Gentechnik im Weinbau

 

 

Traditionsverbundene Weingeniesser werden mit der "Gentechnologie im Weinbau" ihre Schwierigkeiten haben.

Die Gentechnologie mag viele Risiken in sich bergen, unbestritten sind aber auch die Chancen, die sie bietet. Ein Beispiel sind pilzresistente Rebsorten, die zur Zeit eingeführt werden. Während die konventionellen Winzer den gentechnisch veränderten Reben abwartend gegenüberstehen, lehnen die Öko-Winzer Gentechnik im Weinbau grundsätzlich ab. Mit dem artfremden Gen in den Reben könnten schließlich neue Probleme für die Umwelt entstehen. Ihre Argumente: Die Erfahrungen mit Gen-Mais und Gen-Soja haben gezeigt, dass sich Pflanzen mit artfremden Genen durch Pollenflug schnell weiter in der Natur ausbreiten.

Bekannt sind die Arbeiten in Epernay, im Forschungslabor der Champagnerfabrik "Moët et Chandon". Eine speziell entwickelte Chardonnay-Rebe ist resistent gegen die weitverbreitete Reisigkrankheit, eine Virusinfektion. Der Rebe wurden vorbeugend Virusgene eingebaut, die in den Zellen der Rebe eine Eiweisshülle produzieren. Infiziert sich die Pflanze, verpacken diese Eiweisstaschen den Eindringling und verhindern so, dass er sich vermehrt.