Der gute Korken und seine Vorteile

 

 

Ob ein Korken den Wein verderben kann, sieht man ihm leider äusserlich nicht an. Auch heut kommt es bei ca. 1 bis 3% aller Weine zum berüchtigten Korkton (Zapfengeschmack).

Aber der Korken hat auch seine Berechtigung und seine Qualitätsmerkmale sind deutlich bei näherer Betrachtung zu sehen: Ein guter Korken hat möglichst wenig Poren, ist elastisch und hat eine glatte Oberfläche.

Gute, teure Weine werden mit hochwertigen, langen Zapfen verschlossen. Ein Durchschnittskorken hat eine Länge von 39mm, bei Spitzenweinen kann er bis zu 60mm lang sein. Entscheidend ist aber nicht die Länge, sondern ob er die Flasche dicht hält. Die Qualitätsunterschiede bei Korken haben ihren Preis, so gibt es Billigkorken für wenige Cents und Spitzenqualitäten zum Stückpreis von 1/2 - 1 EUR.

In der Schweiz hat man sich jahrelang mit dem Thema Korken auseinandergesetzt und inzwischen einen grossen Teil auf Schraubverschlüsse umgestellt. Allerdings greift man bei Weinen, die viel "atmen" müssen (z.B. einem Bordeaux) auch heute noch auf Korkverschlüsse zurück, denn nur das Naturmaterial Kork ist in der Lage, einen Gasaustausch zwischen Wein und Aussenluft zu ermöglichen.