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Koriander - coriandre
Coriandrum sativum L.
Koriander ist ein Doldengewächs aus dem Mittelmeer-
gebiet. Die Pflanze ist einjährig und wird bis zu 60 cm hoch. Die Früchte
(Spaltfrüchte) sind die getrockneten, gelblichbraunen Korianderkügelchen.
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Koriander |
Der Name Koriander stammt vom griechischen Koris - Wanze. Das kommt vom
unangenehmen Geruch des frischen Korianderkrautes. Deshalb auch der
weitverbreitete Koriander-Beiname: Wanzendill. Die getrockneten Gewürzkörner
dagegen haben einen angenehmen, milden und aromatisch- würzigen
Geschmack.
Heute wird Koriander in vielen europäischen Ländern angebaut
- auch in Deutschland und der Sowjetunion. Haupt-Exporteure sind Marokko,
Argentinien und Polen.
Koriander war schon in alter Zeit bekannt. Er wird in altindischen
Sanskrit-Schriften ebenso erwähnt wie im Alten Testament und wurde in altägyptischen
Gräbern gefunden. Sein Geschmack wird mit Manna, dem Himmelsbrot,
verglichen. Die Griechen und Römer benutzten Koriander auch als Medizin.
Karl der Grosse empfahl ihn als Arznei gegen die verschiedensten
Gebrechen. Koriander sollte unter anderem auch gegen Pest und Cholera schützen.
Koriander gilt heute noch als Arznei gegen Magen- und Darmbeschwerden. Früher
überzog man die Korianderkörner mit buntem Zuckerguss für den
Kinder-Kaufmannsladen oder warf sie bei festlichen Gelegenheiten unter das
Volk, wie man heute mit Konfetti wirft. Koriander wird in der Spirituosen-
Industrie verwendet bei der Herstellung von scharfen Schnäpsen und Kräuterlikören,
in der Lebensmittel- Industrie als Wurstgewürz.
Koriander
in der Küche
Koriander
mit seinem süsslichen, anisähnlichen Geschmack gibt es in ganzen frischen
oder getrockneten Blättern, frischen Wurzeln und ganzen oder gemahlenen
Samen.
Ganze Korianderkugeln gibt man zu
eingelegter Roter Bete, süss-sauer eingelegten Gurken, zu Fischmarinaden,
Wild- und Fleischbeizen.
Gemahlener Koriander würzt Weihnachtsgebäck wie
Lebkuchen, Pfefferkuchen, Spekulatius, Honigkuchen und Aachener Printen,
ebenso wie selbstgebackenes Brot und Brötchen, Apfelpasteten, Apfelbrei,
Apfelaufläufe und Apfelkuchen, Kartoffelpuffer, Zwetschgenmus, Geflügel-
und Geflügelfüllungen, Erbsen-, Linsen- und Bohnengerichte, alle
Kohlarten, Möhren, alle fetten Schweinefleischgerichte, Gulasch und viele
deftige Kartoffelgerichte. Selbst in Salami findet man dieses Gewürz.
Korianderwurzeln werden
meist thailändischen Gerichten beigefügt.
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