Traubensorten:

Merlot

 

 

Die rote Rebsorte stammt wahrscheinlich aus Frankreich, erstmals urkundlich erwähnt wurde sie im 18. Jahrhundert. Der vollständige Name lautet Merlot Noir, sie ist aber nicht direkt verwandt mit der weißen Merlot Blanc. Der Name ist vom französischen Wort für Amsel (merle) abgeleitet, weil diese Vögel die früh reifenden Beeren gerne naschen. Sie entstammt wahrscheinlich einer natürlichen Kreuzung zwischen Cabernet Franc und einer anderen Cabernet-Sorte. Weitere Namen sind Bigney, Crabutet, Médoc Noir (Ungarn), Merlau, Merlott (Italien), Plant Médoc, Plant Medre, Sémillon Rouge und Vitraille. Sie ist in Frankreich die dritthäufigste und in der Region Bordeaux die häufigste angebaute Rebsorte. In Graves, Saint-Emilion und Pomerol ist sie Hauptbestandteil der grossen Rotweine und im Bereich Médoc Partner beim so genannten Bordeaux-Verschnitt. Die früh reifende, ertragreiche Sorte ist weltweit verbreitet und wird häufig als Verschnittpartner und optimale Ergänzung des Cabernet Sauvignon verwendet. In Deutschland gibt es nur kleinere Rebflächen, in Österreich ist sie erst seit 1986 als Qualitätssorte zugelassen, der Anteil liegt unter einem Prozent. Im französischen Gebiet Pomerol wird einer der besten und teuersten Rotweine der Welt daraus sortenrein gekeltert, der Château Pétrus.

Der Merlot Bianco, ein aus dieser roten Traubensorte gewonnener Rosé- und Weisswein, zeigt sehr interessante Resultate und wird bei Produzenten und Weinfreunden immer beliebter. Besonders erfolgreich ist er im Tessin in der Schweiz.

Merlot Blanc
Die weisse Rebsorte wird in kleineren Mengen in der französischen Region Bordeaux (zum Beispiel in den Bereichen Blaye, Bourg und Graves) kultiviert. Sie ist mit der roten Sorte Merlot (Merlot Noir) aber nicht direkt verwandt.