Gewürztraminer - Rebsorte

 

 

 

Der Gewürztraminer zählt zu unseren ältesten Rebsorten und zu den Spitzen unserer Weissweine. Er stellt allerhöchste Ansprüche an die Lage. Die Erträge sind unsicher und sehr gering.

Der Anbau ist mit viel Idealismus verbunden. Aus den hellroten Beeren werden meist Prädikatsweine erzeugt. Das Charakteristikum des Gewürztraminers ist sein feines, an Wildrosenduft erinnerndes Bukett. Die Weine liegen goldgelb im Glase und verfügen über eine ausgeprägte fein-aromatische Geschmacksnote, über viel Körper und zuweilen schwere Fülle. Sie eignen sich als Aperitif und können auch zu geräuchertem Lachs / Forelle / Flechten, zu kräftigem Käse und Desserts gereicht werden. Hochwertige Auslesen werden of nur zu bestimmten Anlässen geopfert. Nicht zuletzt erfreut sich der Gewürztraminer auch beim weiblichen Geschlecht besonderer Beliebtheit.

Wie der Burgunder neigt der Traminer zur Mutation. Nach französischer Meinung (INAO) sind drei Typen feststellbar, nämlich Roter Traminer (dunkle, rötliche Beeren), Gewürztraminer (mit dem sortentypischen, aromatisch-würzigen Geruch, ebenfalls rötliche Beeren) und der eher geruchsneutrale Gelbe oder Weisse Traminer (mit gelbgrünen Beeren).

Die zahlreichen Synonyme (wobei dies teilweise auch verschiedene Spielarten sein können) deuten auf das Alter und die weite Verbreitung auf der ganzen Welt hin. Dies sind zum Beispiel: Christkindltraube, Clevner (Elsass), Crevena Ruziva (Balkan), Dreimänner, Drumin (Tschechien), Fermentin Rouge (Ungarn), Frenscher, Fromenteau Rouge, Gelber Traminer, Gentil Rosé Aromatique, Gewürztraminer, Heida, Heiden (Schweiz), Klävner (Deutschland), Klevner, Liwora (Tschechien), Mala Dinka (Bulgarien), Païen (Schweiz), Pinat Cervena, Princ (Tschechien), Rotclevner, Rotedel, Roter Nürnberger, Roter Traminer, Rotfranke, Rousselett, Rusa (Rumänien), Savagnin Blanc, Termeno Aromatico, Traminer Musque, Traminer Parfumé, Traminer Rosé, Traminer Rosso, Traminac, Traminec (Slowenien), Tramini (Ungarn) und Weisser Traminer.

Der Traminer wird verstärkt in Argentinien, Australien, Neuseeland, USA, hauptsächlich aber in Frankreich (Elsass) und Italien kultiviert.