Die Kulturkreise der Rebe

 

 

Insgesamt sind drei Ursprungsgebiete der Rebe bekannt. Diese Rebkulturkreise liegen alle auf der Nordhalbkugel unserer Mutter Erde:

  • Der europäische Rebkulturkreis ist grün eingezeichnet

  • Das nordamerikanische Ursprungsgebiet ist rot eingezeichnet

  • Der russisch-chinesische Rebkulturkreis ist gelb eingezeichnet

Die Rebsorten dieser drei Ursprungsgebiete haben jeweils unterschiedliche Eigenschaften. Diese unterscheiden sich vorwiegend in der Weinqualität und der Anfälligkeit gegenüber den Hauptpilzkrankheiten.

Rebsorten, wie Riesling, Silvaner, Cabernet, die Burgundersorten, Traminer etc. sind dem europäischen Rebkulturkreis zuzuordnen. Es sind ansprechende, ausdrucksvolle und edle Weine. Diese Rebsorten haben aber den Nachteil dass sie anfällig gegenüber Pilzkrankheiten, wie z.B. Echter und Falscher Mehltau, sind.

Die Rebsorten des nordamerikanischen Rebkulturkreises haben alle gemeinsam, dass sie  - wenn überhaupt - nur wenig Ertrag bringen und die Weinqualität minderwertig ist. Diese Rebsorten wurden deshalb nie in Kultur genommen. Dafür haben sie aber den Vorteil, dass sie eine starke Widerstandsfähigkeit gegenüber den Pilzkrankheiten aufweisen.

Über die Eigenschaften der Rebsorten aus dem russisch-chinesischen Ursprungsgebiet ist wenig bekannt.

Aufgrund dieser Erkenntnis sind Züchter auf die Idee gekommen, die positiven Eigenschaften der amerikanischen Wildreben mit europäischen Kultursorten zu kombinieren. Ziel ist, eine Rebsorte zu schaffen, die die Weinqualität europäischer Kultursorten hervorbringt und zudem noch widerstandsfähig gegenüber den Hauptpilzkrankheiten ist.