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DIE REBLAUS

 

(Bild rechts: Blattgallen auf der Unterseite eines Blattes einer amerikanischen Rebe verursacht durch die Reblaus)

 

 

Die Reblaus  zählt zu den Blattläusen (lat. Dactylosphaera vitifolii) und ist der gefährlichste aller Rebstock-Schädlinge. Deshalb wird der Schädling auch als Phylloxera vastatrix (verwüstende oder zerstörende Laus) bezeichnet.

 

Dieser Schädling lebt zeitweise unter der Erde und saugt an den Rebwurzeln

Das führt zuerst zu schwachem Wachstum, dann zum Absterben der Reben

Amerikanische Reben sind gegen den Reblausbefall unempfindlich, deshalb werden seit der Reblauskatastrophe alle Reben in Europa auf Wurzeln von amerikanischen Reben aufgepfropft.

   

Die Reblauskatastrophe


Bis Mitte des 19. Jahrhunderts blieben die Winzer in Europa den bisherigen, bewährten Traditionen im Weinbau treu. Man baute die bekannten europäischen Sorten an und konzentrierte sich auf eine gewissenhafte Pflege, um qualitativ guten Wein zu erhalten.

Plötzlich häuften sich Schreckensnachrichten, zunächst vor allem aus der Provence 1858 in Frankreich, wonach zuerst ganze Rebberge und schlussendlich über 1 ½ Millionen Hektaren Reben im ganzen Land zugrunde gegangen seien. Die Seuche breitete sich bald in allen wesentlichen Weinbauländern Europas aus. Der Direktor der öster-reichischen Klosterneuburger Weinbauschule  erhielt 1867 amerikanische Rebstöcke geschenkt und infizierte damit die Reben in seinem Land. In Deutschland entdeckte man sie 1874 erstmals in der Nähe von Bonn in der Gartenanlage Annaberg, 1902 in Würzburg, 1907 an der Mosel und 1913 in Baden. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden schon 75 % aller Rebflächen Europas vernichtet. Selbst die „Neue Welt“ wurde hart getroffen. Aus Frankreich importierte, infizierte Rebstöcke sorgten auch im aufblühenden Weinbau Kaliforniens für ein Fiasko. Selbst Australien und Neuseeland wurden nicht verschont. Einzig Chile blieb von der Reblauskrankheit unberührt.

Der Verursacher dieser Plage war ein kleines Insekt aus der Familie der Zwergläuse. Es wurde bald „Reblaus“ genannt und mit allen Mitteln bekämpft.

Mit chemischen Mitteln war nicht viel auszurichten. Wenn der Befall sichtbar wurde, war es um die Rebe schon zu spät. Die Biologie der Reblaus musste also genauer untersucht werden, um geeignete Massnahmen ergreifen zu können.

Aus einem Reblaus-Ei, das unter der Rinde eines Rebstocks überwintert hat, schlüpft im Frühjahr eine weibliche Reblaus. Die beginnt sofort, die Rebenblätter anzustechen. Diese reagieren mit der Bildung von Gallen, in welche die Laus unbefruchtete Eier ablegt. Aus diesen Eiern schlüpfen wiederum weibliche Rebläuse, die sich vom Saft der Rebe ernähren. Ein Teil dieser Läuse wandert zur Eiablage in den Wurzelbereich.

Im Herbst wachsen aus den gebildeten Wurzelgallen wiederum Weibchen, die aber im Gegensatz zu den anderen Generationen beflügelt sind. Sie schwärmen aus und legen ihre Eier. Der Kreis wird im Frühjahr mit dem Schlüpfen der jungen Läuse geschlossen.

Die Reblaus gab es in Amerika schon seit langem. Sie überlebte aber den langen Transport auf Segelschiffen nie. Als ab 1850 amerikanische Rebstöcke nach England und Frankreich mit schnellen Dampfschiffen eingeführt wurden, breitete sich die Reblaus aus.

Bei den amerikanischen Reben beobachtete man, dass auch diese im Wurzelbereich befallen wurden, daran aber nicht eingingen. Auch wurde beobachtet, dass europäische Rebsorten nicht die typischen Blattgallen bildeten und somit keine Eier der Reblaus darin abgelegt werden konnten.
Die französische Regierung schuff 1870 eine Kommission zur Bekämpfung der Reblaus. Deren prominentester Vorsitzender war Louis Pasteur (1822-1895). Die Kommission prüfte über 700 Vorschläge und war weitgehendst erfolglos.

Gaston Bazille, der Weinbauer, der Botaniker J.E. Planchon und der Gartenbauer F.Sahut erkannten im biologischen Verhalten der Rebläuse den Schlüssel zur Lösung des Problems. Bazille begann, die Oberteile (Edelreiser) der europäische Rebsorten auf resistente amerikanische Unterlagen (Wurzelstöcke) aufzupfropfen. Der Zyklus der Reblaus wurde erfolgreich gestört.


Diese Veredelung war auch gleich die erste biologische Schädlings-bekämpfung in der Geschichte des Rebbaus. Eine französische Delegation ermittelte später in Amerika mit Hilfe des Botanikers Thomas Volney Munson (1843-1913) die geeigneten Unterlagsreben.

Heutzutage lässt man Vinifera-Sorten ausnahmslos auf amerikanischen Wurzeln wachsen. Es ist deshalb bedeutungslos geworden, ob sich in einem Rebberg Läuse aufhalten oder nicht.
 

 

 


 

Hinweis: Wir haben die Beiträge nach bestem Wissen erstellt. Sollten Sie dennoch in unseren Beschreibungen Fehler finden, danken wir für jeden Hinweis.

 

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