Die Auswirkungen des Bodens

 

 

Dank Überlieferung und  Forschungsergebnissen ist sehr genau festgehalten, welche Rebsorte auf welchen Böden am besten gedeiht. 

Die besten Gewächse stammen sehr oft von Böden, die zu arm sind für den Anbau einer anderen Kultur: Granit- und Schiefergestein (Port), Kies-, Sand- und Lehmböden (Bordeaux), Schiefer (Mosel), Kieselstein (Châtauneuf-du-Pape) sind solche Beispiele.

Feine Weissweine, die nach Frische und Säure verlangen, gedeihen am besten auf Kalkböden – Fino Sherry und Champagner beispielsweise. Einige Provenienzen – rote Graves, einige Rhone-Weine, Pfälzer – riechen und schmecken „erdig“. Andere wiederum reflektieren den hohen Eisengehalt des Bodens in einem Eisengeschmack – wie in Teilen von St. Emilion.

Die Rebwurzeln brauchen den Boden, um den Rebstock mit Wasser und Nährstoffen zu versorgen. Darüber hinaus nimmt der Boden Einfluss auf den Wärmehaushalt und somit auch auf die Entwicklung des Rebstocks und den Reifeverlauf der Trauben. Bodenart und Verwitterungsgrad können auch Einfluss auf die Ausprägung einzelner Inhaltsstoffe in den Trauben sowie auf Duft und Geschmack des Weines haben.