Rebsorten
F-N
Fendant. Siehe
Chasselas.
Folle Blanche. Weiss
und ordinär.
Fumé blanc.
Kalifornische Bezeichnung für Blanc-fumé. Hat den Sortencharakter der
Sauvignon Blanc.
Fürmint.
Ungarische Weissweintraube, aus welcher der am wenigsten bekannte grosse,
klassische Wein Europas erzeugt wird, den Tokaj. Strohfarben, mit einem in der
Jugend nach überreifen Äpfeln riechenden Aroma und im Alter mit einer reichen
Honig-Nase. Sowohl trocken wie auch
süss verfügbar, bis hin zur konzentrierten Essenz.
Gamay. Obwohl
ziemlich bekannt, gehört sie nicht zu den erstklassigen Rebsorten. In einer
Region – im Beaujolais nämlich – bringt sie allerdings Weine von unübertrefflichem
Charakter hervor, so dass sie dort im Geschmack direkt nach dem Pinot rangiert.
Die Gamay erzeugt hauptsächlich leichte
Rotweine, oft von lichter violettroter Farbe und leicht in Alkohol und Extrakt.
Die markantesten Merkmale sind ihr beschwingter Charme, das stark duftende
Fruchtbouquet. Leichtgewichtig und frisch am Gaumen, mit sehr wenig Tannin und
ziemlich viel Fruchtsäure. Daher muss ein originaler Beaujolais kellerfrisch
und jung getrunken werden.
Gewürztraminer.
In gewisser Weise die am wenigsten anerkannte Sorte unter den noblen
Weintrauben. Einerseits besitzt sie zwar eine auf den ersten Blick attraktive
und sofort erkennbare „Nase“, die leicht – zu leicht vielleicht –
erkennbar ist; anderseits aber kann der etwas opulente Geschmack aufdringlich
wirken und verliert vielleicht dadurch seinen ganzen Reiz. Ein Weisswein, dessen
schönste Beispiele aus Süddeutschland, insbesondere der Pfalz, und dem Elsass
kommen. In der Farbe oftmals tiefer und gelber als der Riesling ist sein
Auftritt meistens von hochparfümiertem Traubenaroma., seltener von herber Würze
begleitet. Im Geschmack kann er von ziemlich trocken bis halbtrocken variieren;
das blumige Bouquet ist weich uns samtig und lässt die prickelnde, erfrischende
Säure eines Rieslings oft vermissen.
Die alten, klassischen Traminer aus der
Rheinpfalz waren ausserhalb Deutschlands nie sehr populär und verlieren dort an
Boden, weil sie für das Geschmacksempfinden zu schwergewichtig sind. Damit sei
nicht gesagt, dass es nicht auch herrlichen Traminer geben kann, die Art und
Weise der Vignifikation spielt hier eine ausschlaggebende Rolle.
Grenache
Noir. Fruchtige,
gefällige Rotweine; leicht in der Farbe, aber nicht im Alkoholgehalt; angenehm,
gewisses Fruchtaroma. Kultiviert im südlichen Rhonetal, im Midi, In Kalifornien
und Australien.
Gros Plant. Synonym
für Folle blanche. Ergibt einen brauchbaren, eher neutralen, trockenen Wein im
unteren Loire-Gebiet.
Grüner Veltliner.
Milchweicher, trockener Weisswein aus Österreich, bei sorgfältiger Pflege von
guter Qualität.
Kadarka
- kek (blau). Zweitmeist angebaute Rotweintraube
aus Ungarn. Früher Hauptsorte des sogenannten „Stierenblut“ (Bikavér). Auch in
Österreich, Ex-Jugoslawien (z.B. in der serbischen Region Wojwodina), in
Rumänien (unter Cadarca) und in Bulgarien (unter Gamza, Gimza, Gomza und Gymza)
zu finden .
Malmsey.
Weisse Sorte auf Madeira, die einen tief bernsteinfarbenen, süssen Dessertwein
erbringt mit dem charaktreristischen „warmen“ und kräftigen Bouquet.
