Neuanlage Weinberg:

Die Arbeiten nach der Pflanzung

 

 

Laubarbeiten

Neben der Güte der Pfropfreben, der Sorgfalt der Pflanzung, entscheidet vor allen Dingen die Pflege des ersten Jahres die Entwicklung der Jungreben. Alle Triebe, die sich auf einem Pfropf entwickeln, werden bis auf einen ausgebrochen (entfernt). Die so wachsenden Triebe müssen alle 20 cm festgebunden werden. Als Bindematerial wurde früher Bast benutzt. heute stehen mehrere Materialien zur Verfügung: Kunststoffummantelte Heftdrähte, Heftstreifen, Kunststoffbänder etc.

Beim Heftvorgang wird zusätzlich verhindert, dass unerwünschte Triebe, die sogenannten Geize, wachsen. Bevor sich aus ihnen ein Blatt entwickelt, werden sie entfernt (Entgeizen).

Pflanzenschutz

Zum Schutz der Jungpflanzen vor Wildverbiss werden die einzelnen Stöcke meist mit blauer Gitterfolie ummantelt. Andere Anlagen werden komplett eingezäunt. Der Pflanzenschutz fällt im Vergleich zum Schutz älterer Rebbestände etwas sorgfältiger aus. Grundsätzlich werden aber dieselben Spritzverfahren und Spritzmittel wie auf den Ertragsrebflächen angewendet.

Bodenbearbeitung

Die Bodenbearbeitung kann direkt nach der Pflanzung mit der ersten Lockerung beginnen. Es sollte kein Unkraut zugelassen werden - es wächst schneller als die Jungreben. Insgesamt wird der Boden 5-6 mal im Jahr gelockert.

Rebschnitt und Stammaufbau

Ein richtiger Wuchs der Reben ist Voraussetzung für einen guten Ertrag. Ursprünglich gehören die Reben zu den Lianengewächsen, die an Stämmen anderer Pflanzen hochklettern und ihre Triebe in den Baumkronen ausbreiten. In wilder Form erzielen sie weder wirtschaftliche Erträge, noch gute Qualität. Deshalb müssen Reben geschnitten werden. Im Jungstadium wird der optimale Wuchs durch das Entfernen überflüssiger Knospen erreicht. Im Herbst schneidet man die Reben wieder zurück, damit im nächsten Jahr neues ertragreiches Fruchtholz heranwächst.