Rebsorten:

Chasselas blanc, Gutedel

 

 

Herkunft: Die Herkunft dieser Sorte ist umstritten. Eine Annahme geht dahin, er habe seine erste Verbreitung in Vorderasien um Konstantinopel gefunden und sei von dort durch den französischen Botschafter Vicomte d'Aulan 1523 ins Burgund gebracht worden. Tatsächlich ist der Sortenname mit dem Burgunderdorf Chasselas identisch.

Eine bekannte Varietät ist der Chasselas rouge oder roter Gutedel. Aus ihr mutierte möglicherweise die weisse Sorte.

Gemäss anderen Quellen war sie  schon vor 5000 Jahren in Ägypten bekannt. Bei Kairo werden auch heute noch einige Spielarten angebaut. In der Schweiz ist sie in klösterlichen Urkunden als Fendant seit dem 15. Jahrhundert erwähnt. Die Rebsorte wird auch häufig für Neuzüchtungen herangezogen, zum Beispiel für die Sorten Charmont, Doral, Gutenborner, Huxelrebe, Müller-Thurgau, Nobling und Schönburger.

Chasselas / Gutedel ist Kelter- und Tafeltraube zugleich. Sie ist in vielen Gebieten der Schweiz die meistangepflanzte Sorte.



Vor- und Nachteile: Das Traubengewicht ist relativ hoch, so dass auch in ungünstigen Herbsten mit höheren Erträgen gerechnet werden kann, als dies bei anderen Rebsorten der Fall ist. Doch die Gutedelrebe ist empfindlicher in der Blüte und bei Frost, sowie anfälliger auf den falschen Mehltau.
 


Beschreibung: Das Holz ist hellbraun, dunkelbraun gestreift. Die Blätter sind mittelgross, fünflappig und tief gebuchtet. Sie zeigen früh eine gelbe Herbstfärbung. Auffallend an dieser Sorte sind die sehr langen, gegabelten Ranken. Die Trauben sind gross und pyramidal, mit gelbgrünen, durchsichtigen Beeren.

 

 

 

Synonyme: GUTEDEL WEISS; CHASSELAS ANGEVIN; CHASSELAS DORATO; BLANCHETTE; FENDANT BLANC; VALAIS BLANC; MORNEN BLANC; BERIOSKA CASLA; BEREZKA; GYOENGYSZOELOE; BORDO; CHASSELAS DI THOMERY; QUEEN VICTORIA; DOUCET; CHASSELAS DE TENERIFFE; ABELONE; LARDOT; JUNKER; ZLAHTNINA; CHASSELAS DORE;MAISA; SHASLA  LECHEBNAYA; DINKA BELAYA; PLAMENKA BELYI; PLEMENIKA PRASKAVA; ALBILLOIDEA; BOURNET; CHASSELAS DE FONTAINEBLEAU; CHASSELAS JALABERT; CHARAPKA; COMMON MUSCADINE; DINKA BLANCHE; DOBROROZNE; DORIN; FABIANZOELOE; FEHER REPOOS; FENDANT VERT; FLORENCI JOUANA; FRANCESET; MARZEMINA NIDUCA; MARZIMINA BIANCA; MORLENCHE; PERLAN; PLEMINKA BIELA; PRASKAVA; ROSMARINTRAUBE; ROYAL MUSCADINE; STRAPAK; TRIBIANO TEDESCO; USLECHTILE BILE; VIVISER; SWEETWATER; SILBERLING; CHRUPKA; GOLDEN CHASSELAS; EDELWEISS; ABELIONE; AMBER CHASSELAS; AMBER MUSCADINE; PARISER GUTEDEL; CHASSELAS CROQUANT; ZUPLJANKA; SILBERWISSLING; SUESSLING; VIALA; MOSTER; SCHOENEDEL; KRACHMOST; TERRAVIN; DOPPELTE SPANISCHE; WAELSCHER; CHASSELAS DE FLORENCE; PLANT DE TOULARD; PRUSCAVA BIELA; RAISIN D'OFFICIER; RANKA; REBEN HERRN; ROSMARINENTRAUBE; CHASSELAS FENDANT; SASLA; BIELA PLEMINCKA CHRAPKA; WHITE VAN DER LAAN; ELSAESSER; PLANT DE TOULAUD; CHASSELAS DE MOISSAC; CHASSELAS DE MONTAUBAN; CHASSELAS DE BORDEAUX; CHASSELAS DE BAR-SUR- AUBE; CHASSELAS DE PONDICHERY; CHASSELAS PIROS; BEYAZ GUTEDEL; FEHER CHASSELAS; PINZUTELLA; SHASLA BELAYA; SPANISCHE GROSS; SPANISCHE GROSSBLAETTRIG; SPANIGER GROSS; RHEINREBE; EDELSCHOEN; GUTEDEL GEMEIN; ZUPLJANKA
 

NOF - Neues Produkt auch von Schweizer Winzern

Seit Jahren bleiben die welschen Weinbauern auf grösseren Mengen Chasselas sitzen. Jetzt will man den Markt mit einer neuen Verkaufsoffensive beleben. Dabei zeigen sich die Weinhändler progressiv und brechen mit alten Traditionen.

Der Chasselas wird neu in kleine Fläschchen abgefüllt, die denjenigen der Alcopops nachempfunden sind. Auch die Etikette könnte für einen Energy-Drink sein. Ensprechend tönt auch der neue Name "nof", was die Abkürzung für "no filtration" ist. Damit sich die Hefe genussfördernd im Rebensaft verteilen kann, wird der Trinker per Aufschrift zum schütteln der Flasche aufgefordert. Statt mit einem Zapfen ist der "nof" mit einem Blechdeckel verschlossen, das den Namen des Winzers trägt.