Geschichte:

Anfänge des Weinbaus

 

 

Etwa 80 Millionen Jahre v. Chr., während dem Übergang von der Kreidezeit zum Tertiär, wurden die ersten Rebsamen in den Gesteinschichten gefunden. Aus der Zeit des Tertiärs wurden zahlreiche versteinerte Reste von Rebpflanzen gefunden.                                                                                                                      

Schon damals müssen verschiedene Rebsorten existiert haben. 1 Millionen Jahre v. Chr. verdrängte die Eiszeit die Rebe aus unserem Gebiet in den Mittelmeerraum. Danach wanderte sie erneut in Mitteleuropa ein.  Letzte Exemplare dieser Wildreben finden sich heute noch in den Auwäldern des Oberrheins. In den  Abfallhaufen der Höhlen und in Siedlungen der Steinzeit 10.000 v. Chr., finden sich Traubenkerne in großer Zahl, was daraufhin weißt, das die Steinzeitmenschen regelmäßig Trauben zu sich genommen haben. 

Wissenschaftler entdeckten in 9000 Jahre alten Tongefässen der chinesichen Provinz Henan Reste eines vergorenen Getränks, das nicht nur Reis und Honig, sondern auch Trauben-Rückstände enthielt.

Um 7000 v. Chr., wird im Niltal aus den Trauben erstmals ein Presssaft gewonnen und durch Gärung konserviert. Die alten Ägypter nahmen in großem Umfang Bier, aber auch Wein zu sich, wie zahlreiche Abbildungen belegen.

Indogermanische Völkerstämme in den Flusstälern Vorderasiens entwickeln die Weinbereitung aus Trauben der Wildrebe.   Neben den Ägyptern und Assyrern gelten Sie als Begründer des Weinbaus.             

Etwa 2000 Jahre v. Chr., werden unter Pfahlbauten in Oberitalien Rebkerne gefunden. Durch die Phönizier wird der Weinbau in Griechenland eingeführt.  Homer und andere  griechische Dichter erwähnen Wein und Reben in ihren Werken und Dionysos und Bacchus werden als Weingötter verherrlicht. Wein wird vom Heilgetränk zum Volksgetränk.

Die Erfindung des Rebschnitts fand ca. 1000 v. Chr. statt. Einer Legende nach fraß ein Esel seinem Herrn ein paar Rebstöcke kahl. Im nächsten Jahr wuchsen die Rebstöcke kräftiger. Der Mann erkannte, dass das Einkürzen der Triebe dem Stock zu neuer Kraft verholfen hatte.       Von da an beschnitt er seine Reben.

Etwa 500 Jahre v. Chr. brachten die Griechen den Weinbau nach Gallien, in die Gegend von Marssalia ( Marseille).  Von dort aus hat er sich später bis ins Rheintal ausgebreitet. ( Römische Weindenkmäler an der Mosel).

Der römische Kaiser Probus war ein außerordentlicher Förderer des Weinbaus. Unter ihm ergrünten die Hügel entlang des Rheins und seiner Nebenflüsse mit frischem Rebenlaub. Auch Karl der Große war ein bedeutender Förderer des Weinbaus, er ließ Musteranlagen pflanzen, suchte nach neuen Rebsorten und befahl umfangreiche Neuanlagen von Weinbergen.