Gewürzweisheiten für die Küche

 

 

Kräuter sollten mit einem Wiegemesser oder einem Messer ohne Zähne zerkleinert werden

 

Knoblauch wird bekömmlicher, wenn die Knoblauchzehen ungeschält mitgekocht werden. Grosse Gewürze (z.B. Lorbeerblatt, Knoblauch), die nur den Geschmack verbessern in Tüllsäckchen oder Tee-Ei zugeben, sind dann leichter zu entfernen.

 

Petersilie nur frisch über Speisen geben, verliert beim Kochen Vitamingehalt.

 

Estragon sollte nie getrocknet werden, schmeckt sonst wie Heu. Schnittfläche der Zwiebel leicht mit Fett bestreichen, dann bleibt sie frisch und verbreitet keinen Geruch.

 

 

Blühendes Kerbelkraut ist wertlos, muss vor dem Knospenansatz geschnitten werden.

Sehr scharfe Zwiebel wird durch Einlegen in kaltes Wasser milder. Borretschblüten dem Essig zusetzen, ergeben blaue Färbung.
Borretsch und Schnittlauch mildern den scharfen Geschmack von Löffelkraut in Saucen.

 

Getrocknete Kräuter sollten etwa 15 Minuten vor Ende des Kochens der Speise zugegeben werden, damit die Geschmacks- entfaltung gewährleistet wird.

 

Kräuter in kalten Saucen bis zu 30 Minuten ziehen lassen, damit sich Aroma entfalten kann.

 

Knoblauch kann mit einer Rasierklinge sehr fein geschnitten werden, anschliessend mit Salz zerreiben. Dadurch wird das Würzöl schnell aufgesaugt.

 

Zum Garnieren ruhig auch mal Dillspitzen, Estragon, Fenchel, Kerbel etc. verwenden.

 

Kräutersträusschen bleiben 3-5 Tage frisch, wenn das Wasser täglich erneuert wird.

Im Kühlschrank im Gemüsefach lagern oder in Folie einschlagen.

 

Achtung Mundgeruch! Roher Dill gekaut, vertreibt Knoblauchdüfte im Atem.

Haben Sie weitere Vorschläge?

Als "Liebesgewürze" (Aphrodisiaka) gelten z.B. Beifuß, Liebstöckel, Rosmarin und Petesilie, da sie eine Durchblutung der Sexualorgane bewirken sollen.

 

Kräuter tiefkühlen: Besonder gut eignen sich für den Kälteschlaf Petersilie, Basilikum, Kerbel, Koriander, Dill, Oregano und Schnittlauch. Die gute trockenen Kräuter fein hacken, in die Fächer des Eiswürfelbehälters füllen, etwas Wasser darüber giessen und tiefkühlen. Anschliessend aus dem Eiswürfelbehälter lösen und in Gefrierbeutel verpacken. Haltbarkeit ca. 6-8 Monate.

 

Kräuterbutter: Gut geeignet zum Konservieren von zarten Kräutern ist auch Butter. So geht man vor: Butter zusammen mit etwas Salz so lange rühren, bis sich Spitzchen bilden. Dann die fein gehackten Kräuter mit etwas frisch gemahlenem Pfeffer und wenig Zitronensaft beifügen und gut mischen. Die Kräuterbutter zu Rollen formen, in Alufolie verpacken und tiefkühlen. Haltbarkeit: ca. 8 Monate.

 

Hitzefest: Kräuter mit robusten Blättern und kräftigem Aroma wie Rosmarin, Salbei, Thymian und Lorbeer entfalten ihr Aroma vor allem beim Kochen und dürfen deshalb von Anfang an mitgegart werden. Empfehlenswert: Ca. 1/3 der rezeptierten Menge beiseite legen und erst ganz am Schluss an das Gericht geben; dadurch erhält dieses ein besonders intensives Aroma. Basilikum, Dill, Kerbel, Koriander und Schnittlauch nie mitkochen!

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