden Weinguts
Fazi-Battaglia (350 ha Rebfläche), bekannt wurde und der
Verdicchio di Matelica
Folgende Synonyme sind bekannt: VERDICCHIO
MARINO; VERDICCHIO GIALLO; VERDICCHIO VERDE; VERDONE; MARCHIGIANO; TREBBIANO
VERDE; VERDICCHIO DOLCE; UVA MARANA; VERZARO; GIALLO; PELOSO; VERZELLO
VERDE; MAZZANICO; VERDICCHIO STRACCIONE; VERDICCHIO STRETTO; VERDICCHIO
VERZARO; VERDICCHIO PELOSO; UVA AMINEA; VERDICCHIO DORATELLO; VERDICCHIO
SEROCCARELLO
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