Marketing - Online Marketing

in der Weinwirtschaft (Teil 3)

 

 

 

Individualmarketing

Das Massenmarketing hat durch informations- und reizüberlastete Konsumenten und eine zunehmend heterogene Käuferschicht stark an Effizienz verloren. Es wird deshalb angestrebt, dem Konsumententrend zur Individualisierung nachzukommen und individuelle Beziehungen zwischen Unternehmen und Kunden aufzubauen. Dieses kundenspezifische Marketing wird One-to-One-Marketing genannt. Dem Internet kommt in dieser Beziehung durch die Interaktivität eine besondere Bedeutung zu und wird durch die Entwicklung der zweiseitigen Kommunikation (one-to-one-communication) über E-Mail erreicht.

     

Die Individualisierung  der Kundenseite setzt ein fundiertes Wissen über die Präferenzen der jeweiligen Kunden voraus. Dieses kann durch aktive Aufforderung des Kunden zur Registrierung vor dem ersten Kauf oder zum Bezug regelmässiger Newsletter auf elektronischem Weg bereitgestellt werden. Ein Beispiel ist der deutsche Weinvertrieb Hawesko: Er überzeugt die Nutzer davon, Namen, Adresse, Beruf und weitere Daten preiszugeben, indem sie ihm als registrierten Kunden verschiedene Vorteile anbieten.

 

Eine weitere Möglichkeit für ein Unternehmen, die Wünsche der Kunden zu erkennen, ist eine Identifizierung des Kunden über sogenannte „Cookies“. Dabei handelt es sich um Informationen, welche durch den Browser auf dem Rechner des Nutzers abgelegt werden und eine Identifizierung des Rechners bei erneuter Anmeldung an einem Server ermöglichen. Auf diese Weise erhält das Unternehmen mit der Zeit Einblick in die Vorlieben und Interessen des jeweiligen Kunden. Beim erneuten Aufrufen der Internet-Adresse kann dem Kunden ein auf ihn abgestimmtes Angebot und Informationen unterbreitet werden. Diese Art von Marketing nennt man „Databased Marketing“.

 

 

Virtuelle Communities

 

Unter „Virtuellen Communities“ versteht man sogenannte „interaktive Kundenclubs“, also eine Gemeinschaft von Personen im Internet. Hier werden Informationen, Fragen und Meinungen ausgetauscht (Chat-Forum).

 

Zum einen können Unternehmen durch „Virtuelle Communities“ sehr gezielt Werbung auf den Homepages einsetzen, da sie ihre Zielgruppe sehr genau abstecken können. Zum andern haben sie darin ein Mittel zur Kundenbindung und gleichzeitigen Absatzförderung erkannt.

 

In Deutschland gibt es „Virtuelle Wein-Communities“ mit über 4'000 eingetragenen Teilnehmern (z.B. www.wein-plus.de).

 

 

Internationalisierung

 

Auf jede Internet-Site kann rund um den Globus zugegriffen werden. Verfolgt ein Unternehmen das Ziel der Kundenakquisition, so ist unter Umständen die Inter-nationalisierung eine wichtige Strategie. Für den Erfolg ist es wichtig, die Web-Site im Minimum durch eine englischsprachige Variante zu ergänzen.

 

 

Der Marketing-Mix

 

Diese Aufgabe kommt dem operativen Marketing zu. Nach der Einteilung von McCarthy werden die Marketinginstrumente in vier Gruppen eingeteilt, den sogenannten „four Ps“: product, price, place und promotion. Darunter werden produkt-, preis-, distributions- und absatzförderungspolitische Massnahmen zusammengefasst, welche in Kombination den Marketing-Mix bilden.

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