Geschmack,
Beurteilungskriterien
Das erklärt, warum aus einem einzigen kleinen Degustationsschluck kaum genügend Informationen herausgeholt werden können. Füllen Sie die Mundhöhle soweit, dass Sie den Schluck leicht über die ganze Zungenoberfläche rollen lassen können. Schlürfen Sie ruhig. Spucken Sie dann aus und wiederholen Sie nochmals diesen Vorgang. Hier einige Beurteilungskriterien: Trocken und Süss = Trocken bedeutet durchgegoren - der Fruchtzucker hat sich in Alkohol verwandelt. Sobald Sie etwas Süsse verspüren, wird es schwieriger. Sie stammt aus vollreifem Traubengut und dem daraus entstehenden Äthylalkohol. Säure = Das "Nervensystem" eines Gewächses. Zuviel davon ist unerwünscht. Deutliche Süsse kann auf eine Verschleierung des wahren Säuregehalts zielen. Die im Wein erwünschte Säure stammt aus der Frucht (Weinsäure). Körper = Das "Gewicht" des Weines, das sich hauptsächlich aus dem Gehalt an Extraktstoffen und Alkohol bildet. Nach ihm lassen sich beim Degustieren Weinbauregion, Jahrgang, Kelterungsmethode usw. unterscheiden. Tannin = Wesentlicher Stoff eines jungen Rotweines. Dieser Gerbstoff wird aus Kernen und Beerenhäuten extrahiert. Holzfässer, besonders neue, geben ebenfalls Tannin ab. Im Flaschenwein wirkt es als Haltbarkeitsmittel. Struktur = Dünn - oder Zähflüssigkeit. Geschmack = Aroma und Bouquet. Gleichgewicht = Die Harmonie aller Komponenten, zum Beispiel das Fehlen von überschüssiger Säure oder von Tannin, wenn der Wein seine Trinkreife erreicht haben wird. Erst die Kombination der Komponenten ergibt einen guten Wein.
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