Rebrankheiten

 

 

Rotbrenner (Pseudopezicula tracheiphila)  

Es ist eine Krankheit, welche hauptsächlich in den nördlichen Gebieten auftritt. Es handelt sich dabei um einen Pilz, der ausschliesslich die Blätter befällt und somit die Rebe schwächt.


Eine Bekämpfung ist nur in den Rotbrennerlagen oder bei Befall im Vorjahr erforderlich. Die erste Behandlung erfolgt nach Angaben des Warndienstes. Wo keine Prognose zur Verfügung steht, ist die erste Behandlung im 4 Blattstadium vorzunehmen.

Anschliessend sind weitere 2 bis 3 Behandlungen im Abstand von 8 bis 10 Tagen erforderlich. Bei starkem Neuzuwachs und günstigen Infektionsbedingungen sollten die Intervalle von 8 bis 9 Tagen nicht überschritten werden. In ausgesprochenen Rotbrennerlagen ist darauf zu achten, dass auch kurz vor und während der Blüte ein ausreichender Fungizidbelag einen Schutz vor allfälligen Gescheinsinfektionen bietet.

 

Graufäule (Botrytis cinerea)

In Lagen mit erfahrungsgemäss stark auf- tretender Fäule sind Sorten und Klone mit lockeren Trauben empfehlenswert. Die fachgerechten kulturtechnischen Massnahmen, wie zurückhaltende Stickstoffdüngung, rechtzeitiges Heften oder Einschlaufen der Schosse und das Auslauben der Trauben- zone, bilden die Grundlage für eine erfolgreiche Bekämpfung der Traubenfäule.

Ab Blüte ist die Traubenzone laufend auszulichten. Entsprechend dem Laubzuwachs am oberen Teil der Schosse sind die Blätter und Geizen in der Traubenzone wegzunehmen. Alle diese flankierenden Massnahmen sind unbedingt zu beachten, unabhängig davon, ob Botrytizid- Behandlungen durchgeführt werden oder nicht. Sorgfältige Spritzarbeit ist besonders bei der Botrytisbekämpfung von ausschlaggebender Bedeutung.