Merlot. Keine
Spitzensorte, aber eine sehr gute Weintraube, die im Bordelais ergänzend oder
auch als Hauptsorte angebaut wird. In die Komposition mit Cabernet Sauvignon
bringt sie Weichheit und Fülle ein. Dominant ist sie im Pomerol. Bestes
Beispiel in diesem Zusammenhang: Château Pétrus.
Im Schweizerischen Kanton Tessin und in
einigen Weindistrikten Oberitaliens wird Merlot allein gekeltert und ergibt
einen milden, lieblichen Rotwein ohne viel Körper und Finesse, aber mit
angenehmer Frucht.
Mourvèdre. Eine
fast vergessene Rotweintraube aus Südfrankreich, wenig ergiebig, aber sehr
schmackhaft, besonders wenn auf kalkreichen Böden kultiviert. Ausnehmend
geeignet für hochklassige würzige Roséweine in der Provence. Sie ist eine der 13
zugelassenen Rebsorten im Châteauneuf-du-Pape. Verkosten Sie
unbedingt auch einen Bandol Rosé von den Domaines Ott.
Müller-Thurgau
(auch Riesling x Silvaner). Eine Kreuzung mit dem Ziel, einige
Nachteile des reinen Rieslings – wie zum Beispiel späte Reife – für das
von Sonne und Wärme nicht verwöhnte Deutschland, die Schweiz und England
auszumerzen. Riesling x Silvaner ist eine gute Weintraube, die attraktive Weine
produziert, durchscheinend grünlichgelb in der Farbe, duftintensiv und gefällig
am Gaumen, mit einer passenden Säure, oft sehr leicht im Körper.
Muscadelle. Ein
vertrauter Name, von dem man volle Traubenfrucht in Geruch und Geschmack
erwartet – zu Recht. Ihr gewöhnlich
sehr deutlich zutage tretender Charakter wird in kleinen Dosen zur
geschmacklichen Ergänzung von weissen, süssen Bordeauxweinen verwendet.
Muscadet.
Name sowohl einer Rebe wie auch eines Weintyps vom untern Loire-Gebiet: blass,
knochentrocken, weiss, eher neutral.
Die Produktions-Methode Sur lie (auf der Hefe - Hefesatzlagerung)
unterliegt strengen Bestimmungen. Die Bezeichnung "sur lie" darf nur auf dem
Etikett der drei höherwertigen AC`s (nicht bei der AC Muscadet) aufgeführt
werden.
Muscat. Eine
Traube, die reiche, bernsteinfarbige, alkoholverstärkte Dessertweine
produziert, mit feinstem Aroma, eindringlichem Geschmack und madeira-ähnlicher
Säure. Wird an verschiedenen orten angebaut, erreicht ihren Gipfel im
australischen Nordost-Victoria.
Muscat d’Alsace.
Eine etwas ungewöhnliche Verwandte der Muskateller-Traube. Ihre Weine sehen
wie jeder trockene Weisswein aus, sie riechen überwältigend „traubig“ und
süss, sind am Gaumen üblicherweise jedoch sehr trocken. Die besten Elsässer
Muscat scheinen Traubenfrucht und Reichtum des Traminers mit der Trockenheit und
Frische eines Rieslings zu kombinieren.
Nebbiolo. Könnte
Anspruch auf die edelste Rotweintraube der Welt erheben, wenn sie andernorts
auch angebaut würde. Im oberitalienischen Piemont werden aus ihr die tiefen,
reichen und klassischen Barolo (z.B. von Angelo Gaja und Giacomo Conterno) sowie
die etwas leichteren Barbaresco erzeugt (z.B. von Bruno Giacosa). Die Farbe ist
leuchtend granatrot, das Bouquet erinnert an Teer und Veilchen, und im Geschmack
präsentiert er sich meistens sehr trocken. Nebbiolo ist von Natur aus etwas
hart, und die Sitte, diese Weine relativ lange in den Holzfässern zu lagern,
verstärkt diese Härte. Das wiederum ruft nach langer Flaschenlagerung.![]()